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VW-Karawane

Offroader Beduin und weitere neue Gölfe

Foto: Schulte-Nextline 6 Bilder

Update ++ Das Golf-Programm wird ausgebaut. Ein Quintett neuer Modelle ist im Anrollen - angeführt von einer Studie zum Kompakt-SUV Beduin mit Offroad-Design, wahlweise Front- oder Allradantrieb und Motoren bis 250 PS.

18.07.2005

In den nächsten Monaten dreht sich bei VW alles um den Golf V. Im Mittelpunkt wird eine Studie stehen, die zunächst auf der IAA debütieren sollte, nun aber erst in Detroit oder Genf 2006 gezeigt wird. Sie trägt voraussichtlich den Namen Beduin und kommt als Serienmodell Mitte 2007 zu Preisen ab 25.000 Euro auf den Markt kommen. Das allradgetriebene Coupé ist ein Vorbote des auf Sommer 2007 terminierten Golf SUV.

Die Serienversion wird aber im Unterschied zur Studie kein Zweitürer, sondern formal an den viertürigen Golf Plus erinnern. Anders als dieser verfügt er aber wie der Passat über den neuen Chromgrill und die arttypische Geländewagen-Optik. Letzte Retuschen sorgen dafür, dass der Beduin weniger kriegerisch und hochbeinig daherkommt als ursprünglich vorgesehen.
Dazu passt, dass es den Kompakt-SUV künftig nicht nur mit Allradantrieb (Technik wie beim Golf 4Motion), sondern auch nur mit Frontantrieb geben wird. Auch sonst orientiert sich das Auto bis auf die erhöhte Bodenfreiheit eng am Golf Plus, abgesehen davon, dass die Motorenpalette erst bei 140 PS (Diesel) und 150 PS (Benziner) startet. Spitzenmotor ist der 3,2-Liter-V6 mit 250 PS, der aber erst später zum Einsatz kommt.

Rund 25.000 Euro soll dieser Gelände-Golf kosten, je nach Ausstattung und Motorisierung aber auch mehr. Wer den Offroad-Look schätzt, oder gleich tiefer einsteigen möchte, muss freilich nicht verzagen: Im Sommer 2006 kommt ergänzend der Golf Cross, ein Normalo-Golf, der im Stil des Polo Fun einige der einschlägigen optischen Merkmale aufgreift als Golf für den Großstadtdschungel.

Neues Klappdach-Cabrio könnte Sun heißen

Eher flach als hoch präsentiert sich unterdessen das neue Cabrio, dessen auf der IAA ausgestellte Serienversion sich nur in wenigen Details vom Urentwurf unterscheiden wird.

Dabei ist die Frage, ob noch Golf oder schon mehr, durchaus berechtigt. Schließlich basiert das 4,4 Meter lange Cabrio nicht auf der üblichen Golf-Bodengruppe, intern PQ35 genannt, sondern auf einer Mischform aus PQ35 und PQ46 (Passat). Das zeigt sich außen in der Breite, die deutlich üppiger ausfällt. Ansonsten ist die technische Verwandtschaft mit dem Golf freilich ers-ten Grades. Das gilt auch für die Motoren: Benziner von 115 PS bis 200 PS, dazu der 140-PS-Diesel und für später auch der 3,2-Liter-V6 mit 250 PS.

Auf die vier Buchstaben wird VW beim Cabrio trotzdem verzichten. Der viersitzige Open-Air-VW soll nämlich weder Golf heißen, noch sich mit der Bezeichnung Cabrio begnügen. Gedacht ist vielmehr an eine eigene Modellbezeichnung, die höchstwahrscheinlich auf das heißeste aller Gestirne Bezug nimmt – angemessen auch deshalb, weil das Cabrio selbst geschlossen für sonnige Gemüter sorgen soll.

Im Stil der Zeit verfügt es über ein Dach aus Glas und Aluminium, das sich bei Bedarf in den Kofferraum zusammenfaltet, andernfalls aber vollen Coupé-Komfort bietet. Das Vorderteil dieser Konstruktion lässt sich aber auch wie ein Schiebedach handhaben. Die bei diesem Konzept zu Recht gern gestellte Frage nach dem Kofferraum: Offen schrumpft das Angebot auf 200 Liter, ansonsten winkt eine Ladevolumen von 400 Liter.

