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VW E-Up auf der IAA

Elektro-Studie gibt Ausblick auf neuen Käfer

VW E-Up Foto: SB-Medien 38 Bilder

Mit dem E-Up präsentiert Volkswagen auf der IAA in Frankfurt ein weiteres Modell, das auf Modulen der New Small Family basiert, die ab 2011 in Serie gehen soll. Dank Elektroantrieb soll der E-Up emissionsfrei bis zu 130 Kilometer weit fahren können.

14.09.2009

Das Wichtigste schickt VW gleich vorweg: Frühestens im Jahr 2020 werden die Produktionszahlen eines Elektroautos jene des Polo erreichen. Bis dahin behalten Benzin- und Dieselmotoren weiter die Oberhand. Allerdings plant Volkswagen, den Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb ab 2013 Elektromobile zur Seite zu stellen. Diese könnten ihre Stärken insbesondere im Stadtverkehr ausspielen. Wie sich die Wolfsburger ein solches Fahrzeug vorstellen, zeigen sie auf der IAA mit dem E-Up.

VW E-Up auf der IAA: Nur 1.085 Kilogramm leicht und bis zu 135 km/h schnell

Die IAA-Studie entstand unter Federführung von Marken-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. Als Basis dienen jene Module der VW New Small Family, von der Volkswagen in der Vergangenheit bereits mehrere Konzeptstudien präsentiert hatte: den VW Up, den VW Space-Up sowie den Brennstoffzellen-Van VW Space-Up Blue.

Nummer vier in der Familienriege soll nun also rein elektrisch binnen 11,3 Sekunden auf Tempo 100 spurten und bis zu 135 km/h schnell sein. Dabei beschleunigt den 3+1-Sitzer ein vorn eingebauter Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 60 und einer Dauerleistung von 40 kW. Das maximale Drehmoment liegt bei 210 Newtonmeter. Wichtig im bevorzugten Jagdrevier des VW E-Up, dem Stadtverkehr: der Zwischenspurt von 30 auf 50 km/h soll nach 3,5 Sekunden bewältigt sein. Aber auch in Sachen Fahrspaß soll der E-Up viel zu bieten haben. Ein Grund hierfür liegt in seinem geringen Gewicht von 1.085 Kilogramm. Die in einer crashgeschützten Wanne im Unterboden platzierte Lithium-Ionen-Batterie allein bringt bereits 240 Kilogramm auf die Waage. Weitere 140 Kilo entfallen auf den sogenannten Integralantrieb. Hierbei wurden alle Antriebs- und Nebenaggregate möglichst kompakt in den Motorraum integriert. E-Motor und Getriebe finden hier ebenso ihren Platz wie Differenzial, Pulswechselrichter und Ladegerät.

Bis zu 130 Kilometer Reichweite im VW E-Up

Die Lithium-Ionen-Batterie des VW E-Up hat eine Kapazität von 18 Kilowattstunden. Eine separate Luftkühlung ist für den Wärmehaushalt innerhalb der Batterie verantwortlich, Lüfter und Wärmetauscher brachten die Ingenieure im vorderen Bereich des Unterbodens unter. Das Aufladen soll sowohl an einer 230 Volt-Hausnetz-Steckdose als auch an einer der in den Innenstädten geplanten Stromsäulen möglich sein. Diese sollen Up-Fahrer dann mittels einer Chipkarte freischalten. Je nach Ladezustand der Batterie und gewählter Ladestation soll der VW E-Up bereits nach einer Stunde wieder zu 80 Prozent voll getankt sein. Für eine 80-prozentige Ladung an einer normalen Steckdose sollen rund fünf Stunden vergehen. Die Stromkosten für eine Strecke von 100 Kilometern beziffert VW auf rund 14 Cent. Die Gesamtreichweite gibt VW mit 130 Kilometern an.

