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VW Budd-E auf der CES

Kommunikativer Elektrobus

VW Budd-E Foto: Gregor Hebermehl 30 Bilder

Budd-E heißt das erste Modell aus dem VW-Konzern, das auf dem neuen Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) basiert. Der Van zeigt aber auch die künftige interaktive und vernetzte Infotainmentwelt. Wir haben und den Budd-E genauer angesehen.

06.01.2016 Uli Baumann

VW spielt weiter die Karte Baukastenstrategie. Nach längs und quer, folgt nun der Modulare Elektrifizierungsbaukasten (MEB), der konsequent Verbrennungsmotoren ignoriert. Der Budd-E, der auf der CES in Las Vegas Premiere feiert, ist die erste Studie, die sich diesen Baukasten zu Nutze machen darf.

VW Budd-E
Einblick in den VW-Van der Zukunft 8 Sek.

VW Budd-E mit einer Reichweite von 600 km

Das Antriebskonzept des 4,60 Meter langen, 1,94 Meter breiten und 1,84 Meter hohen Budd-E sieht je einen Elektromotor an jeder Achse vor. Dazwischen zängt sich in den Unterboden eine 101 kWh große Batterie, die dem Budd-E eine Reichweite von 600 Kilometern ermöglichen soll. Unterwegs sind maximal 150 km/h drin, nachgeladen wird an der Steckdose oder induktiv. VW schwebt hier eine Ladezeit (80 % der Kapazität) von 15 Minuten vor. Eine große Heckklappe und eine Schiebetür erhöhen die Alltagstauglichkeit – beide werden elektrisch angetrieben.

Der lange Radstand (3.151 mm) und die kurzen Überhänge sorgen für knackige Proportionen. Die mit durchsichtigem Kunststoff verkleidete Front lässt sich verschiedenfarbig hinterleuchten. Der V-förmige Zuschnitt und das große VW-Logo zitieren den T1, die Frontschürze scheint dem Up entnommen zu sein. Die Frontscheibe zieht sich um die A-Säulen und müdet in einem schmalen seitlichen Fensterband. Türgriffe und Außenspiegel mussten Annäherungssensoren und Kameras weichen. Die Radhäuser füllen 21 Zoll große Leichtmetallfelgen. Die schwarzen D-Säulen werden vom Fahrtwind durchströmt und erinern an die Ohren der alten T-Versionen mit Heckmotor. Auffällig am Heck ist das am Dach umlaufende Lichtelement zwischen den Rückleuchten. In der Schürze verbirgt sich eine ausfahrbare Schublade. Als Krönung verpasst VW dem Budd-E eine Zweifarblackierung, die erneut den T1 ins Spiel bringt.

Klar in die Zukunft gerichtet ist das Bedienkonzept im viersitzigen Budd-E. Kombiinstrument und Infotainmentanzeige verschmelzen zu einem Display – faktisch bleibt es bei zwei sich ergänzenden Anzeigeflächen, die sich jeweils frei programmieren lassen. Bedient wird das System per Gesten, Touch oder Sprache und natürlich können andere Geräte problemlos eingebunden werden. Als zentrales Display für die Passagiere streht im Fond ein 34-Zoll-Display zur Verfügung. Eine weitere Bedienoption bieten die Sensorflächen auf den Lenkrad, die auf Gesten oder Druck reagieren.

Darüber hinaus kann sich Budd-E mit der Umwelt vernetzen. So können Abläufe im häuslichen Bereich wie Heizung oder Licht aus dem Auto heraus gesteuert oder Einkäufe online erledigt werden. Auch als mobile Lieferadresse ist der Budd-E geeignet. Waren können in der Heckschubblade deponiert werden.

VW Budd-E Sitzprobe

Wenn man ihn live sieht, wirkt der Budd-E groß und sein Design, vorsichtig ausgedrückt, schräg. Innen ist der Bus aufgeräumt karg. Die hohe Sitzposition macht einem SUV alle Ehre und die Studiensitze werden so nicht in Serie gehen. Der Innenraum wirkt riesig, das ultramoderne Cockpit beinahe ein wenig verloren. Die gigantische per Fuß-Geste steuerbare Heckklappe ist rechts und links sehr stark gebogen.

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