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VW-Neuheiten

Cross Golf, Facelifts und Co.

Foto: Schulte-Nextline 7 Bilder

Dem gefragten Cross-Polo folgt ein zweites Auto im Offroad-Look - der Cross-Golf. Zusätzliche VW-Neuheiten: Touareg- und Touran-Facelift, Passat R36 und Scirocco.

29.08.2006

Etwas jugendliche Unvernunft und der Mut, in brachliegende Nischen zu gehen, sollen auf den Erfolgspfad zurückführen: VW will nicht länger nur für nüchterne, rationale Werte stehen - darum debütiert der Bestseller Golf jetzt im Offroad-Look.

Cross-Golf heißt einer der Stars auf dem Pariser Auto Salon Ende September und soll damit an den großen Erfolg des gleichnamigen Polo-Pendants anknüpfen: Jeder achte verkaufte Polo trägt heute bereits das Cross-Outfit. Basis des neuen Lifestyle-Gefährts ist der Golf Plus, der preislich knapp unter dem Cross rangiert. Besondere Kennzeichen sind der um 15 Millimeter geliftete Aufbau und die rustikaler wirkenden Anbauteile. Radläufe und untere Türbereiche sind in Anthrazit abgesetzt, vorn und hinten lugt der Unterfahrschutz hervor - in Alu-Optik, genau wie Reling und Außenspiegel. 17-Zoll-Bereifung ist Serie, 18-Zöller gibt es als Extra. J

ung und frisch wirkt auch das Interieur mit Sitzbezügen und Türverkleidungen, die auf die Außenfarben abgestimmt sind. Allradantrieb oder ein vorderes Sperrdifferenzial bekommt der Cross- Golf, der in Wolfsburg gefertigt wird, nicht. Technisch wäre die Aufrüstung zur 4-Motion-Version jedoch möglich, weil die Serieneinführung des so genannten Haldex 4 auch für den konventionellen Golf bevorsteht. Die nächste Stufe des Allradantriebs mit elektronischer Lamellenkupplung wird deutlich preiswerter als bisher sein. Die Motorenausstattung orientiert sich ebenfalls am Golf Plus - sie reicht vom neuen 1,4-Liter mit 80 PS bis zum 2.0 FSI mit 150 PS, wahlweise mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Den starken 2.0 TFSI wird es für den Cross-Golf nicht geben, auch das Leistungsspektrum der Diesel reicht nur bis 140 PS.

Facelift für den Touran

Ein weiterer, sehr erfolgreicher Ableger der Golf-Familie ist der Touran. Der kleine Minivan wurde im Frühjahr 2003 auf den Markt gebracht - mit eher biederem Design. Dies wird nun geändert und auf dem Pariser Salon präsentiert. Dank der attraktiveren Frontpartie im Stil des Eos ist das Facelift sofort erkennbar. Auch das Heck wird aufgefrischt und bekommt LED-Leuchten wie Golf Plus und Cross-Golf.

Dem Touran vorbehalten bleibt eine automatische Einparkregelung: Sie lenkt das Auto selbsttätig in die Parklücke und soll rund 500 Euro kosten. Einen Ausflug in extravagantes Design leistet sich VW mit der Wiederbelebung der Scirocco-Idee, die unter dem Namen Iroc als Studie vorgestellt und imagemäßig zwischen Golf und Passat angesiedelt wird. Einige der starken, sparsamen Benzinmotoren, die derzeit in Vorbereitung sind, werden dem Zweitürer zugute kommen. Die Arbeiten an einem 1.6 TSI mit 150 PS sind in der Endphase. Wie beim 1.4 TSI verdichten hier ein Kompressor und ein Turbolader die Ansaugluft. "Aufgeladene Motoren in mehreren Leistungsstufen sind eine relativ einfache Übung“, erklärt Aggregatechef Rudolf Krebs, "und die Benzin-Direkteinspritzung schreit geradezu nach Aufladung.“ In Vorbereitung sind weitere aufgeladene 1,8- und Zweiliter. Hier darf also noch viel mehr erwartet werden. Anders bei den Dieseln: Die Doppelaufladung liegt derzeit auf Eis, weil die Umstellung von der bisherigen Pumpe-Düse- auf Common-Rail-Einspritzung erst einmal Priorität hat. Der Scirocco erhält als Krönung noch stärkere Motoren: den 2.0 TFSI mit 240 PS und den 3.6 V6 FSI mit 280 PS, beide serienmäßig mit DSG-Getriebe. Später könnte ein aufgeladener 2,5- Liter-Reihenfünfzylinder mit über 300 PS für eine Hochleistungs-Spitzenversion folgen.

Facelift für Toureg und neuer Diesel-Reihenmotor mit 230 PS

Mit Hochdruck wird bei VW außerdem an einem Dreiliter-V6-TDI mit 230 PS und 500 Nm gearbeitet - der erste Diesel auf Basis einer VR-Konstruktion. Zuerst soll er 2009 im Passat, dann im Scirocco kommen. Auch bei Audi ist sein Einsatz geplant: im A3 und vielleicht auch im TT Coupé, den beiden Varianten mit Quermotor.

Schon in diesem Herbst steht das Facelift des erfolgreichen Touareg an, der seit vier Jahren in Riesenstückzahlen die Fertigungsstraße in Bratislava verlässt. Nach der Premiere in Paris startet der Verkauf Anfang 2007 mit frischerer Innenausstattung, hochwertiger wirkenden Scheinwerfern, flacheren Lufteinlass-Öffnungen, neu gestalteten LED-Heckleuchten sowie schlankeren Außenspiegeln und aerodynamisch ausgefeilten Spoilern, die messbar weniger Verbrauch bringen sollen. Das Motorenprogramm für den Touareg ändert sich kaum: Der 2,5-Liter- Reihenfünfzylinder-Diesel mit 174 PS bleibt genauso im Programm wie sein großer Bruder, der Fünfliter-V10- TDI, für den eine Leistungssteigerung von 313 auf 330 PS bevorsteht. Beide Diesel haben serienmäßig Partikelfilter. Angeboten im Touareg wird weiterhin der Dreiliter-V6-TDI (224 PS) mit Partikelfilter, nicht aber der V8-TDI von Audi. Einstiegs-Benziner ist mittlerweile der 3,6-Liter-V6-FSI mit 280 PS, darüber angesiedelt ist der 4,2- Liter-V8-FSI. Der im Touareg wie im Q7 mit Direkteinspritzung versehene Motor leistet 350 PS. Und der W12 bleibt auf besonderen Kundenwunsch im Angebot. Emotionalität hat häufig auch mit Sportlichkeit zu tun. Darum gibt es Nachwuchs bei den R-Modellen, mit denen VW die meisten Modellfamilien krönen will: Dem Golf R32 folgt im Mai 2007 der Passat R36 als Limousine und Variant, erstmals gezeigt Ende November auf der Motorshow in Essen. Er bekommt ein deutlich angeschärftes Exterieur mit einer von gebürstetem Alu dominierten Front, heruntergezogenen Schürzen, weit ausgestellten Radhäusern, 18- und 19-Zoll-Rädern mit Hochleistungsbremsen, dazu sportliche Sitze und ein attraktiveres Cockpit. Sein direkteinspritzender 3,6-Liter-VR6 hat sich bereits auf dem US-Markt bewährt. Im Passat R36 leistet er nicht 280, sondern 300 PS. Damit übertrifft er den einstigen Spitzen-Passat, den W8 mit 275 PS. Die Modell- und Technikoffensive ist aber noch nicht zu Ende. Dass Volumenfahrzeuge mit starken, sparsamen Antrieben und trendige Nischenautos der richtige Weg in die Zukunft sind, ist nicht nur als Einsicht gut – sondern auch als Aussicht.

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