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VW

Lohnkosten müssen runter

VW will zur Sicherung der Arbeitsplätze in Deutschland seine Arbeitskosten bis 2011 um fast ein Drittel senken. Ein VW-Sprecher bestätigte am Samstag (1.5.) entsprechende Überlegungen.

03.05.2004

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" geht Personalvorstand Peter Hartz mit einem umfangreichen Forderungspaket in die am 10. Mai startenden Verhandlungen zum neuen VW-Haustarif: "Die Arbeitskosten müssen bis zum Jahr 2011 um rund 30 Prozent runter", sagte Hartz.

Sein Konzept dürfte "für einige Gewerkschafter starker Tobak" sein, meinte Hartz. Die VW-Tarifpolitik für die anstehende Verhandlungsrunde habe einen schlichten Titel: 176.544. "Das ist die Summe all unserer Konzern-Arbeitsplätze in Deutschland. Wenn wir diese Jobs im Land halten wollen, und das wollen wir, müssen wir konkurrenzfähiger werden."

Der VW-Sprecher sagte, die Pläne stünden im Zusammenhang mit dem verschärften Sparkurs bei Volkswagen. Der Gewinn des Wolfsburger Autokonzerns war 2003 und auch im ersten Quartal 2004 drastisch eingebrochen. Der Entgelttarifvertrag bei VW läuft Ende September aus.

Hartz sagte dem "Spiegel", die Brutto-Löhne bei VW sollten zwar auf dem heutigen Niveau bleiben. "Um die Kosten zu reduzieren, müssen wir aber noch flexibler und besser werden - bei der Arbeitszeit, bei der Entlohung und in der Weiterbildung".

Wie bereits bekannt, will Hartz bei VW eine "demographische Arbeitszeit" einführen. Diese soll es Jüngeren erlauben würde, künftig deutlich mehr als die bisher bei VW üblichen rund 30 Stunden pro Woche zu arbeiten, damit sie im Alter weniger lange am Band stehen müssen.

Hartz sagte dem Nachrichtenmagazin zudem, Überstunden sollten erst ab der 40. Stunde bezahlt werden. Rund 30 Prozent des Lohns sollten künftig für einen Großteil der VW-Beschäftigten an das Betriebsergebnis gekoppelt werden. Zudem möchte Hartz die Kosten für Qualifizierung und Weiterbildung zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern teilen.

Die IG Metall hat hingegen mögliche finanzielle Einschnitte für die VW-Beschäftigten abgelehnt. IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine erteilte am Sonntag (2.5.) "allen Ansätzen zu Niedriglohn und Deregulierung" eine Absage. Meine begrüßte die Absicht von VW, alle zur Zeit bestehenden Arbeitsplätze des Unternehmens im Inland zu sichern.

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