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VW Halbjahresbilanz

Gewinn verdreifacht sich

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Die weltweit gute Autokonjunktur hat dem Volkswagen-Konzern im ersten Halbjahr sprudelnde Gewinne beschert. Unterm Strich verdiente Europas größter Autobauer von Januar bis Juni knapp 6,5 Milliarden Euro, nach 1,9 Milliarden im Vergleichszeitraum.

28.07.2011 dpa

Das teilte VW am Donnerstag (28.7.) in Wolfsburg mit. Der Umsatz stieg um 25,8 Prozent auf 77,8 Milliarden. In der ersten Jahreshälfte verkaufte VW weltweit über vier Millionen Autos, 14,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. An der Börse fielen VW-Aktien dennoch ans Dax-Ende. Zeitweilig verloren die Titel mehr als 6 Prozent, weil positive Überraschungen ausblieben.
 
Im Gesamtjahr will Volkswagen über acht Millionen Autos an die Kunden bringen und damit zum bisherigen Spitzenduo von Toyota und General Motos aufschließen. Für das zweite Halbjahr sieht der VW-Vorstand zwar Risiken und erwartet eine etwas schwächere Entwicklung als in der ersten Jahreshälfte. Dennoch gehe VW davon aus, dass Umsatz und operatives Ergebnis deutlich über dem Vorjahr liegen werden. VW-Chef Martin Winterkorn bekräftigte: "Volkswagen ist robust genug, um auf der Überholspur bleiben zu können."

VW-Kriegskasse gut gefüllt

Die anhaltend hohe Nachfrage in strategisch wichtigen Märkten gebe dem Konzern Rückenwind, erklärte Winterkorn. Allein aus dem China-Geschäft flossen VW Gewinne in Höhe von 1,2 Milliarden Euro zu, die extra ausgewiesen werden und im operativen Ergebnis noch nicht enthalten sind. In China, Indien sowie Nord- und Südamerika geht VW von einer weiter positiven Entwicklung aus. In Europa werde aber die Schuldenkrise und das Ende der Abwrackprämien die Nachfrage nach neuen Autos in vielen Ländern belasten. Insgesamt erforderten die kommenden Monate einige Anstrengungen, um das hohe Niveau zu halten, sagte Winterkorn.
 
Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch hob hervor, dass neben der Absatzsteigerung auch die geringeren Produktkosten zu höheren Profiten beigetragen hätten. An der strikten Kosten- und Investitionsdisziplin müsse festgehalten werden. Die Produktion soll unter anderem durch die Weiterentwicklung des Baukastensystems mit gleichen Teilen für verschiedene Konzernmarken kostengünstiger werden. Die Kasse des Autoriesen blieb dabei gefüllt: Die flüssigen Mittel lagen trotz mehrerer Zukäufe mit 19,4 Milliarden Euro um 0,8 Milliarden über dem Stand Ende 2010.

Audi liefert dicke Gewinne ab

Zu dem hohen Konzernüberschuss hat auch die Neubewertung der Kaufoption für die restlichen Anteile des Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche beigetragen. Aber auch das operative Ergebnis konnte der Konzern im ersten Halbjahr von 2,8 auf 6,1 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Dazu trug die Kernmarke Volkswagen mit 2,1 Milliarden Euro bei, nach einer Milliarde im Vorjahr. Polo, Golf, Tiguan, Passat und Co. fanden von Januar bis Juni erstmals über zwei Millionen Käufer - im Vorjahr waren es mit 1,9 Millionen noch 300.000 weniger.
 
Der Mammutanteil am Ergebnis kam erneut von der Premiummarke Audi, die ihren Absatz um 15,3 Prozent auf 762.000 Autos steigerte. Sie verdiente damit operativ 2,5 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr mit 1,2 Milliarden. Die größeren und teureren Audis finden vor allem bei den neuen Reichen in Asien und dort vor allem in China reißenden Absatz. Insgesamt erholt sich das Segment der Luxusfahrzeuge. Auch die VW-Tochter Bentley legte um 42,2 Prozent  auf rund 3.000 Fahrzeuge zu und verringerte den operativen Verlust von 109 auf 17 Millionen Euro.

Seat bleibt Sorgenkind

Die tschechische Tochter Škoda blieb auf der Erfolgsspur. Bei einem um 21,3 Prozent auf 362.000 Autos gewachsenen Absatz verdiente sie 412 Millionen Euro, nach 227 Millionen im Vergleichszeitraum. Die spanische Tochter Seat legte leicht zu und reduzierte ihren Verlust von 157 Millionen auf 48 Millionen Euro.
 
Die Nutzfahrzeugsparte steigerte mit dem Anziehen der Konjunktur ihren Absatz um 36,9 Prozent auf 218.000 Fahrzeuge und verdiente damit 235 Millionen Euro. Bei der schwedischen Lkw-Tochter Scania kletterte der Absatz um 42,3 Prozent auf rund 40.000 Fahrzeuge, das Operative Ergebnis stieg um 28,8 Prozent auf 743 Millionen Euro.

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