Für das Design des VW E-Up zeichnet VW-Konzern-Chefdesigner Walter de Silva verantwortlich. Gemeinsam mit Klaus Bischoff und Flavio Manzoni entwarf er eine Formensprache, die vor allem durch Einfachheit geprägt sein soll. Auch wenn VW den E-Up als "Ausblick auf den Käfer des 21. Jahrhunderts" feiert, verzichtete man bei der Linienführung bewusst auf Retro-Elemente. Lediglich die Motorhaube des 3,19 Meter langen, 1,64 Meter breiten und 1,47 Meter hohen VW E-Up! soll dezent an den Käfer erinnern. Ansonsten ist das Design geprägt von neuen Stilelementen wie den C-förmigen, in die verchromten Elemente des Scheinwerfer-Gehäuses integrierten Nebelscheinwerfer sowie von der die Stoßfänger umlaufenden schwarzen Linie. Letztere soll fortan als Erkennungsmerkmal der New Small Family von VW fungieren.

Solarzellen im Dach speisen Energie ins Bordnetz des VW E-Up

Dank der separaten Luftkühlung konnten die Designer in der Front größtenteils auf Öffnungen verzichten. Eine Hommage an den VW Käfer konnte sich de Silva dann aber doch nicht verkneifen: das VW-Logo auf der Motorhaube erinnert an den berühmten Ahnen. Es lässt sich aufklappen und gibt die Auflade-Schnittstelle frei. Sie Seitenansicht des VW E-Up ist geprägt durch die kurzen Karosserieüberhänge und die markanten Radläufe. Die Heckpartie zeichnet sich durch große Rückleuchten sowie eine komplett verglaste Heckklappe aus.

Das Dach der Studie ist auf einer Fläche von 1,4 Quadratmetern mit Solarzellen versehen. Durch Herunterklappen der Sonnenblenden lässt sich die energieliefernde Fläche auf 1,7 Quadratmeter erweitern. Die Solarzellen speisen das Bordnetz permanent mit Energie. Dies ermöglicht - wie beim Toyota Prius -  unter anderem die Fahrzeuglüftung auch im Stand.

Der VW E-Up kommuniziert mit iPhone und Co.

Der Innenraum der IAA-Studie (hier geht es zum IAA-Messeguide) bietet Platz für bis zu vier Personen. Allerdings ist der Sitz hinter dem Fahrer lediglich als Notunterkunft für einen vierten Mitfahrer ausgelegt. Da das Armaturenbrett bewusst kleiner als üblich ausfiel, konnte es weiter in Richtung Motorraum verlagert werden. Vorteil: Der Beifahrersitz rückte um fünf Zentimeter nach vorne, was wiederum dem dahinter platzierten Passagier zugute kommt. Somit sollen auf der Beifahrerseite zwei Erwachsene bequem reisen können.

Puristisch gestalteten die Designer den Innenraum der Studie. Sowohl die Außenspiegel als auch die Fensterheber müssen nach alter Sitte manuell justiert respektive bedient werden. Das spart Strom. Ohne selbigen kommt allerdings das sogenannte Human Machine Interface (HMI) nicht aus. Dabei handelt es sich um ein System, welches über einen Toucscreen bedient wird und diverse Funktionen bereit hält. Unter anderem berücksichtigt das Navigationssystem permanent den aktuellen Ladezustand der Batterie nebst eingeschalteten Verbrauchern. Auch aktuelle Verkehrsdaten, Höhenprofile möglicher Routen sowie die Position verfügbarer Ladestationen fließen in die Streckenplanung mit ein. Der Fahrer hat die Möglichkeit, eine Ladestation im Voraus zu reservieren. Darüber hinaus erlaubt das HMI die minutengenaue Planung des Ladevorgangs. Somit kann beispielsweise eine Ladestation für einen Zeitraum reserviert werden, in dem Strom besonders günstig ist. Über eine Smartphone-Applikation soll der Ladevorgang auch außerhalb des Fahrzeugs gestartet werden können. Diese Applikation erlaubt es zudem, Daten über die Position und den aktuellen Ladezustand jederzeit per Handy abzurufen.

Der Kofferraum des VW E-Up zeigt sich variabel. Dank der im Verhältnis 40 zu 60 teilbaren Rücksitzlehne kann das Ladevolumen von 85 auf bis zu 520 Liter (bei dachhoher Beladung) erweitert werden. Nach Umklappen der Beifahrersitzlehne soll der E-Up! auch sperrige Güter von einer Länge bis zu zwei Metern transportieren können.

Der VW E-Up! sowie weitere VW-IAA-Neuheiten steht in Halle 3 der IAA 2009 (hier geht es zum interaktiven IAA-Hallenplan ) .

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