Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

VW

Keine weiteren Kürzungen

Ungeachtet neuer Rückschläge bei den Neuzulassungen sieht Europas größter Autobauer keinen Bedarf für weitere Produktionskürzungen. "Im Moment sieht unsere Programmplanung keine weiteren Kürzungen vor", sagte VW-Chef Bernd Pischetsrieder in der Mitarbeiterzeitung "Autogramm".

10.09.2004

Allerdings seien zuverlässige Prognosen wegen der unsicheren Konjunkturlage nicht möglich. Seinen preisgünstigen Kleinwagen Fox, der im kommenden Frühjahr für unter 10.000 Euro auch in Europa auf den Markt kommen soll, will VW auch künftig in Brasilien bauen.

Im Vorfeld der anstehenden Tarifrunde, die am kommenden Mittwoch beginnt, sagte Pischetsrieder: "Ich hoffe für alle auf ein Ergebnis, das finanziellen Erfolg und damit Arbeitsplätze nachhaltig sichert." Der Konzern dürfe nicht darauf warten, "bis uns das Wasser bis zum Hals steht". Zu Kostensenkungen gebe es keine Alternative.

Erst in diesem Sommer hatte VW wegen der Flaute auf dem Automarkt die Werksferien um eine Woche verlängert. Nach der jüngsten Zulassungstatistik des Kraftfahrtbundesamt (KBA) schrumpfte der Marktanteil der VW-Gruppe im August von 30,3 auf 29,9 Prozent. Der Auftragseingang im August habe mit 40.000 Fahrzeugen aber schon wieder um acht Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen, erklärte VW.

Neue Konkurrenten bergen keine Gefahr

Pischetsrieder befürchtet auch nicht, dass die neue Mercedes A-Klasse und der BMW 1er den Golf gefährden können. Das US-Geschäft werde sich 2005 mit den Modellanläufen bei Passat und Bora/Jetta erholen. In Europa und Deutschland will VW mit dem in Südamerika erfolgreichen Fox wieder ein Auto unter 10.000 Euro anbieten. Europaweit wird ein Absatzpotenzial von jährlich 100.000 Wagen erwartet. Derzeit ist der Lupo mit einem Grundpreis von 10.150 Euro das günstigste Modell der Marke VW.

Die "Bild"-Zeitung berichtete unterdessen, ein Billig-Auto wie der Fox könne auch bei VW in Deutschland Jobs retten, wenn er zu einem Sondertarif wie das Modell Touran gebaut werde. Ein Konzernsprecher sagte dazu: "Richtig ist, dass wir den Fox in Brasilien bauen. Und dabei wird es bleiben." Zu künftigen Produkt-Planungen äußere man sich grundsätzlich nicht. Im Übrigen sei es Ziel des Konzerns, die "Kosten zu senken, um Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern".

VW hatte mit dem Modell "5000x5000" vor einigen Jahren neue Wege in der Tarifpolitik beschritten. Der Touran wird von den Beschäftigten außerhalb des VW-Haustarifvertrags zu einem geringeren Monatslohn von rund 2.550 Euro montiert. In den anstehenden Tarifverhandlungen strebt VW an, den - verglichen mit dem Flächentarifvertrag - höheren Haustarifvertrag ab 2005 generell auslaufen zu lassen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige