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VW-Diesel-Abgasskandal aktuell

Gericht verurteilt VW zu Schadenersatz

Audi A8 3.0 TDI Clean Diesel, Motor Foto: Hans-Dieter Seufert 36 Bilder

Im September 2015 gibt Volkswagen die Manipulation der Abgaswerte bei Dieselmotoren zu, zuvor wurden Vorwürfe der US-Umweltbehörde EPA veröffentlicht. Seitdem weitet sich der Skandal aus. Hier finden Sie Aktuelles zu „Diesel-Gate“.

18.01.2017 Holger Wittich 3 Kommentare

18.01.2017 – Gericht verurteilt VW zu Kaufpreis-Rückzahlung

Geht es nach dem Landgericht Hildesheim, muss Volkswagen einem Skoda-Fahrer den vollen Kaufpreis für seinen Yeti zurückzahlen. Weil das Auto vom Dieselskandal betroffen sei, handele es sich nach Auffassung des um „eine Verbrauchertäuschung, die als ebenso verwerflich einzustufen sei, wie in der Vergangenheit etwa die Beimischung von Glykol in Wein oder Pferdefleisch in Lasagne“, wie die Süddeutsche Zeitung aus der Urteilsbegründung zitiert.

In dem Urteil vom Dienstag geht es um 26.500 Euro für einen drei Jahre alten Yeti. Es sei das erste Urteil, in dem VW beklagt sei, ohne dass eine direkte Vertragsbeziehung zum Kläger bestehe; dieser hatte das Auto bei einem Händler gekauft.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und VW hält das Urteil für „rechtlich verfehlt“, schreibt die Süddeutsche Zeitung weiter. Der Konzern gehe davon aus, dass das Urteil in der Berufungsinstanz aufgehoben werde.

11.1.2017 – VW zahlt 4,3 Milliarden Dollar Strafe

VW hat sich mit der US-Regierung im Dieselskandal auf einen Vergleich geeinigt. Als Teil der Vergleichsvereinbarungen muss VW Bußgeld- und Strafzahlungen von insgesamt 4,3 Milliarden US-Dollar leisten. Zudem hat sich VW zu einer Reihe von Maßnahmen bereit erklärt, mit denen seine Compliance- und Kontrollsysteme weiter gestärkt werden sollen. Hierzu zählt auch die Bestellung einer unabhängigen Person (Monitor) für die kommenden drei Jahre.

10.1.2017 – VW steht kurz vor einer Einingung mit US-Behörden

Volkswagen hat in der Ad hoc-Mitteilung den Vergleichentwurf mit dem US-Justizministerium und der US-Zollbehörede veröffentlicht. Dieser sieht einen Strafzahlung in Höhe von 4,3 Millairden US-Dollar vor, sowie weitere Maßnahmen zur Stärkung der Compliance- und Kontrollsysteme inklusive der Bestellung der unabhängigen Aufsichtsperson. Des Weiteren enthält der Entwurf ein Schuldanerkenntnis und eine Beschreibung der Fakten, auf deren Grundlage die Strafzahlungen zu leisten sind, heißt es. VW-Vorstand und -Aufsichtsrat müssen dem Entwurf noch zustimmen, dies erfolgt spätestens am Mittwoch, 11.1.2017. Auch die US-Behörden sowie die zuständigen Gerichte müssen den Entwurf in der endgültigen Fassung absegnen.

VW hatte bisher 18,2 Milliarden Euro für die Folgen des Abgasskandals zurückgelegt. Diese Summe ist für die Entschädgungszahlungen und die Strafen in zivilrechtlichen Auseinandersetzungen vorgesehen. „Kommt es zu dem Vergleich, werden die Zahlungsverpflichtungen voraussichtlich zu einem die bestehenden Rückstellungen übersteigenden finanziellen Aufwand führen“, teilt VW mit.

Für die VW-Dachgesellschaft Porsche SE bedeutet die Einigung eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis 2016. Bisher wurde ein Nachsteuerergebnis zwischen 1,4 und 2,4 Milliarden Euro erwartet.

10.1.2017 – Kronzeugen belasten Diess und Winterkorn

Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung haben sich mindestens fünf VW-Beschäftigte den US-Behörden als Kronzeugen zur Verfügung gestellt. Zwei davon, die aus dem mittleren Management kommen, haben Ex-VW-Chef Winterkorn und VW-Markenchef Herbert Diess schwer belastet: „Winterkorn und Diess seien Ende Juli 2015 über die Manipulation von Schadstoffmessungen bei Diesel-Fahrzeugen in den USA informiert worden“, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Der Konzern beharre auf der bisherigen Darstellung, wonach die Manipulationen gegenüber US-Behörden zugegeben worden sei, nachdem der Vorstand Kenntnis davon bekommen habe. Auch die Vorwürfe gegen Herbert Diess seien falsch. Diess wechselte am 1. Juli 2015 nach Wolfsburg und ist seither für die Marke VW zuständig. Martin Winterkorn trat im September 2015 wegen der Abgasaffäre zurück.

9.1.2017 – FBI verhaftet VW-Manager

Wie die New York Times berichtet, hat das FBI am Samstag in Florida einen VW-Manager festgenommen, der mit dem Abgasskandal zu tun haben soll. Er soll am Montag nach Detroit zur Vernehmung gebracht werden. Die Zeitung beruft sich auf die Informationen zweier mit dem Fall vertrauter Personen. Der Anwalt des Festgenommenen und VW USA kommentierten den Vorfall nicht.

5.1.2017 – Südkorea verhängt Verkaufsstopp

In Südkorea dürfen insgesamt 10 Modelle von Porsche, BMW und Nissan nicht mehr verkauft werden. Im Rahmen des VW-Abgasskandals hatte Südkorea eine Überprüfung der Unterlagen von ausländischen Autoherstellern veranlasst. Das Umweltminiterium verhängte ein Geldstrafe in Höhe von 5,7 Millionen Euro. Mehr dazu hier.

21.12.2016 – KBA hat alle Freigaben für EA 189 erteilt

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die letzten Freigaben für die Umrüstung der vom Abgasskandal betroffenen EA 189-Diesel erteilt. Zuletzt fehlten noch die Genehmigungen für 2.0 TDI mit 130 kW. „Wir wollen bis Jahresende die technischen Lösungen bereit stellen“, erklärte ein VW-Sprecher auf Nachfrage. Die Halter betroffener Fahrzeuge sollen bis Anfang 2017 informiert werden und können dann einen Werkstatttermin vereinbaren. Die 2.0 TDI bekommen ein Softwareupdate, das in 20 bis 30 Minuten aufgespielt ist. Der Einbau eines Strömungsgleichrichters und das Softwareupdate für den 1.6 TDI dauert eine knappe Stunde.

Das KBA genehmigt die Umrüstungen für 28 EU-Länder und einige andere Länder wie zum Beispiel Australien, Norwegen, die Schweiz und Taiwan. Eine Ausnahme sind die 1,2 Millionen vom Abgasskandal betroffenen Skoda: Hier ist die britische VCA die federführende Behörde.

In Deutschland sind 32.000 Fahrzeuge mit 1.2 TDI betroffen. Die Variante mit 1,6 Liter Hubraum haben 700.000 Konzernfahrzeuge unter der Haube. Den größten Anteil haben die Zweiliter-Varianten mit deutschlandweit 1,88 Millionen Fahrzeugen.

Weltweit sind von dem Abgasskandal 10,2 Millionen Fahrzeuge aus dem VW-Konzern betroffen, dazu kommen die Fahrzeuge in USA und Kanada und etwea 100.000 VW-Diesel in Südkorea. Der größte Teil kommt mit 5,5 Millionen von VW. Seat und VW Nutzfahrzeuge sind mit jeweils 0,75 Millionen Fahrzeugen dabei. Bei Audi sind 2,3 Millionen Autos mit dem manipulierten EA 189 ausgerüstet.

21.12.2016 – US-Kompromiss für große Diesel geschlossen

VW hat mit den US-Behörden nach monatelangem Ringen einen Kompromiss für die vom Abgas-Skandal betroffenen Dieselwagen mit größeren Motoren gefunden. VW will rund 20.000 der insgesamt etwa 80.000 3,0-Liter-Fahrzeuge mit illegaler Abgastechnik zurückkaufen. Dabei handlt es sich um VW- und Audi-Modelle aus den Jahren 2009 bis 2012. Bei den restlichen rund 63.000 Autos aus den Baujahren 2013 bis 2016erhält VW zunächst die Chance die Fahrzeuge mit neuer Abgastechnik nachzurüsten. Sollte die Umrüstung scheitern, müssten diese Wagen ebenfalls zurückgekauft werden. Betroffen sind hier VW Touareg, Porsche Cayenne und Audi-Modelle mit dem 3.0 TDI-Motor der zweiten Generation. Generell sieht der Vergleich vor, dass mindestens 85 Prozent der Autos in einen gesetzeskonformen Zustand versetzt werden oder von der Straße verschwinden – sonst drohen weitere Zahlungen. Zusätzlich zu den Rückkäufen und Reparaturen muss der Konzern 225 Millionen Dollar in einen Umweltfonds einzahlen und mit 25 Millionen Dollar die Nutzung emissionsfreier Autos unterstützen.

