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VW do Brasil

Streikende in Sicht

Foto: VW

Der VW-Konzern hofft auf ein rasches Ende des Streiks in Brasilien. Volkswagen werde den Schiedsspruch eines brasilianischen Gerichts akzeptieren und wie andere Autohersteller des Landes auch seinen Beschäftigten 18,01 Prozent mehr Geld zahlen

07.11.2003

Dies sagte ein VW-Sprecher am Freitag (7.11.) in Wolfsburg. In einigen Teilen der bestreikten Werke in Ancheta und Sao Carlos sei die Arbeit bereits wieder angelaufen. VW hatte bislang nur den Inflationsausgleich von 15,7 Prozent geboten. Das war den Gewerkschaften zu wenig.

Die Gewerkschaften wollten die Belegschaften an diesem Montag über das nun höhere Angebot informiert, sagte der VW-Sprecher. Volkswagen gehe davon aus, dass sich sofort im Anschluss die Produktion voll normalisieren werde.

Verhandlungen: Nur VW blieb hart

Nach dem Beginn der Streikbewegung in der Autoindustrie des südamerikanischen Landes hatten die meisten Autohersteller ihren Arbeitern Lohnerhöhungen oberhalb der Inflationszahlen gewährt. Volkswagen aber bleib hart und ließ es auf den in dem Land üblichen Schiedspruch des Gerichts ankommen.

Bei Volkswagen waren die beiden Werke in Ancheta mit rund 14.500 Beschäftigten und in Sao Carlos mit 500 Mitarbeitern betroffen. Als Folge des Arbeitskampfs hatten auch Teile der Produktion in einem dritten Werk zeitweise still gestanden.

Wegen einer schweren Krise in der brasilianischen Autoindustrie hatte VW den Abbau von knapp 4.000 Stellen beschlossen und so einen langen Arbeitskonflikt ausgelöst, der erst nach zwei Monaten Ende September beigelegt werden konnte. Der VW-Konzern beschäftigte bislang in Brasilien 27.600 Mitarbeiter an fünf Standorten. Seit 1997 gab die Gesamtproduktion der Autoindustrie in Brasilien von 3,2 Millionen Einheiten auf geschätzte 1,8 Millionen in diesem Jahr nach.

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