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Karmann Insolvenz

Konkrete Pläne für VW-Einstieg

Foto: Karmann 37 Bilder

Volkswagen arbeitet nach einem Bericht der "Automobilwoche" am Montag (2.11.) mit Hochdruck an Plänen für den Einstieg bei Karmann. VW-Chef Martin Winterkorn lasse die Vergabe von Aufträgen für ein neues Golf Cabriolet und den künftigen Roadster BlueSport an Karmann prüfen, sagte ein VW-Manager der Branchen- und Wirtschaftszeitung.

02.11.2009

Den Bau kompletter Modelle bei dem Auftragsfertiger schloss der Insider jedoch aus, da Karmann zu teuer produziere. Der VW-Aufsichtsrat soll sich bald mit der Übernahme von Karmann für einen niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag befassen. Ein Sprecher von VW wollte den Bericht am Samstag (31.10.) nicht kommentieren.

VW braucht Karmann nicht

Volkswagen ist nach Angaben der Zeitung vor allem an der Engineeringkompetenz und am Werkzeugbau der Osnabrücker interessiert. VW-intern werde der Einstieg bei Karmann nicht als Notwendigkeit, sondern als Unterstützung gegenüber dem langjährigen Partner gesehen. VW brauche Karmann nicht, sagte der Volkswagen-Manager. Zudem sähen Branchenkreise eine VW-Beteiligung an Karmann als Gefälligkeit für den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU). Er sitzt im VW-Aufsichtsrat, hat in Osnabrück seinen Wahlkreis und war Volkswagen behilflich, die Übernahme durch Porsche zu verhindern.

Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" am Montag (2.11.) wollen auch leitende Karmann-Mitarbeiter Teile des Unternehmens retten. Für den Bereich Technische Entwicklung in Osnabrück prüften Führungskräfte die Möglichkeit eines Management-Buyouts. Aus Unternehmenskreisen heißt es dem Bericht zufolge, es liefen bereits Finanzierungsgespräche mit Banken. Das ums Überleben kämpfende Unternehmen verhandelt seit Wochen mit Auftraggebern über die Bezahlung offener Rechnungen, um die endgültige Schließung zu vermeiden.

Eine Zahlung schaffte Karmann Luft

In der vergangenen Woche hatte eine Zahlung dem Unternehmen nach Angaben eines Sprechers des Insolvenzverwalters ein wenig Luft verschafft. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters wies am Sonntag Vorwürfe zurück, wonach in seinem Auftrag ein verdeckter Ermittler die Belegschaft ausspioniert haben soll. Der externe Berater habe keine Mitarbeiter zur Denunziation angestiftet. Er habe eine eidesstattliche Versicherung vorgelegt. Darin habe er versichert, dass er bei seiner Beratertätigkeit nie gegen geltendes Recht verstoßen habe.

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