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VW E-Golf Touch auf der CES

Neues Infotainmentsystem mit Gestensteuerung

VW e-Golf Touch Foto: Gregor Hebermehl

Drehen und drücken ist out, künftig wird gewischt und gefuchtelt. VW zeigt auf der CES die Infotainmentsystem-Generation 3.0, die 2016 in Serie gehen soll und voll auf Gestensteuerung setzt.

07.01.2016 Uli Baumann, Gregor Hebermehl

Wer hinter dem Kürzel MIB 3.0 einen Hollywood-Blockbuster vermutet liegt falsch. MIB bedeutet in diesem Fall nicht Men in Black, sondern Modularer infotainmentbaukasten und die 3.0 steht für dessen jüngste Ausbaustufe. Was diese zu bieten hat zeigt VW auf der CES in Las Vegas in Form des E-Golf Touch.

VW E-Golf Touch CES 2016Foto: VW
VW zeigt auf der CES die Infotainmentsystem-Generation 3.0, die 2016 in Serie gehen soll und voll auf Gestensteuerung setzt.
VW E-Golf Touch CES 2016
So funktioniert die neue Gestensteuerung 1:38 Min.

Ab Herbst 2016 kommt Touch nach Europa

Das in Las Vegas gezeigte System entspricht bis auf wenige Details bereits der Serienversion, die 2016 auf den Markt kommen soll. Neu sind das 9,2 Zoll große Touchscreen-Display, der frei programmierbare Homescreen, der seine Inhalte mit Funktionskacheln darstellt und eben die Gestensteuerung.

Verbessert wurde die Sprachsteuerung, die nun empfohlene Sprachbefehle im Display anzeigt. Dieses System wird bereits im Frühsommer 2016 in den USA eingeführt. Auch die Aktivierung er Sprachsteuerung soll künftig über eine einfache Ansprache erfolgen. Für das volldigitale Active Info Display soll es eine neue Softwaregeneration geben, die ab Herbst 2016 zunächst in Europa zum Einsatz kommt. Neu sind auch die induktiven Ladeschalen für Mobilgeräte in der Mittelkonsole und dem Fond. Für eine flottere Datenübertragung setzt der USB-Port jetzt auf die Version 3.1. Und um die Verständigung an Bord zu verbessern nutzt der Touch-Golf des Freisprechmikrofon und die Lautsprecheranlage.

Entfallen sollen künftig auch lästige Einstellungsanpassungen bei verschiedenen Nutzern. Individuelle Nutzerkonten speichern alle persönlichen Einstellungen, diese können zudem in der Cloud ausgelagert und so in beliebigen anderen Fahrzeugen abgerufen werden.

VW E-Golf Touch ausprobiert

Wohltuend: Bei dem E-Golf Touch handelt es sich nicht um eine abgespacete seifenförmige Studie, sondern um ein Serienfahrzeug mit einem neuen Bedienkonzept. Wir haben uns in den Wagen gesetzt: Der 9,2-Zoll-Bildschirm in der Mittelkonsole lässt sich jetzt über Näherungssensoren per Wisch-Geste bedienen, weitere Gesten werden noch nicht erkannt. Unter dem Multifunktions-Bildschirm befindet sich das Fach fürs Smartphone. Das Telefon kann dort induktiv geladen werden, wenn es die technischen Voraussetzungen dafür mitbringt.

Das beim induktiven Ladevorgang entstehende elektromagnetische Feld wird vom Innenraum abgeschirmt. Außerdem wird das Smartphone in seinem Ladefach an eine Außenantenne angebunden. Rechts neben dem Smartphone-Fach befindet sich eine moderne USB-C-Steckdose. Einer der Vorteile des neuen USB-C-Standards: Es ist egal, wie herum man den Stecker in die Dose steckt.

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