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VW Financial - Gewinn sinkt weiter

Finanzkrise drückt Ergebnis von VW-Dienstleister

Foto: dpa 71 Bilder

Die Gewinne der Finanzdienstleistungssparte des Autobauers Volkswagen sind in Folge der Finanzkrise erneut geschmolzen. Das Vorsteuerergebnis lag 2009 mit 554 Millionen Euro rund 30 Prozent unter Vorjahr.

18.03.2010

Dieser Ergebnisrückgang ist vor allem durch die stark gestiegenen Risikokosten zu erklären, die aus der Finanzmarktkrise resultieren", sagte der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Financial Services AG (Braunschweig), Frank Witter, am Donnerstag (18.3.) in Frankfurt. Der Überschuss sank um fast ein Drittel auf 395 Millionen Euro. 2010 erwartet Witter ein "Ergebnis mindestens auf dem Niveau des Jahres 2009".

Absatzflaute drückt auf das Geschäft

Dank der Abwrackprämie und ähnlichen staatlichen Stützen in anderen Ländern konnte die VW-Tochter ihren Vertragsbestand um fast elf Prozent auf 6,03 Millionen steigern. Die Zahl der Neuverträge legte um 16,4 Prozent auf 2,79 Millionen zu.
 
Wegen der geringen Absatzerwartungen auf vielen Automärkten rechnet der Dienstleister in diesem und im kommenden Geschäftsjahr mit einer Stagnation des Neugeschäftes auf dem Niveau von 2009. Deutliche Chancen sieht der Vorstand in den Wachstumsmärkten China, Indien und USA.
 
Die Volkswagen Direktbank konnte ihren Kundenbestand von 812.000 auf 942.000 ausbauen. Die Einlagen kletterten sprunghaft um 42,7 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro.

Hohe Risikovorsorge belastet
 
Im vergangenen Jahr musste der nach eigener Darstellung "größte automobile Finanzdienstleister in Europa" seine Risikovorsorge von 360 Millionen Euro in 2008 auf 654 Millionen Euro kräftig anheben. Witter sagte: "In der Händlerfinanzierung führten die schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu einer steigenden Anzahl von Insolvenzen. Die dadurch erhöhten Ausfälle waren für uns ein nennenswerter Belastungsfaktor." Auch Refinanzierungsprobleme von Mittelständlern und ein geringes Verbrauchervertrauen hätten Spuren hinterlassen.
 
Im Kampf gegen die Flaute setzt das Unternehmen auf die Erschließung neuer Märkte und eine Stärkung des Leasinggeschäftes. Auch das Gebrauchtwagengeschäft soll ausgebaut werden, sagte Witter: "Hierbei verfolgen wir das Ziel der Marktführerschaft bei der Wiedervermarktung junger Gebrauchtwagen."
 
Die Volkswagen Financial Services AG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG und steuert mit 6.775 (Vorjahr: 6.639) Mitarbeitern das internationale Finanzdienstleistungsgeschäft für den Autokonzern. Das operative Geschäft in Deutschland übernehmen die Beteiligungsgesellschaften Volkswagen Bank GmbH, Volkswagen Leasing GmbH und Volkswagen Versicherungsdienst GmbH.

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