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VW

Fast 60 Prozent weniger Gewinn

Europas größter Autobauer Volkswagen hat im ersten Halbjahr 2003 wegen der schwachen Autokonjunktur und des starken Euro massive Gewinneinbußen verzeichnet.

25.07.2003

Was zu Anfang der Woche nur eine Vermutung war, ist nun Fakt: Europas größter Autobauer Volkswagen hat im ersten Halbjahr wegen der schwachen Autokonjunktur, hoher Kosten für neue Modelle und des starken Euro massive Gewinneinbußen verzeichnet. Der Reingewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 57,5 Prozent auf 596 Millionen Euro, wie VW am Freitag (25.7.) in Wolfsburg mitteilte. Das operative Ergebnis sackte um 51,8 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro ab.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet VW mit einer Erholung. Hoffnung setzt der Autobauer vor allem auf den neuen Golf, der im Herbst startet. Für das Gesamtjahr 2003 erwartet Volkswagen aber einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses.

Brasilien und starker Euro vermiesen die Bilanz

Grund dafür seien unter anderem Sondereinflüsse durch Restrukturierungen in Brasilien, so das Unternehmen. 2002 hatte VW ein operatives Ergebnis von 4,76 Milliarden Euro verbucht. In Brasilien will VW wie bereits verkündet wegen Absatzschwierigkeiten 4.000 Stellen streichen.

Die VW-Aktie stieg trotz des Gewinneinbruchs bis zum Vormittag um 1,60 Prozent auf 36,88 Euro. Anleger hätten ihre schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigt gesehen, sagten Marktexperten.

Nach Angaben der Volkswagen AG war das erste Halbjahr insbesondere von Absatzrückgängen auf wichtigen Märkten und dem anhaltend hohen Kurs-Niveau des Euro gegenüber wesentlichen Währungen wie dem US-Dollar, dem britischen Pfund und dem japanischen Yen gekennzeichnet.

Alleine der starke Euro belastete das Ergebnis von Volkswagen nach Angaben eines Sprechers im ersten Halbjahr 2003 mit 800 Millionen Euro. Darüber hinaus hätten Anlaufkosten und Vorleistungen für neue Modelle das operative Ergebnis nach unten gezogen.

Chinaboom wird mit sechs Milliarden Euro belohnt

Im ersten Halbjahr 2003 sank der Umsatz um 2,8 Prozent auf 42,83 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis ging um 55,4 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro zurück. Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge sank um 1,6 Prozent auf 2,47 Millionen Stück. Dagegen stieg der Absatz leicht um 0,7 Prozent auf 2,51 Millionen Stück.

Nur auf dem Markt Asien-Pazifik (plus 41,5 Prozent) verbuchte VW bei der Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge ein Plus. Alleine auf dem wichtigen Exportmarkt China verkaufte der VW-Konzern im ersten Halbjahr mit 323.500 Fahrzeugen 51,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In China will VW sechs Milliarden Euro investieren, um seine dortigen Produktionskapazitäten bis 2008 zu verdoppeln.

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