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VW-Diesel-Abgasskandal aktuell

Alle News zu Diesel-Gate

Audi A8 3.0 TDI Clean Diesel, Motor Foto: Hans-Dieter Seufert 36 Bilder

Im September 2015 gibt Volkswagen die Manipulation der Abgaswerte bei Dieselmotoren zu, zuvor wurden Vorwürfe der US-Umweltbehörde EPA veröffentlicht. Seitdem weitet sich der Skandal aus. Hier finden Sie Aktuelles zu „Diesel-Gate“.

18.11.2016 Holger Wittich 3 Kommentare

18.11.2016 – VW baut Stellen ab

Volkswagen wird bis 2020 konzernweit 30.000 Stellen abbauen, davon rund Zweidrittel in Deutschland. Dies ist Teil einen Zukunftspakts auf den sich Betriebsrat und Vorstand geeinigt haben. Es kommt nicht zu betriebsbedingten Kündigungen. Insgesamt will VW 4 Milliarden Euro einsparen, gleizeitig aber auch in Werke und neuen Modell investieren. Mehr dazu hier.

16.11.2016 – Einigung in USA für Dreiliter-Diesel

Wie die Nachrichtenseite Bloomberg meldet, konnten sich EPA, CARB und VW einigen, was die Reparatur und den Rückkauf von Autos mit dem 3.0 TDI angeht. Rund 60.000 Autos der Marken Audi, Porsche und VW bekommen ein Software-Update. Den Besitzern von weiteren 19.000 Autos muss der Konzern ein Rückkaufangebot machen. Dass für 60.000 Autos ein Software-Update reicht, spart dem Konzern gegenüber der Rückkauf-Option rund vier Milliarden Dollar, erklärten Insider gegenüber Bloomberg. Noch könnte die Einigung scheitern; am 30. November muss sich Volkswagen einer Anhörung stellen. Noch nicht geeinigt hat sich der Konzern mit den Anwälten, die VW auf Schadenersatz verklagen und mit der Federal Trade Commission (FTC). Anwälte und FTC wollen laut Bloomberg erreichen, dass Volkswagen alle Fahrzeuge mit 3.0 TDI zurückkauft.

14.11.2016 – VW sucht Stadler-Nachfolger

Bei Volkswagen gebe es Vorbereitungen für eine eventuelle Ablösung von Rupert Stadler als Chef der VW-Tochter Audi. VW-Aufsichtsräte sprächen über „mögliche Nachfolgekandidaten für den Fall, dass sie Stadler ablösen müssen“, berichtet der „Spiegel“. Gute Chancen hätten laut „Spiegel“ Opel-Chef Karl Thomas Neumann und der ehemalige Skoda-Vorstandsvorsitzende Winfried Vahland.berichtet der „Spiegel“.

7.11.2016 – Betrugssoftware bei Audi entdeckt

Prüfer der kalifornischen Umweltbehörde CARB haben bei Audi eine Betrugssoftware entdeckt, die den CO2-Ausstoß auf dem Prüfstand reduziert: Wird das Lenkrad um mehr als 15 Grad gedreht, steigt der Verbrauch. Die Manipulation betrifft Audi-Modelle mit dem Automatikgetriebe AL 551.

7.11.2016 – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen VW-Aufsichtsratschef Pötsch

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat ihre Ermittlungen wegen des Verdachtes der Marktmanipulation auf den VW-Aufsichtsratschef Pötsch ausgedehnt. Bislang hatte sich das Verfahren gegen den früheren Vorstandschef Martin Winterkorn und den derzeitigen VW-Markenchef Herbert Diess gerichtet. Pötsch soll als damaliger Finanzchef die Kapitalmärkte manipuliert haben, indem er zu spät über den Abgasbetrug informierte.

