Bei der Modellpflege des Golf Variant handelt es sich um ein klassisches Facelift, denn bis auf Scheinwerfer, Stoßfänger, Kotflügel und Motorhaube scheint alles beim Alten geblieben zu sein.
Das Interieur des VW Golf Kombi blieb fast unverändert
Am Heck hat sich gar nichts getan, und die um zwei Zentimeter geschrumpfte Länge - der vordere Stoßfänger ist etwas kürzer - fällt auch nicht ins Gewicht. Alter Wein in neuen Schläuchen also? Nein, denn die vielen Detail-Änderungen verbessern den Rucksack-Golf spürbar. Beim Öffnen der Tür fallen sofort die neuen Türdichtungen auf. Sie sollen das Geräuschniveau senken - genau wie die Windschutzscheibe übrigens, die über eine spezielle Kunststoffzwischenschicht zur Schalldämmung verfügt. Völlig neu ist der Armaturenträger, der nun mit dem des VW Golf VI identisch ist, und die Türtafeln wurden daran im oberen Bereich angepasst. Ansonsten blieb das Interieur unverändert.
Der VW Golf Variant ist leiser geworden
Für die erste Ausfahrt stand mit dem 105 PS starken 1,6-Liter-Common-Rail-TDI eine neue Motor-Variante zur Verfügung, die den bisher verwendeten 1,9-Liter-TDI ablöst. Trotz des erheblich kleineren Hubraums konnte das maximale Drehmoment von 250 Newtonmeter beibehalten werden, und so lässt sich der Vierzylinder von den 1.370 Kilogramm Leergewicht des Kombis auch nur wenig beeindrucken. Beinahe verzögerungsfrei und ohne nennenswertes Turboloch fährt der VW Golf Variant an und beschleunigt dann wacker. Dabei bleibt er bemerkenswert leise und wird in seinem Bemühen um ein niedriges Geräuschniveau von den verbesserten Türdichtungen und der geänderten Windschutzscheibe tatkräftig unterstützt. Viele kleine Maßnahmen wie besser abgeschirmte Kabeldurchführungen in der Schottwand oder Schallsperren in verschiedenen Hohlräumen tragen außerdem dazu bei, dass Wind- und Motorgeräusche kaum noch nach innen dringen.
575 Euro mehr für den VW Golf Variant als bisher
In diesem Punkt ist manch teureres Auto schlechter. Eine Enttäuschung ist das Standard-Fünfganggetriebe. Das liegt allerdings nicht an seinen mechanischen Qualitäten, denn die Schaltvorgänge laufen sehr sämig und auf kurzen Schaltwegen ab. Der einzige Nachteil ist der fehlende sechste Gang. Er könnte auf der Autobahn das Drehzahl-Niveau senken und so den Diesel-Konsum noch weiter drücken. Kein unnötiger Wunsch, selbst wenn der ECE-Verbrauch mit sehr niedrigen 4,5 L/100 km angegeben wird. VW will den überarbeiteten VW Golf Variant immerhin an jeden fünften Golf-Kunden verkaufen. Dabei werden mindestens 18.500 Euro fällig - 575 Euro mehr als bisher. Trotzdem scheint das Angebot für viele Interessenten attraktiv genug zu sein, denn der VW Golf Variant ist für 2009 bereits ausverkauft.


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