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VW Caddy Bifuel oder Ecofuel

Wie groß ist der Unterschied CNG vs. LPG?

VW Caddy Bifuel, VW Caddy Ecofuel, Frontansicht Foto: Dino Eisele 12 Bilder

Der VW Caddy zählt zu den wenigen Autos, die es auch mit CNG- und LPG-Antrieb gibt. Beide Varianten unterscheiden sich nicht nur in den Anschaffungs- und Unterhaltskosten, sondern auch im Praxisnutzen. Welcher ist die bessere Wahl?

27.03.2014 Daniel Hohmeyer Powered by

Leistungsunterscheid kaum merkbar

Ob Bifuel (Autogas/LPG) oder Ecofuel (Erdgas/CNG) – ein VW Caddy ist ein VW Caddy. Konzeptionell jedenfalls. Bedienung, Fahrgefühl und trotz der Gas-Zusatztanks sogar das Gepäckraumvolumen – alles identisch. Nur die Antriebe nicht. Beide Gas-Caddy verwenden noch nicht die bei VW übliche TSI-Technik. Im Bifuel steckt ein 1,6-Liter-Sauger mit 98 PS, der sich wahlweise mit Benzin oder Autogas betreiben lässt. Im Ecofuel kommt ein 109 PS starker Zweiliter zum Einsatz, der neben Erdgas ebenfalls auch Benzin verbrennt.

Den geringen Leistungsunterschied zwischen den beiden VW Caddy spürt der Fahrer kaum, einzig das etwas lautere Motorgeräusch der CNG-Variante fällt auf. Mit mehr Hubraum ausgestattet, wartet sie zwar mit etwas mehr Drehmoment auf, doch bei Beladung müssen sich beide Varianten schon an leichteren Steigungen kräftig ins Zeug legen. Und zuladen können beide, der Bifuel mit 716 Kilogramm sogar deutlich mehr – er übertrumpft den VW Caddy Ecofuel um 109 kg.

Erdgas-Caddy mit Steuer-Vorteil

Zudem verlangt VW für die Ecofuel-Variante mindestens 22.777 Euro, während die Preise für den Bifuel bereits bei 21.712 Euro beginnen. Als Benziner mit 105-PS-TSI ist der VW Caddy aber schon ab 19.474 Euro zu haben.
Den höheren Kaufpreis machen die Gasmodelle jedoch durch günstigere Kraftstoffkosten wieder wett. Ein Kilogramm Erdgas kostet zwar mehr als ein Liter Autogas, doch der Verbrauch des LPG- Caddy in Liter ist deutlich höher als der des CNG in Kilo.

Auf einer Vergleichsfahrt kam der VW Caddy Ecofuel mit 5,6 kg/100 km aus, wohingegen der VW Caddy Bifuel 10,0 l/100 km benötigte. Bei einem Tagespreis von 1,11 Euro/kg für Erdgas und 0,71 Euro/l für Autogas kosten 100 Kilometer im Ecofuel 6,22 Euro, im Bifuel 7,10 Euro. Auch bei der Kfz-Steuer spart der Erdgas-Caddy 18 Euro im Jahr. Er hat zwar den größeren Hubraum, stößt aber nur 156 statt 169 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

Erdgas-Tankstellen nicht flächendeckend vorhanden

In Deutschland gibt es allerdings nur für Autogas eine gut ausgebaute Infrastruktur. Erdgas-Tankstellen kommen wesentlich seltener vor. Das erfordert Vorausplanung – wenn die 26 kg Erdgas nach etwa 440 Kilometern aufgebraucht sind, reicht die 13 Liter fassende Benzintankreserve gerade mal 150 Kilometer weit.

Der Bifuel verfügt neben dem 44-Liter-Gastank über 60 Liter Benzin an Bord – genug für insgesamt mehr als 1.000 Kilometer Reichweite, davon 430 mit Autogas. Dennoch verursacht der Ecofuel schon ab .3000 Kilometern pro Jahr weniger Kosten. Aber nur gegenüber dem VW Caddy Bifuel. Um auch günstiger als mit dem 1.2-TSI- Benziner zu fahren, sind schon 15.000 Jahreskilometer nötig.

FAZIT: Der langfristig sparen will, kommt nicht um den VW Caddy Ecofuel herum. Er kostet in der Anschaffung zwar mehr als der Bifuel, die niedrigeren Kraftstoffkosten machen ihn jedoch schon nach 3.000 Kilometern rentabel – vorausgesetzt man fährt ausschließlich mit Gas. Mit dem Bifuel ist das wegen der größeren Tankstellendichte einfacher, zudem bietet er mehr Nutzlast.


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