Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

VW gelingt Kickstart in USA

Fast alle deutschen Marken im Plus

Mittelklasse-Limousine VW US-Passat Foto: Christian Schulte

Für Volkswagen beginnt das Jahr 2012 auf dem wichtigen US-Automarkt so gut wie das Jahr 2011 geendet hatte. Die Verkäufe boomen, nun stellen die Wolfsburger neue Leute ein. Auch die meisten anderen deutschen Hersteller sind flott unterwegs.

02.02.2012 dpa

Volkswagen braust der Konkurrenz in den Vereinigten Staaten davon. Im Januar verkauften die Wolfsburger auf dem wichtigen Automarkt so viele Wagen wie seit 38 Jahren nicht mehr zu dieser Jahreszeit. Dagegen tat sich Branchenprimus General Motors schwer, die Kunden zum Kaufen zu bewegen. Der Absatz des Erzrivalen schrumpfte überraschend.

VW wurde 27.200 Autos seiner Stammmarke los, anderthalb mal so viel wie im Vorjahresmonat. "Unsere Wachstumsstrategie geht auf", sagte Nordamerika-Chef Jonathan Browning am Mittwoch (1.2.). Der deutsche Konzern hatte seine neuen Modelle auf den Geschmack der US-Kundschaft abgestimmt. Dazu senkte VW die Basispreise und sorgte mit einfallsreicher Werbung für Aufsehen, wie etwa beim Super Bowl, dem Finale der American-Football-Profiliga und wichtigstem Sportereignis der USA.

Die Wolfsburger stampften in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee sogar ein komplett neues Werk aus dem Boden, in dem der US-Passat gefertigt wird, der größer ist als sein europäischer Namensvetter. Angesichts des reißenden Absatzes steigert VW nun die Produktion und stockt dazu die Mannschaft um 200 Leute auf. Momentan arbeiten in der Fabrik rund 2.500 Menschen.

VW mit enormem Wachstumstempo

Allerdings haben auch die meisten anderen Autobauer gut zu tun, wenngleich VW mit seinem Wachstumstempo hervorsticht. Die US-Amerikaner sind in Kauflaune, seit die heimische Wirtschaft anzieht und die Arbeitslosigkeit zurückgeht. So konnte Chrysler seine Verkäufe im Januar um 44 Prozent hochschrauben auf den besten Wert seit 2008, Ford legte um 7 Prozent zu.

Eine Ausnahme war General Motors mit einem Rückgang um 6 Prozent. Dennoch übte sich US-Verkaufschef Don Johnson in Zuversicht: "Das Jahr ist stark gestartet." Mit knapp 168.000 Autos liegt der Opel-Mutterkonzern auf seinem Heimatmarkt tatsächlich meilenweit vor VW. Die Wolfsburger schließen allerdings zu den starken asiatischen Wettbewerbern auf.

BMW dank Mini im Plus

Auch die deutschen Premiumhersteller konnten ihre Verkäufe teils deutlich steigern. Die VW-Tochter Audi legte um 20 Prozent zu, Mercedes-Benz bei seinen Nobelkarossen um 24 Prozent, Porsche noch um 6 Prozent. BMW fiel indes ab und schaffte nur ein Plus von 3 Prozent. Die Münchener hoffen nun, dass die Mitte des Monats erscheinende neue 3er-Baureihe das Geschäft wieder antreibt. Da der Mini um über 21 Prozent zulegte, stand für den Konzern ein Plus von knapp sechs Prozent zu Buche.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden