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VW-Kritik

Pischetsrieder agierte zu langsam

Foto: VW

Der entscheidende Grund für den Abgang des VW-Chefs Bernd Pischetsrieder ist das Tempo der Sanierung bei der Kernmarke Volkswagen.

08.11.2006

Pischetsrieder habe die nötigen Maßnahmen nicht entschieden genug durchgesetzt, hieß es (8.11.) aus Aufsichtsratskreisen. "Was da lief, war nicht flott genug", hieß es.

Nach weiteren Medieninformationen ist der Rücktritt von VW-Chef Bernd Pischetsrieder vom Präsidium des VW-Aufsichtsrates erzwungen worden. In der Sondersitzung am Dienstag hätten sich fünf der sechs Mitglieder gegen Pischetsrieder ausgesprochen, berichtete die Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Focus" unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Als Begründung wurde ein gestörtes Vertrauensverhältnis zu dem VW-Chef genannt.

Insbesondere die Arbeitnehmervertreter hätten gegen Pischetsrieder argumentiert, weil sie sich in den Ende September abgeschlossenen Verhandlungen über das Sanierungsprogramm für die Kernmarke VW schlecht behandelt gefühlt hätten. Allein Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) habe sich auf der Sitzung für den VW-Chef ausgesprochen.

Pischetsrieder habe in der Sondersitzung des sechs Mitglieder zählenden Gremiums zunächst bekräftigt, dass er als Vorstandsvorsitzender des größten europäischen Autobauers weitermachen wolle und erklärt, das Unternehmen sei auf gutem Weg. Erst als der VW-Chef gemerkt habe, dass eine klare Mehrheit gegen ihn war, habe er sich bereit erklärt, zum Jahresende zurückzutreten. Aus Rücksicht auf das Unternehmen wolle er eine öffentliche Debatte um seine Person und einen Machtkampf innerhalb des Konzerns vermeiden, heißt es in "Focus" online.

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