20.12.2016 – VW erreicht Milliarden-Vergleich in Kanada

Volkswagen hat sich in Kanada im Abgas-Skandal auf einen Vergleich geeinigt, der aber noch von Gerichten bestätigt werden muss. VW und Audi sollen für die Beilegung eines Rechtsstreits um manipulierte Abgastests bis zu 2,1 Milliarden kanadische Dollar (1,5 Milliarden Euro) an kanadische Autokäufer zahlen. Anders sieht es weiterhin in den USA aus. Hier steht eine Lösung für die größeren Diesel mit 3,0-Liter-Motoren noch aus.

7.12.2016 – Bußgeld in Südkorea / Verfahren in der EU

VW bekommt in Südkorea einen Bußgeldbescheid über umgerechnet 30 Millionen Euro zugestellt. Der Autokonzern habe zwischen 2008 und 2015 irreführende Werbung geschaltet, in denen von umweltfreundlichen Autos die Rede war. Wie das Manager Magazin berichtet, habe VW die Verbraucher „mit falscher und übertriebener Werbung“ getäuscht. Außerdem soll die Staatsanwaltschaft zu Ermittlungen gegen die VW-Zentrale, die Niederlassung und fünf Manager aufgefordert worden sein.

Die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) schreibt, dass die EU wegen der Abschalteinrichtungen bei VW-Dieselmodellen gegen sechs Staaten ermitteln wird. Als Quelle nennt die Zeitung EU-Parlamentarier Jens Gieseke (CDU), der im Abgasuntersuchungsausschuss des EU-Parlaments sitzt: „Die Kommission wird am Mittwoch Vertragsverletzungsverfahren einleiten.“ Laut einer EU-Verordnung von 2007 seien solche Abschalteinrichtungen illegal. Allerdings sei nicht ganz klar, was eine Abschalteinrichtung ist.

18.11.2016 – VW baut Stellen ab

Volkswagen wird bis 2020 konzernweit 30.000 Stellen abbauen, davon rund Zweidrittel in Deutschland. Dies ist Teil einen Zukunftspakts auf den sich Betriebsrat und Vorstand geeinigt haben. Es kommt nicht zu betriebsbedingten Kündigungen. Insgesamt will VW 4 Milliarden Euro einsparen, gleizeitig aber auch in Werke und neuen Modell investieren. Mehr dazu hier.

16.11.2016 – Einigung in USA für Dreiliter-Diesel

Wie die Nachrichtenseite Bloomberg meldet, konnten sich EPA, CARB und VW einigen, was die Reparatur und den Rückkauf von Autos mit dem 3.0 TDI angeht. Rund 60.000 Autos der Marken Audi, Porsche und VW bekommen ein Software-Update. Den Besitzern von weiteren 19.000 Autos muss der Konzern ein Rückkaufangebot machen. Dass für 60.000 Autos ein Software-Update reicht, spart dem Konzern gegenüber der Rückkauf-Option rund vier Milliarden Dollar, erklärten Insider gegenüber Bloomberg. Noch könnte die Einigung scheitern; am 30. November muss sich Volkswagen einer Anhörung stellen. Noch nicht geeinigt hat sich der Konzern mit den Anwälten, die VW auf Schadenersatz verklagen und mit der Federal Trade Commission (FTC). Anwälte und FTC wollen laut Bloomberg erreichen, dass Volkswagen alle Fahrzeuge mit 3.0 TDI zurückkauft.

14.11.2016 – VW sucht Stadler-Nachfolger

Bei Volkswagen gebe es Vorbereitungen für eine eventuelle Ablösung von Rupert Stadler als Chef der VW-Tochter Audi. VW-Aufsichtsräte sprächen über „mögliche Nachfolgekandidaten für den Fall, dass sie Stadler ablösen müssen“, berichtet der „Spiegel“. Gute Chancen hätten laut „Spiegel“ Opel-Chef Karl Thomas Neumann und der ehemalige Skoda-Vorstandsvorsitzende Winfried Vahland.berichtet der „Spiegel“.

