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VW-Konzernabend auf dem Genfer Autosalon 2015

Neue Sportwagen, Studien und Familienautos

03/2015 VW Group Night 2015 Genf Foto: Stefan Baldauf 44 Bilder

Am Vorabend des Genfer Autosalons 2015 präsentiert der VW-Konzern zahlreiche neue Sportwagen wie zum Beispiel den letzten Bugatti Veyron, den neuen Audi R8 oder den Lamborghini Avantador SV. Daneben stellen sich VW Caddy, Touran und Skoda Superb erstmals vor. Wie es beim Thema Design in Zukunft weitergeht, zeigt die Studie Concept Sport Coupé GTE.

02.03.2015 Gerd Stegmaier, Thomas Gerhardt

Alle wollen zum Konzernabend von VW. Zumindest platzt die Halle Secheron, unweit des Ufers des Genfer Sees aus allen Nähten. Ganz unten an der Bühne stehen die, die oben keinen Platz mehr gefunden haben. Gemischt mit denen, die irgendwann auf die Bühne müssen. So etwa Audi-Chef Rupert Stadler, der auf der Treppe hinter uns Stellung bezieht und zu seinen Kommunikationskollegen sagt: "Irgendwann sollte mir noch jemand sagen, wann ich dran bin!" Kurze Beratung, dann weiß einer: "Nach den Nutzfahrzeugen! Nummer fünf oder sechs." "Nach den Nutzis? Alles klar!", sagt Stadler. Später gesellt sich noch Skoda-Chef Winfried Vahland zu ihm auf die gut besetzte Treppe.

Los geht's mit Porsche und dem Cayman GT 4. Vorgefahren wird der von Porsche-Chef Müller. Das frischgebackene VW-Vorstandsmitglied ist sichtlich stolz auf die sportliche Kreuzung aus GT3 und GTS und gibt die gemessene Rundenzeit für die Nordschleife bekannt: 7:40 Minuten. Passend präsentiert er den gelben Flitzer im dunkleblauen Porsche-Motorsport-Pulli überm weißen Hemd ohne Schlips. Mehr Infos zum neuen Porsche Cayman GT4 gibt es hier.

Der nächste Auftritt gehört Seat-Vorstandschef Jürgen Stackmann. Er zeigt mit der Studie Vison 2020 ein kompaktes SUV-Modell auf Basis des Leon und kündigt an: "We will Leonize the Brand." Mehr Infos zum neuen Kompakt-SUV der Spanier gibt es hier.

Lamborghini Aventador SV prozt mit 750 PS

Jetzt wird es laut in der Halle. Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann fährt den Lamborghini Aventador SV auf die Bühne. Mit 750 PS ist der Super Veloce 50 PS stärker, mit zusätzlichen Carbon-Teilen zudem 50 kg leichter als das normale Modell.

Im Anschluss stellt Wolfgang Dürheimer den letzten von insgesamt 450 gebauten Bugatti Veyron vor und macht schon mal neugierig auf den Nachfolger. Der soll wieder von der W16-Maschine angetrieben werden, dabei aber noch stärker und noch exklusiver sein. Alle Infos zum letzten Bugatti Veyron – dem La Finale – lesen Sie hier.

Rupert Stadler aufgepasst! Jetzt kommen die "Nutzis". Der neue VW Caddy darf auf die Bühne. (Sitzprobe VW Caddy). Mehr als 1,5 Millionen Einheiten des mobilen Handwerker-Lieblings liefen mittlerweile vom Band. Der Neue soll die Erfolgsgeschichte fortsetzen. Am Ende der Caddy-Präsentation steigt Stadler die drei Treppenstufen herab und wartet am Rand der Bühne auf seinen Auftritt am neuen R8. Der wird weiterhin von einem V10 befeuert - und sieht ehrlich gesagt auch gar nicht viel anders aus als Generation 1. Immerhin informiert er seinen Fahrer wie der TT über ein volldigitales Instrument. Den Prologue Avant darf Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg vorstellen.

Bentley zeigt optischen Leckerbissen

Das optische Highlight des Abends rollt Bentley auf die Bühne. Der EXP 10 Speed 6 (erste Sitzprobe von dem spektakulären Bentley) sieht aus wie ein Continental GT auf Testosteron. Der Zweisitzer soll einerseits zeigen, in welche Richtung sich die Modellpalette der englischen Traditionsmarke erweitern könnte und andererseits in welche Richtung sich das Design der Briten verschärfen wird. Da sieht der Bentley Continental GT trotz frischem Facelift plötzlich ganz alt aus. Als Wolfgang Dürheimer den EXP 10 verabschiedet kommt auch Winfried Vahland die Treppe herunter.

Und hat einen kurzen Auftritt mit dem inzwischen hinlänglich bekannten Skoda Superb (Sitzprobe).

Anschließend zeigt Heinz-Jakob Neusser die neue Generation des VW Touran. Der Kompaktvan wurde komplett neu entwickelt und basiert jetzt auf dem Modularen Querbaukasten. Mit mehr Außenlänge und einem verlängerten Radstand soll er seinen Besitzern nun noch mehr Platz bieten. Alle Infos zum neuen Kompaktvan gibt es hier. Welche Richtung die Wolfburger beim Design gehen werden, zeigt das Conceptcar Sport Concept Coupé GTE, Und auch der VW Passat kommt noch zu Ehren, er wurde wenige Stunden zuvor zum Car of the Year gekrönt.

Winterkorn fordert mehr Mut und Innovationen

Zum Ende der Veranstaltung wendet sich Volkswagen-Vorstandschef Martin Winterkorn an das Publikum. "Volkswagen ist Innovationsschmiede und baut bereits heute die Autos von Morgen", sagt Winterkorn. Mit 57 Modellen habe der Konzern die größte Flotte, die die CO2-Grenze von 95 g/km erfüllt. Der Konzern investierte im vergangenen Jahr 11,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung – auch in die Elektrifizierung der Mobilität. Winterkorn fordert von Europa deshalb mehr Innovationskraft und -mut. Der Automobilstandort Europa müsse auch die Technologie des automatisierten Fahrens entschlossen vorantrieben. Und durchaus überraschend erklärt Winterkorn: "Wir begrüßen das Engagement von Apple und Google im Automobilbau".

Während Winterkorns abschließender Worte stehen Stadler und Vahland, zwei seiner möglichen Nachfolger, schon wieder einträchtig auf der Treppe. Vahland eine Stufe über Stadler.

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