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VW-Paefgen

"120 g sind undenkbar"

Foto: dpa

Die Autohersteller in Deutschland sehen keine Chance, die geplante Einführung einer CO2-Obergrenze von 120 Gramm pro Kilometer einzuhalten. Franz-Josef Paefgen, bei VW für die Konzernforschung zuständig, sagte auf dem World Mobilitiy Forum der Motor Presse in Stuttgart dazu, dass dieser Wert für Deutschland "undenkbar" sei.

30.01.2007

Paefgen machte seine Aussage an den steigenden Sicherheitsanforderungen und dem Trend zu schwereren Fahrzeugen fest: "120 Gramm pro Kilometer, egal ob pro Fahrzeug oder als Flottendurchschnitt, sind in Deutschland undenkbar." Paefgen hält diese Grenze auch für volkswirtschaftlich sinnlos. "Um diese Grenze einzuhalten, müssen wir pro Tonne eingespartes CO2 480 Euro ausgeben. Dieselbe Menge CO2 lässt sich durch Wärmedämmung bei Häusern für nur zwei Prozent dieser Kosten einsparen."

Im Streit um die Obergrenzen könnte noch in dieser Woche eine Entscheidung in Brüssel fallen. Alexandra Langenheld, Nationale Expertin für erneuerbare Energien bei der EU in Brüssel, sagte auf dem Forum, die EU-Kommission diskutiere derzeit die Möglichkeit, die freiwillige Selbstverpflichtung in eine gesetzliche Regelung zu überführen. Eine Entscheidung könnte noch in dieser Woche fallen. Zugleich habe die Kommission in der vergangenen Woche zur Verringerung des CO2-Ausstoßes den Vorschlag gemacht, den Anteil von Biokraftstoff am gesamten Kraftstoffverbrauch in den 26 Mitgliedsländern bis 2020 auf zehn Prozent zu steigern. Ob diese Regelung eingeführt wird, berate der Rat auf dem EU-Gipfel im Frühjahr 2008.

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