Mindestens 27.000 Euro soll das Vergnügen kosten, weniger war auch nicht zu erwarten (Auslieferung ab Frühjahr 2006). Gleiches ließe sich von einer weiteren Golf-Neuheit sagen, die ebenfalls auf der IAA ins Rampenlicht treten wird. Golf-Fans frohlocket: Die R32-lose Zeit ist vorbei, der Neue steht vor der Tür (lieferbar ab Oktober). Dabei hat sich an der Rezeptur nichts geändert: Allradantrieb, 3,2-Liter-V6-Motor, 250 PS und ein muskelbetontes Outfit, künftig wahlweise als Zwei-oder Viertürer.

Für rund 35.000 Euro ist man dabei, diesmal sogar ohne Zähneklappern, denn in Anbetracht der real existierenden Straßenverhältnisse soll der R32 spürbar besser federn. Mittelfristig (2007) sind aber auch PS-Zugaben nicht ausgeschlossen: Hinter dem Vorhang wartet die zunächst nur im Passat verbaute 3,6-Liter-Version des V6 mit satten 280 PS.

Derweil werden auch Golf-Sportler, denen das alles schon zu üppig, zu schwer oder gar zu verweichlicht vorkommt, keineswegs vergessen. Als rabiatere Alternative zum R32 trainiert in der Versuchsabteilung zurzeit ein verschärfter GTI mit Frontantrieb und Differenzialsperre, mit abgespeckter Leichtbaukarosse und 240 Turbo-PS (Vorstellung im Sommer 2006).

Comeback des Golf GTD - allerdings mit 170 PS

Der Drang zu mehr Sportlichkeit hinterlässt auch beim Diesel seine Spuren. Stichwort GTD: Die beim Golf I und II übliche Modellbezeichnung für den Dynamik-Diesel feiert auf der IAA Wiederauferstehung. Wo GTD draufsteht, sind künftig 170 PS drin, wobei sich der Golf diese Variante des Zweilitermotors mit dem Passat teilt (null auf 100 km/h in 7,8 Sekunden, Spitze 227 km/h). GT-mäßig mit Maschengrill auch die Aufmachung, allerdings fällt der Lufteinlass vorn kleiner aus als beim GTI. Der GTI soll unverwechselbar bleiben.

Die drängende Frage nach dem Partikelfilter wird der neue Topdiesel mit einem uneingeschränkten Ja beantworten. Ansonsten überwiegt bei den Golf-Dieseln vorerst noch das Nein: Rund 550.000 Dieselmotoren will VW 2005 produzieren, aber nur 150.000 Filter können geliefert werden. Damit ist klar, dass das Gros der Dieselmodelle noch nicht serienmäßig, sondern nur auf Wunsch entstaubt werden kann. Für den Golf 2.0 TDI (140 PS) gibt es diese Option ab Herbst (565 Euro), der Rest muss bis 2006 warten.

Davon unbelastet ist bekanntlich der Benziner, was seine Marktchancen durchaus verbessern könnte. Ein neues Motorenkonzept, mit dem VW zur IAA an den Start gehen wird, dürfte ein weiteres tun: Der erstmals im Golf eingesetzte Vierzylinder verfügt zwar nur über kümmerliche 1,4 Liter Hubraum, aber er hat die Kraft der zwei Herzen – ein mechanischer Lader plus (in Reihe geschaltet) ein Turbolader helfen dem Kleinen derart auf die Sprünge, dass er fast schon mit Otto-Motoren doppelter Größe mithalten kann. Allerdings bei niedrigerem Verbrauch.

170 PS schafft der neue FSI-Motor, der in Zukunft die Leistungslücke zwischen dem Zweiliter-Sauger (150 PS) und dem Zweiliter-Turbo (200 PS) schließen soll. Und das ist nur der Anfang: Eine schwächere Version mit 140 PS befindet sich in Vorbereitung, weitere FSI-Motoren mit Doppelaufladung auf Basis des 1,6-Liter- und Zweiliter-Vierzylinders mit rund 195 PS und 240 PS sollen in den kommenden Jahren folgen.

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