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VW-Machtkampf

Cromme wirft hin

Foto: dpa

Der Machtkampf im VW-Aufischtsrat eskaliert. Nach der umstrittenen Wahl von Horst Neumann zum Personaldirektor will Gerhard Cromme die Brocken im Aufsichtsrat des Autobauers offenbar hinwerfen.

16.11.2005

Thyssen-Krupp-Chef Cromme hatte schon zum Kreis der Kritiker gezählt, die nach dem bekannt gewordenen Einstieg von Porsche bei Volkswagen aufgrund eines möglichen Interessenskonfliktes den Rücktritt von Ferdiand Piëch als VW-Aufsichtsratsvorsitzender gefordert hatten. Die Wahl des IG-Metall Wunschkandidaten Horst Neumann, der am 1. Dezember die Nachfolge von Peter Hartz als Arbeitsdirektor bei VW antreten soll, hat für Cromme nun offenbar das Fass zum Überlaufen gebracht.

Unterstützt von zehn Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat boxte Piëch die Personalie Neumann durch. Seither, sagt ein VW-Insider, "ist hier richtig Feuer unterm Dach." Das Vorgehen Piechs wird als Affront gegen Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff gewertet, der sich als Vertreter des VW-Großaktionärs Niedersachsens bis zuletzt gegen Neumann ausgesprochen hatte. Als schwer angeschlagen gilt seit der Machtdemonstration Piëchs der VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder. Der machte nach der Wahl des 56-jährigen Neumann zwar gute Miene zum Machtkampf im Aufsichtsrat und sprach zunächst von einer guten Wahl für VW. Zumindest intern hatte sich Pischetsrieder gegen Neumann ausgesprochen. Dass dieser von Piëch dennoch mit Unterstützung der Arbeitnehmerseite gewählt wurde, gilt als schwere Nierderlage für Pischetsrieder.

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