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VW Bulli-Studie auf dem Autosalon Genf

Bulli-Vision mit Elektroantrieb

VW Bulli Genf 2011, Foto: dpa 27 Bilder

Mit der Elektroautostudie VW Bulli schreibt der VW-Konzern eine Idee fort, die er 2001 mit der VW Bus-Studie Microbus angefangen hat. Der neue Entwurf kommt deutlich kleiner und mit zeitgemäßem Elektroantrieb daher.

28.02.2011 Uli Baumann

Der Microbus von 2001 war seiner Zeit weit voraus und in der Umsetzung einfach zu teuer. Auch wenn die VW-Fans ihn vom Konzern gefordert hatten, wurde er fallen gelassen. Jetzt sieht VW die Zeit reif, die Bus-Idee erneut aufzugreifen. Nicht als Ersatz für den echten VW Bus T5, sondern als Ergänzung zu den Vans à la Caddy, Touran und Co.

Geschrumpfte Abmessungen, reduzierte Ausstattung

Dazu wurde die Bus-Idee deutlich eingedampft. Der VW Bulli, der auf dem Genfer Autosalon präsentiert wird, tritt auf einer Länge von gerade mal 3,99 Meter nur als Sechssitzer mit zwei Sitzbänken an. In der Breite misst der VW Bulli 1,75 Meter, in der Höhe nur 1,70 Meter. Den Radstand haben die Entwickler auf 2,62 Meter eingedampft.

In der Mittelkonsole dient ein herausnehmbares iPad als multifunktionaler Touchscreen. Parallel zu den internetbasierten iPad-Applikationen und der Mediathek lassen sich hiermit Funktionen wie die Bluetooth-Freisprecheinrichtung und das Navigationssystem steuern. Direkt in die iPad-Halterung integriert sind die Bedienelemente der Klimaanlage sowie der zentral angeordnete Warnblinkschalter. Die weitere Instrumentierung wurde auf einen halbrunden Tacho mit integriertem Bildschirm reduziert.

E-Antrieb mit 300 Kilometer Reichweite

Da der VW Bulli auf reinen Elektroantrieb ausgelegt ist, entfällt auch ein Schalthebel sowie ein Drehzahlmesser. Die Fahrtrichtung wird mittels Drehschalter vorgewählt, ein weiterer Drehschalter steuert der Lichtfunktionen.

Der Elektroantrieb sitzt im VW Bulli vorne. Der 85 kW und 270 Nm starke E-Motor treibt die Vorderräder an. Eine 40 kWh große Lithium-Ionen-Batterie, die sich im Fahrzeugboden breit macht, soll eine Reichweite von rund 300 Kilometern ermöglichen. An einer Spezialzapfsäule soll der VW Bulli bereits nach einer Stunde wieder vollgeladen ablegen können.

VW Bulli-Piloten können ihren 1.450 Kilogramm schweren Bus in 11,5 Sekunden von Null auf 100 km/h treiben, bei spätestens 140 km/h schiebt die Elektronik Speedfreaks einen Riegel vor. Alternativ zum E-Antrieb sieht die VW Bulli-Entwicklungsmannschaft aber auch die Möglichkeit vor, konventionelle Benziner oder Turbodiesel-Triebwerke in den Bus einzusetzen.

Elektro-Bulli mit einem Schuss Nostalgie

Auch wenn der VW Bulli auf den Boxer im Heck verzichtet, nimmt er dennoch reichlich Anleihen am VW Bus T1. Erinnerungen an den Ur-Bus rufen die Zweifarblackierung und das große VW Logo auf der vorderen V-Haube hervor. Knackig kurz fallen auch die Überhänge vorne und hinten aus. Statt runder Scheinwerfer sorgen am VW Bulli LED-Leuchteinheiten für Licht im Dunkeln. 18 Zoll große Leichtmetallräder sorgen für ein festes Fundament, angedeutete Chromradkappen für einen Schuss Nostalgie.

Hinter der senkrechten Heckklappe lauern 370 Liter Stauraum. Wer mehr Platz braucht, kann die Rückbank umlegen, dann nimmt der VW Bulli bis zu 1.600 Liter auf. Wer weiter faltet, kann aus den beiden Bänken auch eine Liegefläche schaffen, auf der die Ruhenden dann durch den Glaspanoramahimmel die Sterne betrachten können.

Die Zukunft des VW Bulli scheint allerdings nicht in den Sternen zu stehen. In der neuen VW Up-Familie könnte er den großen Bruder spielen und so als fünfte Van-Baureihe bei VW bald Serienreife erlangen.

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