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Offiziell: VW I.D. Buzz kommt 2022

Der autonome Elektro-Bus wird gebaut

01/2017 VW I.D. Buzz Foto: Marcel Sommer 48 Bilder

In Detroit 2017 feierte die Studie des VW I.D. Buzz Weltpremiere, in Pebble Beach 2017 hat das Unternehmen jetzt die Serienproduktion für 2022 angekündigt. Der elektrische Bulli-Nachfolger in T6-Größe soll autonom fahren können und basiert auf dem modularen Elektro-Baukastens (MEB).

21.08.2017 Uli Baumann, Gerd Stegmaier, Gregor Hebermehl 5 Kommentare

Die Studie I.D. Buzz wird für die Serienproduktion weiterentwickelt. Diese Entscheidung hat VW beim Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach bekanntgegeben. Mit dem Start der Entwicklung für das Serienfahrzeug ist auch der Zeitplan fix: Der I.D. Buzz kommt nach dem kompakten Viertürer I.D. im Jahr 2022 auf die Straße. Mit dem I.D. Buzz und der gesamten I.D. Familie zielt Volkswagen vor allem auf die Märkte in Nordamerika, Europa und China. Neben dem VW I.D.Buzz als Personentransporter soll es auch einen I.D. Buzz Cargo geben, einen Elektrotransporter für einen emissionsfreien Lieferverkehr, der als Level-3-Fahrzeug auch hochautomatisiert fahren kann.

Die I.D.-Familie wächst

VW I.D. im FahrberichtSo fährt Volkswagens Zukunft

Der Kompaktwagen I.D., den VW auf dem Pariser Salon 2016 gezeigt hat, war nur der Anfang, wie vermutet plant Volkswagen eine ganze I.D.-Familie. Das zweite Modell debütiert als Studie auf der Detroit Motor Show 2017, mit einer Serienfertigung ist aber noch lange nicht zu rechnen. Der I.D. Buzz steht laut VW-Designchef Klaus Bischoff für alles, was die neuen Elektrofahrzeuge aus Wolfsburg verkörpern sollen: likeable (sympathisch), sensual (sinnlich) und innovative (innovativ). Laut Bischoff sieht der Serienfahrplan einen Elektrobus allerdings erst relativ spät vor. Vorrang hat ab 2020 ein Kompaktfahrzeug, dann kommt ein SUV und im Anschluss eventuell ein Bus.

Sitzprobe VW I.D. Buzz

01/2017 VW I.D. Buzz Foto: Marcel Sommer

Der Einstieg ist hoch und in den VW I.D. Buzz musst Du erstmal reinkommen – schließlich hast Du kein Lenkrad, an dem Du Dich festhalten kannst. In der Kabine angekommen, genießt Du die Aussicht von der sehr hohen Sitzposition. Ein längerer Druck auf das beleuchtete VW-Logo vor Dir und das Lenkrad löst sich aus dem Armaturenbrett. Der Volant ist weiß und viereckig und fasst sich gut an. Hier drinnen ist es ähnlich hell wie draußen, dem großen Sonnendach, den hellen Innenraum-Materialien und dem ebenso hellen Holzfußboden sei Dank. Der Fußraum ist luftig, die Pedale mit dem Stopp-Symbol auf der Bremse und dem Play-Symbol auf dem „Gas“ wirken ausgesprochen groß, modern und bequem.

Soll sich das Lenkrad wieder ins Armaturenbrett einfügen, reicht ein Druck auf das immer noch leuchtende VW-Logo – oder Aussteigen. Beim Aussteigen fährt das Lenkrad nämlich automatisch in seine Ausgangsposition. Kein Bildschirm sitzt vor dem Lenkrad, sämtliche Informationen werden per Head-up-Display großflächig in die Frontscheibe projiziert. Ungewöhnlich ist im ersten Moment, wie weit entfernt Dir die Projektion erscheint. Das liegt an der AR-Fähigkeit (AR: Augmented Reality) des Displays – so werden beispielsweise Abbiege-Pfeile gefühlt direkt auf dem Asphalt abgebildet.