7.11.2016 – Betrugssoftware bei Audi entdeckt

Prüfer der kalifornischen Umweltbehörde CARB haben bei Audi eine Betrugssoftware entdeckt, die den CO2-Ausstoß auf dem Prüfstand reduziert: Wird das Lenkrad um mehr als 15 Grad gedreht, steigt der Verbrauch. Die Manipulation betrifft Audi-Modelle mit dem Automatikgetriebe AL 551.

7.11.2016 – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen VW-Aufsichtsratschef Pötsch

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat ihre Ermittlungen wegen des Verdachtes der Marktmanipulation auf den VW-Aufsichtsratschef Pötsch ausgedehnt. Bislang hatte sich das Verfahren gegen den früheren Vorstandschef Martin Winterkorn und den derzeitigen VW-Markenchef Herbert Diess gerichtet. Pötsch soll als damaliger Finanzchef die Kapitalmärkte manipuliert haben, indem er zu spät über den Abgasbetrug informierte.

4.11.2016 – 1,6-Liter-TDI können nachgerüstet werden

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat die Freigabe für die Umrüstung der EA189-motor mit 1,6 Liter Hubraum erteilt. Die Kunden werden von Volkswagen informiert und können im Anschluss einen Werkstatttermin verabreden. In der Werkstatt wird ein neues Software-Update aufgespielt und ein Strömungsgleichrichter vor dem Luftmassenmesser installiert. Der Werkstattaufenthalt dauert nach VW-Angaben rund 1 Stunde. Von der Rückrufaktion sind in Deutschland 2,6 Millionen Fahrzeuge betroffen.

Mit der Freigabe des KBA wird nun auch die letzte Hubraum-Klasse – nach dem 1,2- und den 2,0-Liter-Modellen – der vom Abgasskandal betroffen Motorentyps EA189 nachgerüstet. Unser Video zeigt die technische Umrüstung im Detail.

21.10.2016 – Audi soll 25.000 Autos zurückkaufen

Die VW-Tochter muss in den USA voraussichtlich 25.000 Autos zurückkaufen. Insgesamt drohen nach Informationen des Spiegel Kosten von weit über einer Milliarde Euro. Nach den Vorgesprächen mit den US-Behörden zeichnet sich ab, dass die Modelle die mit einem Sechs-Zylinder-Motor der ersten Generation ausgestattet sind, auch mit einer Nachrüstung die Abgasgrenzwerte nicht einhalten könnte. Diese Fahrzeuge, Geländewagen vom Typ Q7, soll Audi deshalb zurückkaufen.

26.09.2016 – Stefan Knirsch, Vorstand Technische Entwicklung, verlässt Audi

Knirsch stieg 1990 bei Audi ein, blieb dort bis 1996. Nach Stationen bei Porsche und Pierburg kehrte er 2013 zu Audi zurück und leitete dort bis Mitte 2015 die Motoren- und Getriebeentwicklung. Seit 1. Januar 2016 war der promovierte Ingenieur als Vorstand Technische Entwicklung bei Audi. Laut Audi legt Knirsch seine Funktion sofort nieder und verlässt das Unternehmen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat. Zuvor war ihm vorgeworfen worden, früher von den Manipulationen bei Dieselmotoren gewusst zu haben, als er das zugegeben hatte.

26.09.2016 – Medienbericht: Neue Vorwürfe gegen Winterkorn

Die „Bild am Sonntag“ berichtet, dass der ehemalige VW-Chef Winterkorn schon zwei Monate vor Bekanntwerden der Abgasaffäre von Entwicklern auf die Manipulationen bei Dieselmotoren hingewiesen worden sein soll. Die Zeitung beruft sich dabei auf Zeugenaussagen. Zur Zeit ermittelt die Kanzlei Jones Day im Volkswagenkonzern, um die Abgasaffäre aufzuklären.

