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VW-Neuordnung

Aktionär fordert Müller-Rücktritt

Matthias Müller Foto: VW

Volkswagen plant als Folge des Abgasskandals einen großen Umbau des Konzerns. Bis zum Anfang 2016 soll die Zentrale in Wolfsburg stärker von den Tochterunternehmen getrennt und auch verschlankt werden. Unterdessen fordert eine große Fondsgesellschaft den Rücktritt von Müller.

13.11.2015 Holger Wittich

Die Fondsgesellschaft Union Investment fordert einen abermaligen Wechsel an der Spitze des Volkswagen-Konzerns, um den Abgasskandal zu bewältigen, meldet die FAZ. Es wäre besser, wenn Volkswagen auf externe Führungskräfte setze, um Management und Aufsichtsrat zu leiten. Am dringlichsten sei es, das Vertrauen am Kapitalmarkt zurückzugewinnen. Das sei aber mit der gegenwärtigen Führung nicht möglich. Diese sei durch ihre lange Zeit im Unternehmen vorbelastet.

VW-Design kostet jährlich 100 Millionen Euro

Beim angestrebten konzernumbau soll nach informationen des Handelsblatt der Rotstift in der Designabteilung von Walter de Silva angesetzt werden. Dieses Ressort soll jährlich 100 Millionen Euro verschlingen. Unterdessen hat VW gegenüber auto motor und sport bestätigt, das VW-Chefdesigner de Silva das Unternehmen verlässt - wohl auch wegen der angedrohten Sparmaßnahmen.

Große Messe-Partys werden gestrichen

Auch im Bereich Marketing wird es bei Volkswagen Abstriche geben. "Pompösen Partys am Vorabend der wichtigen Messen in Frankfurt, Genf und China", sollen gestrichen werden, so das Handelsblatt. Alleine dadurch würden 24 Millionen eingespart.

Mitte des Jahres soll zudem die von VW-Chef Matthias Müller angekündigte "Strategie 2025" vorliegen. Die soll unter anderem eine Neuordnung bei den Pkw beinhalten – insbesondere bei den Modellen, die sich Konkurrenz machen. Insider rechnen mit Widerstand bei den einzelnen VW-Marken.

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