Lümmeln statt sitzen

Die Sitze sind ausgesprochen weich, recht schmal und frei von jeglichem Seitenhalt – damit unterstützen sie den entspannt loungigen Charakter des I.D. Buzz und ersticken Gedanken an sportliches Fahren im Ansatz. Das Gestühl ist flexibel: Die Vordersitze lassen sich drehen und flach umklappen. Aus der schmalen Mittelkonsole des I.D. Buzz lässt sich ein Tablet klappen, über welches das Infotainment-System bedient wird. Ein weiterer Bildschirm sitzt dort, wo früher der Innenspiegel war – das Nach-hinten-sehen erledigt jetzt eine Kamera.

Auf der Rückbank des I.D. Buzz lässt sich prima lümmeln. Das durchgehende Sofa bietet rechts und links eine bequeme Armlehne und selbst ein Dreimeter-Mann (ja, 3,0 Meter) könnte wohl auf dem schicken Holzfußboden noch seine Beine ausstrecken.

Alle Modelle bauen auf dem neu entwickelten modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) auf. Beim I.D. bestand der aus einem Heckmotor (auf der Hinterachse) und einer großen Batterie zwischen den Achsen für bis zu 600 Kilometer Reichweit. Vorteil der Bauweise: kein großer Verbrennungsmotor im Vorderwagen, weit nach vorne reichende Frontscheibe, langer Radstand, viel Platz für Passagiere auf der flach bauenden Batterie zwischen den Achsen.

VW I.D. Buzz mit zwei Motoren

Davon soll natürlich auch ein Bus mit „multifunktionalem, variablem Innenraum“ besonders profitieren. Aber der I.D. Buzz geht einen Schritt weiter: Auf seiner Vorderachse sitzt ein zweiter Elektromotor, wie schon beim Budd-E, der Anfang 2016 auf der CES debütierte. Somit hat der Elektro-Bus Allradantrieb. Eine Technikvariation, die zeigt, dass der MEB auch für das geplante SUV gerüstet ist. Die beiden E-Motoren leisten jeweils 150 kW und sind mit einer elektrischen Kardanwelle gekoppelt. Die Systemleistung gibt VW mit 275 kW (374 PS) an. Damit soll der I.D. Buzz in knapp fünf Sekunden von Null auf 100 km/h spurten, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 160 km/h begrenzt. Per Schnelllader soll die 111 kWh große Batterie in 30 Minuten zu 80 % wieder aufgeladen werden können. Der MEB-Baukasten lässt als Antrieb aber auch einen 200 kW starken Heckmotor und eine nur 83 kWh große Batterie zu.

Das Design erinnert ab die Microbus-Studie

01/2017 VW I.D. Buzz Sperrfrist Foto: VW
Schmale Heckleuchten als Heckscheibenabschluss.

Beim Design lehnt sich der 4,94 Meter lange, 1,98 Meter breite und 1,96 Meter hohe I.D. Buzz eher an der Microbus-Studie als an den Budd-E an. Natürlich wird auch die Designikone T1 zitiert, von dem die Studie nicht nur die Zweifarbenlackierung erbt. Hinten trägt der I.D. Buzz praktische Schiebetüren, die den langen Radstand (3,30 Meter) gut nutzen, vorne sind es konventionell angeschlagene Türen. Dank des Elektroantriebskonzepts bietet der Buzz zwei Kofferräume. Unter der Fronthaube finden 200 Liter Gepäck Platz, im Heck können zwischen 660 und 4.600 Liter Ladegut gebunkert werden. Die hintere Ladekante liegt 600 mm hoch. Die Sitzlandschaft lässt sich vielfältig konfigurieren. Der Fahrersitz lässt sich drehen, die Sitze der zweiten Reihe lassen sich verschieben und zusammenklappen, die dritte Sitzreihe kann zur Liegefläche umgebaut werden. Wir hatten in Detroit die Möglichkeit, einen ersten virtuellen Blick in den I.D. Buzz zu werfen. Das Raumangebot scheint durch den extrem platzsparenden MEB-Vorderwagen wirklich gewaltig. Ist die zweite Sitzreihe eingeklappt und Reihe drei ganz nach hinten geschoben, passt gefühlt eine Tischtennisplatte ins Auto. Bei VW sprechen sie relativ offen davon, dass sich im I.D. Buzz auf der Grundfläche eines VW T6 das Platzangebot einen T6 mit langem Radstand realisieren lässt. Alle Hauben und Türen öffnen elektrisch. Die Heckklappe, die vorderen Türen und die Schiebetüren im Fond werden von außen über eine Sensorlösung geöffnet. Alle Beleuchtungselemente setzen auf LED-Technik und kommunizieren mit der Umwelt.

Der Buzz rollt auf 22-Zoll-Felgen mit 235/45er Reifen, die an elektronisch geregelten Dämpfern geführt werden.

Auch der I.D. Buzz soll autonom fahren können

VW I.D. Elektro-Bus Foto: Volkswagen
Wenn der I.D. autonom fährt, verschwindet das Lenkrad im Armaturenbrett. Technisch ist das aber noch Zukunftsmusik.

e auch beim I.D. von Paris ist auch der I.D. Bus nicht nur rein elektrisch, sondern auch voll vernetzt. So soll auch diese I.D. Studie in der Zukunft vollautomatisch fahren können. Ein leichter Druck auf das Volkswagen-Logo und das elektrisch versenkbare Lenkrad verschwindet im Cockpit. Wenn der Fahrer dann ohne Steuer entspannt, sollen Laserscanner (LiDAR), Ultraschall- und Radarsensoren sowie Kameras andere Verkehrsteilnehmer und das Umfeld erkennen und die Passagiere sicher von A nach B bringen. Diverse Bordeinstellungen können per App und persönlichem Profil vorkonfiguriert werden. Ein Augmented Reality-Display projiziert Infos dabei 7 bis 15 Meter virtuell dreidimensional vor den Wagen. Kameras ersetzen die Rückspiegel.

Was davon in Serie wirklich umgesetzt werden kann, müssen wir aber abwarten. Im Rahmen eines Design-Workshops im Vorfeld der Detroit Motor Show erlaubte VW-Designchef Klaus Bischoff einen kurzen Einblick in die Serienchancen von einigen schicken I.D. Buzz-Details. Erster Streichkandidat: Das elektrisch einfahrbare Lenkrad, kurz Lenkpad genannt, ist technisch noch komplett ohne Serienoption. Auch die die bündigen Glasflächen, die fast das komplette Buzz-Dach einnehmen, sind so schlicht (noch) nicht machbar. Dafür sehen die VW-Designer große Chance recycelte Materialien im Innenraum, die per Laser-Technologie bearbeitet und veredelt werden. Auch Stoffe aus dem 3D-Drucker sollen schon relativ bald serienreif sein.

Neuester Kommentar

VW wartet nur noch auf eine „Kuehlschrank-Ap“ , „Badewannen-Ap“, „Tuerschloss-Ap“, „Staubsauger-Ap“, „Muelleimer-Ap“, Tuerklingel-Ap“, und eine besonders wichtige „Werbe-Ap“ die die ganze Softwareentwicklung finanzierten soll … die sie dann in die Bulli – Software integrieren koennen.
Wenn man sich die teure Software dann aber nicht leisten will oder kann dann wird man sich vor jedem Fahrtantrit einen Werbefilm anschauen muessen sonst faehrt der Bus nicht los… gute Apple- Idee 🙂
Man muss in Zukunft ja alles vom „Auto“ aus und nicht vom „Tablet“ aus steuern koennen?!

Manfred10 11. März 2017, 22:35 Uhr
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