Das „Handelsblatt“ berichtete unterdessen am Montag, dass während der Ermittlungen von Jones Day bei Audi „nichts Belastendes“ gegen Audi-Chef Rupert Stadler gefunden worden sei. Stadler war am Mittwoch von Ermittlern der US-Kanzlei befragt worden und sollte dem Aufsichtsrat am Freitag einen Bericht vorlegen. Laut Handelsblatt habe ein Eingeweihter gesagt: „Bis jetzt ist dem Unternehmen nichts vorgelegt worden, was dafür sprechen würde, Herrn Stadler zu entlassen.“

21.09.2016 – Audi offenbar stärker an Dieselgate beteiligt als gedacht

Laut Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung sollen Audi-Ingenieure jahrelang bei dem 3-Liter-V6-Diesel eine Manipulationssoftware eingesetzt haben. Dies soll die Anwaltskanzlei Jones Day während ihrer Ermittlungen in der Abgasaffäre erfahren haben. Doch nicht nur das: Audi-Ingenieure sollen „maßgeblich an den Manipulationen im Mutterkonzern VW mitgewirkt haben“, schreibt die Süddeutsche Zeitung weiter. Brisant ist als zentrales Fundstück der Ermittler eine E-Mail aus dem Jahr 2007, in der ein Audi-Ingenieur einem größeren Kreis von Managern des Autoherstellers schrieb: „ganz ohne Bescheißen“ werde man es nicht schaffen, die US-Grenzwerte einzuhalten. Am Donnerstag und Freitag soll sich der Aufsichtsrat von Audi mit den Ermitlungen beschäftigen. Inzwischen prüft die Staatsanwaltschaft München II, ob einen Anfangsverdacht für Ermittlungen gibt. Audi-Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch ist beurlaubt.

20.09.2016 – Audi-Chef Stadler wird von internen Ermittlern verhört

Nach Mitteilung des Spiegel soll Audi-Chef Rupert Stadler von Zeugen belastet worden sein. Die vom Aufsichtsrat beauftragten internen Ermittler der Kanzlei Jones Day haben dazu Stadler ausführlich mehrere Stunden befragt. Nach Angaben der Zeugen soll Stadler bereits im Jahr 2010 von dem Einsatz der verbotenen Software erfahren haben. Ein Audi-Sprecher gab dazu keinen Kommentar ab.

25.08.2016 – Volkswagen will Händlern in Nordamerika helfen

Laut einer Pressemitteilung von Volkswagen of America stehen die Gespräche mit Händlern in Nordamerika kurz vor dem Abschluss. Laut dieser Meldung hat Volkswagen „zugestimmt, den Händlern mit Geld und zusätzlichen Leistungen zu helfen, um angebliche Verluste des Lizenzwerts in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beizulegen.“ Beide Seiten diskutieren noch, bis Ende September soll die Einigung da sein. Volkswagen-Nordamerika-Vorstand Hinrich J. Woebcken sagte dazu:„Unsere Händler sind unsere Partner und wir schätzen ihre Loyalität und Leidenschaft für die Marke Volkswagen.“

14.8.2016 – 1.2-Liter-TDI zur Nachrüstung freigegeben
Das Kraftfahrt Bundesamt hat für die Umrüstung der 1,2-Liter-TDI-Motoren im VW Polo und Seat Ibiza grünes Licht gegeben. Eine modifizierte Software wird installiert. Mehr Infos hier.

8.8.2016 – Millionen-Strafe für VW in Italien

Die italienische Wettbewerbsbehörde fordert von Volkswagen wegen des Abgas-Skandals bis zu fünf Millionen Euro Strafe. Die Behörde teilte am Montag mit, dass es dabei um Autoverkäufe auf dem italienischen Markt gehe, bei denen die Zulassung durch die Software-Manipulation erreicht worden war.

7.8.2016 – Mehr Schummelsoftware bei Audi

VW-Tochter Audi gerät noch mehr unter Druck. Die US-Behörden hätten beim 3,0-Liter-Diesel von Audi drei nicht genehmigte Software-Programme entdeckt, schreibt die „Bild am Sonntag“. Demnach schaltet sich die Abgasreinigung bei Fahrzeugen mit dem großen TDI-Motor – der auch beim Porsche Cayenne und dem VW Touareg verbaut ist – nach rund 22 Minuten einfach ab. Messverfahren zur Ermittlung der Abgaswerte dauern in der Regel knapp 20 Minuten.

3.8.2016 – Auch Baden-Württemberg erwägt Klage

Nach Bayern denkt auch Baden-Württemberg über eine Schadenersatzklage gegen VW nach. Es gehe dabei um die Aktienkursverluste, die dem Sondervermögen entstanden sind, das Baden-Württemberg errichtet hat, um Versorgungsaufwendungen für Beamte und Richter zu finanzieren, berichtet die Stuttgarter Zeitung. Auch im hessischen Finanzministerium werde eine Klage geprüft.