4.11.2016 – 1,6-Liter-TDI können nachgerüstet werden

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat die Freigabe für die Umrüstung der EA189-motor mit 1,6 Liter Hubraum erteilt. Die Kunden werden von Volkswagen informiert und können im Anschluss einen Werkstatttermin verabreden. In der Werkstatt wird ein neues Software-Update aufgespielt und ein Strömungsgleichrichter vor dem Luftmassenmesser installiert. Der Werkstattaufenthalt dauert nach VW-Angaben rund 1 Stunde. Von der Rückrufaktion sind in Deutschland 2,6 Millionen Fahrzeuge betroffen.

Mit der Freigabe des KBA wird nun auch die letzte Hubraum-Klasse – nach dem 1,2- und den 2,0-Liter-Modellen – der vom Abgasskandal betroffen Motorentyps EA189 nachgerüstet. Unser Video zeigt die technische Umrüstung im Detail.

21.10.2016 – Audi soll 25.000 Autos zurückkaufen

Die VW-Tochter muss in den USA voraussichtlich 25.000 Autos zurückkaufen. Insgesamt drohen nach Informationen des Spiegel Kosten von weit über einer Milliarde Euro. Nach den Vorgesprächen mit den US-Behörden zeichnet sich ab, dass die Modelle die mit einem Sechs-Zylinder-Motor der ersten Generation ausgestattet sind, auch mit einer Nachrüstung die Abgasgrenzwerte nicht einhalten könnte. Diese Fahrzeuge, Geländewagen vom Typ Q7, soll Audi deshalb zurückkaufen.

26.09.2016 – Stefan Knirsch, Vorstand Technische Entwicklung, verlässt Audi

Knirsch stieg 1990 bei Audi ein, blieb dort bis 1996. Nach Stationen bei Porsche und Pierburg kehrte er 2013 zu Audi zurück und leitete dort bis Mitte 2015 die Motoren- und Getriebeentwicklung. Seit 1. Januar 2016 war der promovierte Ingenieur als Vorstand Technische Entwicklung bei Audi. Laut Audi legt Knirsch seine Funktion sofort nieder und verlässt das Unternehmen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat. Zuvor war ihm vorgeworfen worden, früher von den Manipulationen bei Dieselmotoren gewusst zu haben, als er das zugegeben hatte.

26.09.2016 – Medienbericht: Neue Vorwürfe gegen Winterkorn

Die „Bild am Sonntag“ berichtet, dass der ehemalige VW-Chef Winterkorn schon zwei Monate vor Bekanntwerden der Abgasaffäre von Entwicklern auf die Manipulationen bei Dieselmotoren hingewiesen worden sein soll. Die Zeitung beruft sich dabei auf Zeugenaussagen. Zur Zeit ermittelt die Kanzlei Jones Day im Volkswagenkonzern, um die Abgasaffäre aufzuklären.

Das „Handelsblatt“ berichtete unterdessen am Montag, dass während der Ermittlungen von Jones Day bei Audi „nichts Belastendes“ gegen Audi-Chef Rupert Stadler gefunden worden sei. Stadler war am Mittwoch von Ermittlern der US-Kanzlei befragt worden und sollte dem Aufsichtsrat am Freitag einen Bericht vorlegen. Laut Handelsblatt habe ein Eingeweihter gesagt: „Bis jetzt ist dem Unternehmen nichts vorgelegt worden, was dafür sprechen würde, Herrn Stadler zu entlassen.“

21.09.2016 – Audi offenbar stärker an Dieselgate beteiligt als gedacht

Laut Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung sollen Audi-Ingenieure jahrelang bei dem 3-Liter-V6-Diesel eine Manipulationssoftware eingesetzt haben. Dies soll die Anwaltskanzlei Jones Day während ihrer Ermittlungen in der Abgasaffäre erfahren haben. Doch nicht nur das: Audi-Ingenieure sollen „maßgeblich an den Manipulationen im Mutterkonzern VW mitgewirkt haben“, schreibt die Süddeutsche Zeitung weiter. Brisant ist als zentrales Fundstück der Ermittler eine E-Mail aus dem Jahr 2007, in der ein Audi-Ingenieur einem größeren Kreis von Managern des Autoherstellers schrieb: „ganz ohne Bescheißen“ werde man es nicht schaffen, die US-Grenzwerte einzuhalten. Am Donnerstag und Freitag soll sich der Aufsichtsrat von Audi mit den Ermitlungen beschäftigen. Inzwischen prüft die Staatsanwaltschaft München II, ob einen Anfangsverdacht für Ermittlungen gibt. Audi-Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch ist beurlaubt.

