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VW Golf 1.2 TSI

Abschied vom letzten Saugmotor

VW Golf 1.2 TSI Foto: Hans-Dieter Seufert 16 Bilder

Im VW Golf steht der Basismotor als letzter nicht aufgeladener Benziner vor der Ablösung. Künftig treibt der 1.2 TSI mit 85 PS das Einstiegsmodell des kompakten Wolfsburgers an. Was der Downsizing-Golf kann, lesen Sie in unserer Kaufberatung.

16.09.2010

Jetzt ist es so weit: Das von Volkswagen mit seinen TSI-Benzinern vehement voran-
getriebene Downsizing erreicht im VW Golf nun auch den letzten verbliebenen freisaugenden Benziner. Noch wird das Einstiegsmodell mit dem bewährten 1,4-Liter-Motor und 80 PS zu Preisen ab 16.825 Euro angeboten. Doch sein per Turbo aufgeladener Nachfolger ist als VW Golf 1.2 TSI bereits bestellbar und kostet ab 17 225 Euro. Unter der Haube steckt dann eine in der Leistung auf 85 PS reduzierte Version des bislang nur mit 105 PS lieferbaren 1.2 TSI-Direkteinspritzers.

VW Golf 1.2 TSI setzt ein Zeichen

Obwohl beim VW Golf die Nachfrage nach dem Einstiegsmotor seit der Einführung der TSI-Benziner mit 1,2 und 1,4 Liter Hubraum stetig zurückgegangen ist, betrug der Anteil in Deutschland zuletzt immer noch 15 Prozent. Mit dem neuen Basis-TSI setzt der VW Golf in der Kompaktklasse ein Zeichen, denn die Konkurrenz verwendet für die preissensiblen Einstiegsversionen unter 100 PS bislang ausschließlich kostengünstiger zu produzierende Saugmotoren.

Doch die Vorteile des kleinen Turbo-Direkteinspritzers fallen überaus deutlich aus und offenbaren sich bereits beim Blick auf das Datenblatt. Bei Verbrauch und  Emissionen unterbietet er den 80-PS-Benziner um 15 Prozent, der Normverbrauch des 1.2 TSI beträgt nur 5,5 statt 6,4 Liter pro 100 km, der CO2-Ausstoß 129 statt 149 g/km.

TSI-Golf beschleunigt besser als der Sauger

Gleichzeitig verspricht der neue Benziner im VW Golf 1.2 TSI bereits bei niedrigen Drehzahlen deutlich mehr Temperament für den bereits leer über 1,2 Tonnen wiegenden Basis-Golf. Schon beim Spurt von null auf 100 km/h (12,3 statt 13,9 Sekunden) nimmt er dem 1,4-Liter über eine Sekunde ab. Viel entscheidender ist im Alltag jedoch das Durchzugsvermögen.

Da der VW Golf 1.2 TSI nicht nur mehr Drehmoment (maximal 160 statt 132 Nm) auf die Kurbelwelle stemmt, sondern dies auch deutlich früher tut (ab 1.500 statt 3.800/min), soll er den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h laut Werksangabe in 14 statt bisher 22 Sekunden absolvieren. Damit bewegt sich der VW Golf 1.2 TSI in dieser Disziplin fast so flott wie die stärkere 105-PS-Version (13 Sekunden), die sich in Tests bereits als harmonische Golf-Antriebsquelle qualifiziert hat. Und es spricht viel dafür, dass dies für den schwächeren TSI im VW Golf ebenfalls gilt.

DSG-Getriebe für den VW Golf 1.2 TSI

Nicht nur kühle Rechner registrieren die kräftige Preisdifferenz von 1.450 Euro zwischen 85 und 105 PS im VW Golf 1.2 TSI, wobei sich die 85-PS-Variante allerdings mit einem Fünf- statt Sechsganggetriebe begnügt. Wer nicht selbst schalten will: Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gibt es im VW Golf nun auch für die Einstiegsmotorisierung.

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