VW droht Zulieferern in China mit Rausschmiss

Volkswagen hat die Zulieferer seiner vier Werke in China unter massiven Kostendruck gesetzt und sogar mit einem Abbruch der Lieferbeziehungen gedroht.

Auf einem Treffen mit Zulieferern am Rande der China Auto drohte Winfried Vahland, Präsident von VW China, den Zulieferern mit einem Ende der Geschäftsbeziehungen, sollten sie nicht  kurzfristig ihre lokale Fertigung erhöhen und damit ihre Kosten weiter senken. Wegen des "brutalen Wettbewerbs auf dem chinesischen Markt" mit laut  Vahland 83 Automarken gebe es einen "dramatischen Margenverfall bei Neuwagen". Vahland forderte die deutschen Zulieferer deshalb auf, den  Lokalisierungsgrad ihrer Wertschöpfung auf über 85 Prozent zu erhöhen.  Andernfalls würde VW China auf japanische Zulieferer ausweichen. Vahland: "Wenn Sie diesen Schritt nicht mitgehen – da können Sie sicher sein –,  werden sie mit der VW China Gruppe keine Geschäfte mehr machen."

Enormer Preisdruck in China

Vahland rechnet in China mit einem weiteren Einbruch der Neuwagenpreise und  einer Konsolidierungswelle. "Der chinesische Neuwagenmarkt steuert wettbewerbsbedingt auf US-amerikanische Preisverhältnisse zu", so Vahland.  VW habe in den letzten zwei Jahren die Kosten in China bereits um 40 Prozent  gesenkt. Wegen des Preisdrucks müssten die Kosten noch einmal um 20 Prozent reduziert werden. Dabei verdiene die VW-Gruppe schon heute nur wenig Geld in  China: Bei mehr als 917.000 verkauften Fahrzeugen im vergangenen Jahr und einem Umsatz von rund 12 Milliarden Euro habe der Konzern in China nur ein  operatives Ergebnis von 294 Millionen Euro erreicht. Vahland: "83 Automarken sind für China zuviel. Der Markt muss sich konsolidieren.“

Seat für China

Obwohl der VW China-Chef damit rechnet, dass die Kosten für den Markteintritt in China bald das amerikanische Niveau von 500 Millionen Euro erreichen, kündigte er an, dass der Konzern derzeit die Option auf die Einführung der Marke Seat in China prüfe.

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fis

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