2.8.2016 – Das Bundesland Bayern will VW verklagen

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) will den VW-Konzern auf Schadenersatz verklagen. Grund sei der Aktienkurs-Verfall und die dadurch entstandenen Verluste für den bayerischen Pensionsfonds für die Landesbediensteten. Nach Angaben von Söder werde der Pensionsfond noch im September Klage beim Landgericht Braunschweig einreichen. Bayern hält nach Angaben des Spiegel 58.000 Vorzugsaktien – der Verlust soll maximal 700.000 Euro betragen.

2.8.2016 – Südkorea stoppt Verkauf von VW-Modellen

Südkorea hat die Zulassung von 80 Modellen der Marken VW, Audi und Bentley zurückgezogen und gegen den VW-Konzern einen Strafe in Höhe von 14,3 Millionen Euro verhängt. Volkswagen kündigt rechtliche Schritte dagegen an, hatte aber bereits im Juli den Verkauf der meisten Fahrzeuge selbst gestoppt.

26.7.2016 – US-Gericht stimmt Vergleich zu
In einer fast zweistündigen Anhörung vor Richter Charles R. Breyer vom United States District Court for the Northern District of California musste Volkswagen die Details seines Vergleichsvorschlags in Höhe von 15 Mrd. US-Dollar erklären. Danach zeigte sich Richter Breyer zufrieden und genehmigte den Vergleich vom 28.6. vorläufig. Mehr dazu hier.

19.7.2016 – US-Staatsanwaltschaft verklagt VW-Führung
Der Generalstaatsanwalt von New York hat eine Klage mehrerer Bundesstaaten vorgestellt, die „Hunderte Millionen Dollar“ an Strafen beinhaltet. Demnach sollen Dutzende VW-Mitarbeiter und Manager an dem Betrug beteiligt gewesen sein. Auch der ehemalige VW-Boss Winterkorn sowie sein Nachfolger Matthias Müller werden genannt. Mehr hier.

15.7.2016 – Abgastricks früh erkannt
Die EU-Kommission soll bereits 2010 von den Abgasmanipulationen bei VW erfahren haben, auch die Bundesrepublik hatte angeblich schon 2012 Einblick, warum die Abgaswerte von Diesel-Pkw nur auf den Prüfstand gesetzeskonform waren. Die Hintergründe hier.

14.7.2016 - Rückruf-Plan für 3,0-Liter-Diesel in den USA abgelehnt

Die kalifornische Umweltbehörde CARB hat den VW-Rückrufplan zur Reparatur der 3,0-Liter-Diesel-Motoren von VW, Audi und Porsche abgelehnt. In den USA sind 85.000 Fahrzeuge, in Kalifornien 16.000 Modell betroffen. Mehr hier.

11.7.2016 – Bußgeldverfahren gegen VW wird eröffnet
Die Staatsanwaltschaft in Brauschweig will den erwirtschafteten Gewinn mit den manipulierten Diesel-Fahrzeuge abschöpfen. Weitere Informationen hier.

7.7.2016 – VW zahlt Strafe in den USA
86 Millionen Dollar (rund 78 Mio Euro) zahlt VW wegen des Abgasskandals an den Bundesstaat Kalifornien.

28.6.2016 – Einigung in den USA
Volkswagen erreicht in den USA einen Vorschlag zur Einigung mit Behörden und Kunden ein. Zirka 15 Milliarden Dollar (rund 13,5 Mrd. Euro) werden für Rückkauf der 2,0-Liter-Diesel-Modelle, für Umweltschutz und Strukturmaßnahmen angeboten. Hier alle Details.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen, welche Modelle vom Diesel-Skandal in Deutschland betroffen sind.

Neuester Kommentar

Info für Besitzer eines EA 189 Diesel von VW:

Unter www.verkehrte-werte.de startet heute eine Unterschriftensammlung, die sich an den VW Vorstand richtet und die ungelösten Probleme für VW Besitzer seit Bekanntwerden des VW Dieselskandals vor über einem Jahr anprangert. Das erklärte Ziel lautet: Eine Lösung des Problems, technisch und finanziell und ein aufrichtiger Dialog zwischen der Konzernführung und ihren Kunden, die sich allein gelassen und im doppelten Sinn betrogen fühlen.

Mehr Infos auf der Webseite und auf FaceBook:
https://www.facebook.com/verkehrtewerte/

Ich hoffe, viele von euch machen mit und senden damit ein klares Signal an den VW Vorstand: es braucht dringend Antworten auf all die drängenden Fragen, die sich für betroffene VW Besitzer stellen.

Verkehrte Werte 16. Oktober 2016, 22:30 Uhr
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