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VW

Neuer Golf kommt früher

Foto: Schulte-Nextline

Im Zuge der VW-Sanierung soll der neue Golf ein Jahr früher als geplant auf den Markt kommen und preiswerter gefertigt werden. Der Golf VI solle bereits von Mitte 2008 an verkauft werden, hieß es am Samstag (11.3.) in Unternehmenskreisen.

13.03.2006

Der Golf ist das wichtigste Modell des Wolfsburger Autobauers. Nach einem "Spiegel"-Bericht will Markenchef Wolfgang Bernhard zudem die Lohnkosten drücken. Unterdessen berichtete der "Focus", im Machtkampf an der Volkswagen-Spitze habe sich Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch bei Vorstandschef Bernd Pischetsrieder entschuldigt.

Piëch hatte die anstehende Verlängerung des Vertrags von Pischetsrieder als "offene Frage" bezeichnet und auf eine starke Opposition der Arbeitnehmervertreter hingewiesen. Dies war als Demontage Pischetsrieders durch Piëch gewertet worden.

Bei der Produktion des neuen Golf will Markenchef Bernhard nach dem Bericht des "Spiegel" teure Fehler seiner Vorgänger ausmerzen. Der Golf V ist seit dem Herbst 2003 auf dem Markt. In Unternehmenskreisen hieß es, bei der Fertigung des Golf VI gebe es noch erhebliches Potenzial, um Kosten einzusparen. Zudem solle das Modell eine "deutlich andere Optik" erhalten. Ende 2007 wolle VW eine "Modelloffensive" starten. Dabei dürfe der neue Golf, der ursprünglich 2009 auf dem Markt kommen sollte, nicht fehlen. VW gab dazu keine Stellungnahme ab.

Mehr Produktivität kostet Jobs

Wie der "Spiegel" weiter berichtete, sollen die VW-Arbeiter künftig für das gleiche Geld 35 statt 28,5 Stunden arbeiten. Die Lohnkosten bei VW lägen derzeit bei 54,69 Euro pro Stunde. Bei der VW-Tochter Audi seien es 40,65 Euro. Weil dann mehr Fahrzeuge gebaut werden könnten, für die es kaum Absatzchancen gebe, müssten mindestens 20.000 Stellen in Deutschland gestrichen werden. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Die Konzernspitze hatte Mitte Februar ein tief greifendes Sanierungsprogramm für die ertragsschwache Marke VW angekündigt. Davon könnten in den kommenden drei Jahren rund 20.000 Beschäftigte betroffen sein, hieß es. Zu den Schwerpunkten des Programms zählen etwa geringere Arbeitskosten und eine Neuordnung der Komponentenfertigung. Die Volkswagen-Spitze sieht ohne die
grundlegende Sanierung der Kernmarke VW die Zukunft des gesamten Konzerns in Gefahr.

Im Machtkampf in der VW-Führung hat Aufsichtsratschef Piëch nach einem Bericht des "Focus" Vorstandschef Pischetsrieder versichert, er stehe hinter ihm und werde im Aufsichtsrat auch für einen neuen Vertrag stimmen. Piëch habe Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) - den beiden Vertretern der Großaktionäre - versichert, er habe Pischetsrieder nicht schaden und nur auf den Widerstand der Arbeitnehmervertreter hinweisen wollen. Am 20. April soll in einer Sondersitzung des Aufsichtsrats über die Verlängerung des Vertrags für Pischetsrieder abgestimmt werden.

Sowohl Wiedeking als auch Wulff hätten verlangt, Piëch dürfe keine weiteren Angriffe machen, was dieser auch zugesagt habe, so der "Focus". Piëch habe zudem gesagt, er wolle sich in Gesprächen mit den Betriebsräten für Pischetsrieder stark machen, und nicht für seinen Favoriten, Audi-Chef Martin Winterkorn. Ein VW-Sprecher wollte zu dem Bericht nichts sagen.

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