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VW E-Bugster auf der Detroit Motor Show

Der Käfer brummt elektrisch

VW E-Bugster Foto: picture alliance 33 Bilder

Der VW E-Bugster zeigt, wie sich Volkswagen die Zukunft des guten alten Käfers vorstellt. Mit grünem Gewissen, Elektromotor und scharfen Proportionen feiert die Flachdach-Studie auf der Detroit Motor Show Premiere.

09.01.2012 Tobias Grüner

VW E-Bugster - an diesen Namen müssen sich die hartgesottenen Käfer-Fans wohl erst noch gewöhnen. Die Mischung aus den englischen Begriffen Bug (Käfer) und Speedster (offener Zweisitzer) soll auf den ersten Blick zeigen, dass es sich hier um keine gewöhnliche Beetle-Studie handelt, sondern um die Zukunft des Käfers.

Für das "E" im VW E-Bugster ist der 85 kW starke Elektromotor verantwortlich. Im Gegensatz zum Urkäfer schlägt das 80 Kilo schwere elektrische Herz des Concept-Cars vorne unter der Haube. Gespeist wird der Antrieb von einem Lithium-Ionen-Batteriepaket, deren Module dort untergebracht sind, wo sich beim normalen Beetle die Rückbank befindet.

180 Kilometer Reichweite im VW E-Bugster

Damit finden im VW E-Bugster, der auf der Detroit Motor Show Premiere feiert,  nur noch zwei Passagiere Platz, die dank des Energiegehalts von 28,3 KWh mit einer Ladung aber immerhin 180 Kilometer weit kommen sollen. Dank Rekuperationstechnik sammelt der Energiespeicher beim Bremsen oder Gaswegnehmen immer wieder neuen Strom.

Eine Leistungsanzeige informiert den Fahrer darüber, in welche Richtung der Saft gerade fließt. Auf einem zusätzlichen Display lassen sich zudem Reichweite und Ladestand ablesen. Die elektrische Antriebseinheit soll technisch bereits ausgreift sein. Unter dem Namen Blue-e-motion geht sie 2013 in einem Golf erstmals in Serie.

Dynamik nur in der Optik

Aufgeladen werden kann der gekappte Beetle entweder an der heimischen Steckdose oder an einer Gleichstrom-Tankstelle. Die Schnittstelle für den Stecker befindet sich im Bereich der C-Säule, dort wo normalerweise der Tankdeckel seinen Platz hat. Einmal Auftanken am professionellen Elektro-Zapfhahn dauert laut VW nur 35 Minuten.

Dass sich der VW E-Bugster vor allem an US-Kunden richtet erkennt man nicht nur am englischen Namen oder der Vorstellung auf der Detroit Motor Show sondern auch an den Fahrleistungen. Knapp elf Sekunden vergehen für den Sprint auf 100 km/h. Für die strickten Tempolimits auf US-Highways reichen die 85 kW aus, besonders großer Fahrspaß wird dabei wohl aber nicht aufkommen.

VW E-Bugster für Öko-Pendler

Um Sportlichkeit geht es dem VW E-Bugster auch nicht, obwohl sein dynamisches Äußeres mit der flachen Frontscheibe, der um neun Zentimeter tiefer gelegten Dachkante und den drei Zentimeter breiteren Pobacken über den 20 Zoll-Schlappen etwas anderes suggeriert. Wichtiger ist das grüne Gewissen. Pendler sollen zukünftig ohne Emissionen zur Arbeit kommen.

Im Zuge der Flotten-Elektrifizierung wird auch der E-Beetle wohl irgendwann in Serie gehen. Dass das gekappte Dach des VW E-Bugsters den langen Weg vom Messestand in Detroit bis in die Showrooms der Händler überlebt, darf allerdings bezweifelt werden.

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