Im Gegenzug wolle der japanische Konzern bis zur Hälfte des erhaltenen Kaufpreises in Volkswagen-Aktien investieren.Volkswagen zahlt für den Einstieg beim japanischen Autobauer Suzuki 1,7 Milliarden Euro. Ob Europas größter Autokonzern den Anteil später möglicherweise erhöht, wollte der Sprecher nicht sagen. Die Eigenständigkeit beider Unternehmen solle im Rahmen der Partnerschaft gewahrt bleiben. Synergien sollen unter anderem bei der Entwicklung und Produktion von innovativen und umweltfreundlichen Kleinwagen entstehen.
Suzuki verschafft VW Vorteile in Asien
Suzuki baut unter anderem kleinere Geländewagen und Motorräder. Volkswagen kann sich mit der Partnerschaft eine bessere Position in den asiatischen Automärkten verschaffen. Bereits zur Internationalen Automobil-Ausstellung IAA im September hatte es massive Spekulationen über einen baldigen VW-Einstig bei Suzuki gegeben.
Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Behörden. Sie solle im Januar 2010 abgeschlossen werden, kündigte VW an.
VW-Einstieg bei Suzuki geschickter Schachzug
Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hält den Einstieg von VW bei dem japanischen Autobauer Suzuki für eine geschickte Strategie, um an die Weltspitze vorzurücken. "Damit haben sie den Schlüssel, weltweit die Marktführerschaft zu erringen", sagte Dudenhöffer der Deutschen Presse-Agentur dpa. Suzuki ist vor allem bei günstigen Kleinwagen stark. "In Wolfsburg kann VW die nicht entwickeln", sagte Dudenhöffer. Das Segment sei aber der am schnellsten wachsende Bereich in der Autowelt. Dudenhöffer geht davon aus, dass VW in den nächsten fünf bis zehn Jahren Suzuki komplett übernehmen wird. Sehr geschickt sei es auch, den Kauf zur Hälfte mit Aktien zu bezahlen.