20.09.2016 – Audi-Chef Stadler wird von internen Ermittlern verhört

Nach Mitteilung des Spiegel soll Audi-Chef Rupert Stadler von Zeugen belastet worden sein. Die vom Aufsichtsrat beauftragten internen Ermittler der Kanzlei Jones Day haben dazu Stadler ausführlich mehrere Stunden befragt. Nach Angaben der Zeugen soll Stadler bereits im Jahr 2010 von dem Einsatz der verbotenen Software erfahren haben. Ein Audi-Sprecher gab dazu keinen Kommentar ab.

25.08.2016 – Volkswagen will Händlern in Nordamerika helfen

Laut einer Pressemitteilung von Volkswagen of America stehen die Gespräche mit Händlern in Nordamerika kurz vor dem Abschluss. Laut dieser Meldung hat Volkswagen „zugestimmt, den Händlern mit Geld und zusätzlichen Leistungen zu helfen, um angebliche Verluste des Lizenzwerts in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beizulegen.“ Beide Seiten diskutieren noch, bis Ende September soll die Einigung da sein. Volkswagen-Nordamerika-Vorstand Hinrich J. Woebcken sagte dazu:„Unsere Händler sind unsere Partner und wir schätzen ihre Loyalität und Leidenschaft für die Marke Volkswagen.“

14.8.2016 – 1.2-Liter-TDI zur Nachrüstung freigegeben
Das Kraftfahrt Bundesamt hat für die Umrüstung der 1,2-Liter-TDI-Motoren im VW Polo und Seat Ibiza grünes Licht gegeben. Eine modifizierte Software wird installiert. Mehr Infos hier.

8.8.2016 – Millionen-Strafe für VW in Italien

Die italienische Wettbewerbsbehörde fordert von Volkswagen wegen des Abgas-Skandals bis zu fünf Millionen Euro Strafe. Die Behörde teilte am Montag mit, dass es dabei um Autoverkäufe auf dem italienischen Markt gehe, bei denen die Zulassung durch die Software-Manipulation erreicht worden war.

7.8.2016 – Mehr Schummelsoftware bei Audi

VW-Tochter Audi gerät noch mehr unter Druck. Die US-Behörden hätten beim 3,0-Liter-Diesel von Audi drei nicht genehmigte Software-Programme entdeckt, schreibt die „Bild am Sonntag“. Demnach schaltet sich die Abgasreinigung bei Fahrzeugen mit dem großen TDI-Motor – der auch beim Porsche Cayenne und dem VW Touareg verbaut ist – nach rund 22 Minuten einfach ab. Messverfahren zur Ermittlung der Abgaswerte dauern in der Regel knapp 20 Minuten.

3.8.2016 – Auch Baden-Württemberg erwägt Klage

Nach Bayern denkt auch Baden-Württemberg über eine Schadenersatzklage gegen VW nach. Es gehe dabei um die Aktienkursverluste, die dem Sondervermögen entstanden sind, das Baden-Württemberg errichtet hat, um Versorgungsaufwendungen für Beamte und Richter zu finanzieren, berichtet die Stuttgarter Zeitung. Auch im hessischen Finanzministerium werde eine Klage geprüft.

2.8.2016 – Das Bundesland Bayern will VW verklagen

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) will den VW-Konzern auf Schadenersatz verklagen. Grund sei der Aktienkurs-Verfall und die dadurch entstandenen Verluste für den bayerischen Pensionsfonds für die Landesbediensteten. Nach Angaben von Söder werde der Pensionsfond noch im September Klage beim Landgericht Braunschweig einreichen. Bayern hält nach Angaben des Spiegel 58.000 Vorzugsaktien – der Verlust soll maximal 700.000 Euro betragen.

2.8.2016 – Südkorea stoppt Verkauf von VW-Modellen

Südkorea hat die Zulassung von 80 Modellen der Marken VW, Audi und Bentley zurückgezogen und gegen den VW-Konzern einen Strafe in Höhe von 14,3 Millionen Euro verhängt. Volkswagen kündigt rechtliche Schritte dagegen an, hatte aber bereits im Juli den Verkauf der meisten Fahrzeuge selbst gestoppt.

26.7.2016 – US-Gericht stimmt Vergleich zu
In einer fast zweistündigen Anhörung vor Richter Charles R. Breyer vom United States District Court for the Northern District of California musste Volkswagen die Details seines Vergleichsvorschlags in Höhe von 15 Mrd. US-Dollar erklären. Danach zeigte sich Richter Breyer zufrieden und genehmigte den Vergleich vom 28.6. vorläufig. Mehr dazu hier.

19.7.2016 – US-Staatsanwaltschaft verklagt VW-Führung
Der Generalstaatsanwalt von New York hat eine Klage mehrerer Bundesstaaten vorgestellt, die „Hunderte Millionen Dollar“ an Strafen beinhaltet. Demnach sollen Dutzende VW-Mitarbeiter und Manager an dem Betrug beteiligt gewesen sein. Auch der ehemalige VW-Boss Winterkorn sowie sein Nachfolger Matthias Müller werden genannt. Mehr hier.

15.7.2016 – Abgastricks früh erkannt
Die EU-Kommission soll bereits 2010 von den Abgasmanipulationen bei VW erfahren haben, auch die Bundesrepublik hatte angeblich schon 2012 Einblick, warum die Abgaswerte von Diesel-Pkw nur auf den Prüfstand gesetzeskonform waren. Die Hintergründe hier.

14.7.2016 - Rückruf-Plan für 3,0-Liter-Diesel in den USA abgelehnt

Die kalifornische Umweltbehörde CARB hat den VW-Rückrufplan zur Reparatur der 3,0-Liter-Diesel-Motoren von VW, Audi und Porsche abgelehnt. In den USA sind 85.000 Fahrzeuge, in Kalifornien 16.000 Modell betroffen. Mehr hier.

11.7.2016 – Bußgeldverfahren gegen VW wird eröffnet
Die Staatsanwaltschaft in Brauschweig will den erwirtschafteten Gewinn mit den manipulierten Diesel-Fahrzeuge abschöpfen. Weitere Informationen hier.

7.7.2016 – VW zahlt Strafe in den USA
86 Millionen Dollar (rund 78 Mio Euro) zahlt VW wegen des Abgasskandals an den Bundesstaat Kalifornien.

28.6.2016 – Einigung in den USA
Volkswagen erreicht in den USA einen Vorschlag zur Einigung mit Behörden und Kunden ein. Zirka 15 Milliarden Dollar (rund 13,5 Mrd. Euro) werden für Rückkauf der 2,0-Liter-Diesel-Modelle, für Umweltschutz und Strukturmaßnahmen angeboten. Hier alle Details.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen, welche Modelle vom Diesel-Skandal in Deutschland betroffen sind.

Neuester Kommentar

Info für Besitzer eines EA 189 Diesel von VW:

Unter www.verkehrte-werte.de startet heute eine Unterschriftensammlung, die sich an den VW Vorstand richtet und die ungelösten Probleme für VW Besitzer seit Bekanntwerden des VW Dieselskandals vor über einem Jahr anprangert. Das erklärte Ziel lautet: Eine Lösung des Problems, technisch und finanziell und ein aufrichtiger Dialog zwischen der Konzernführung und ihren Kunden, die sich allein gelassen und im doppelten Sinn betrogen fühlen.

Mehr Infos auf der Webseite und auf FaceBook:
https://www.facebook.com/verkehrtewerte/

Ich hoffe, viele von euch machen mit und senden damit ein klares Signal an den VW Vorstand: es braucht dringend Antworten auf all die drängenden Fragen, die sich für betroffene VW Besitzer stellen.

Verkehrte Werte 16. Oktober 2016, 22:30 Uhr
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