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VW droht Streik in Brasilien

Volkswagen wird in Brasilien 3.000 Arbeitplätzen abbauen. Als Gründe nannte das Unternehmen den Rückgang der Nachfrage im Land sowie neue Fertigungstechniken beim Bau des Polo-Modells.

08.11.2001

Volkswagen wird in Brasilien 3.000 Arbeitplätzen abbauen. Als Gründe nannte das Unternehmen den Rückgang der Nachfrage im Land sowie neue Fertigungstechniken beim Bau des Polo-Modells. Entsprechende Verhandlungen mit den Gewerkschaften über den Stellenabbau und die erforderlichen Gehaltskürzungen in zwei brasilianischen Werken seien gescheitert. Wahrscheinlich werden Streiks die Folge sein.

Volkswagen hatte zuvor Pläne veröffentlicht, nach denen das Unternehmen unter anderem 769 Millionen US-Dollar in die Erneuerung des 42 Jahre alten Anchieta-Werkes in Sao Paulo zu investieren wolle, damit dort anschließend mit der Produktion neuer Modelle begonnen werden könne. Dazu seien allerdings Lohneinsparungen nötig, 3.000 der 15.000 dort Beschäftigten sollen entlassen werden. Insgesamt beschäftigt der Wolfsburger Autokonzern 26.000 Mitarbeiter in Brasilien. Die Löhne in Sao Paulo, die durchschschnittlich 1.600 Real (1.382 Mark) betragen, sollen zudem an die im Süden des Landes gezahlten Gehälter angepasst werden - im dortigen, vor drei Jahren errichteten Werk von VW und Audi werden jedoch nur 730 Real (631 Mark) gezahlt.

Bereits gestern hatte Luiz Marinho, Vorsitzender der Stahlarbeitergewerkschaft in Sao Bernardo do Campo erklärt, es werde zu sofortigen Streiks kommen, "sobald die erste Entlassung angekündigt wird." Volkswagen habe versucht, die Gewerkschafter während der Verhandlungen "zu erpressen."

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