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VW Passat Zukunft

Die nächste Generation des VW Passat

VW Passat Foto: Christian Schulte 23 Bilder

Große Modellpflege oder nächste Generation? VW kleidet den Passat auf der bisherigen Plattform entsprechend der aktuellen Markenmode neu ein. Zahlreiche Modifikationen sollen die Mittelklasse-Baureihe für die nächsten Jahre fit halten.

05.09.2010 Peter Wolkenstein

Mit dem Rezept hat VW schon beim letzten Golf-Modellwechsel gute Erfahrungen gemacht: Der neue VW Passat, der im Herbst auf dem Pariser Salon vorgestellt wird, basiert zwar auf dem aktuellen, intern B6 genannten Modell. Allerdings fällt die Überarbeitung so umfangreich aus, dass VW von einer neuen Passat-Generation (B7) spricht. Der Radstand fällt länger aus, die Überhänge sind kürzer. 

VW Passat mit verbesserten Gesamtkomfort

Dafür präsentiert sich die Karosserie nahezu komplett modifiziert, selbst die Türbleche blieben nicht unangetastet, weil die Sicke über den Türgriffen nicht mehr der aktuellen VW-Formensprache entspricht. An der Front verschwindet der verchromte Plakettengrill, der 2005 mit dem VW Passat B6 als baureihenübergreifendes Designmerkmal eingeführt wurde. Er weicht dem von VW Golf und VW Polo bekannten Markengesicht - inklusive markanter, in die Scheinwerfer integrierter Tagfahrleuchten. Mehr Eleganz und optische Wertigkeit in Verbindung mit einem weiter verbesserten Gesamtkomfort lautet das Ziel. Unter dem Blech investierten die Entwickler viel Feinarbeit in das Thema Geräuschentwicklung, um der selbstgesteckten Vorgabe möglichst nahe zu kommen: den Passat zum leisesten Modell seiner Klasse zu machen. Diese Komfort- und Qualitätsoffensive soll das neben dem Golf wichtigste Modell der Wolfsburger näher an Premiumkonkurrenten wie Mercedes C- und E-Klasse heranbringen und die klassischen Mittelklasse-Mitstreiter wie Opel Insignia oder Ford Mondeo auf Abstand halten.

Einfluss der Oberklasse macht sich bemerkbar

Das gilt auch für Modelle aus dem eigenen Konzern - wie den nächsten, deutlich größeren VW Jetta oder den technisch verwandten Skoda Superb, speziell als Kombi. Schließlich spielt der Variant unangefochten die Hauptrolle im VW Passat-Programm. Mit dem Plus an äußerer Eleganz dürfte die Limousine jedoch wieder an Attraktivität gewinnen - zuletzt kam sie hierzulande auf weniger Zulassungen als die wesentlich teurere VW Passat CC-Variante. Das erst 2008 eingeführte viertürige Coupé bleibt vom Modellwechsel unberührt, erhält aber nächstes Jahr ein kleines Facelift. Dabei orientiert sich die VW Passat CC-Frontpartie künftig stärker an dem soeben überarbeiteten Topmodell VW Phaeton. Der Einfluss der Oberklasse macht sich beim VW Passat auch bei den Fahrer-Assistenzsystemen bemerkbar. Hier rüstet Volkswagen weiter auf - mit Fernlicht- und Spurwechselassistent, einer Kamera zur Tempolimit-Erkennung oder der jüngsten Generation des Parklenkassistenten, die den VW Passat selbstständig in nahezu jede passende Lücke rangieren soll.

Motorenpalette bleibt fast unverändert

Wenig Handlungsbedarf besteht hingegen beim Antriebsangebot des VW Passat. Bei den Vierzylinder-Benzinern reicht die durchgehend aufgeladene TSI-Palette wie bisher vom 1,4-Liter mit 122 PS über den 160 PS starken 1,8-Liter bis zum neuen Zweiliter mit nun 211 statt bislang 200 PS. Bei Bedarf bietet diese Triebwerk noch Potenzial nach oben, um die Lücke zum weiterhin angebotenen 3,6-Liter-V6 mit 300 PS zu schließen, denn der 3.2 FSI (250 PS) entfällt. Die Dieselmotoren, die beim VW Passat Variant 70 Prozent der Verkäufe ausmachen, wurden bereits komplett auf Common-Rail-Technik umgestellt. 1,6 und zwei Liter groß, leisten die Vierzylinder 105, 140 und 170 PS und werden wieder um einen besonders schadstoffarmen Blue TDI ergänzt. Ebenfalls weiterhin zu haben: der 150 PS starke, Ecofuel genannte Erdgas-Turbo, Allradantrieb und DSG-Automatikgetriebe.

VW Passat gehört zu den sparsamsten Modellen seiner Klasse

Trotz der fast unveränderten Motorenpalette konnte der CO2-Ausstoß weiter reduziert werden - etwa durch den erweiterten Einsatz von Start-Stopp-Systemen und geänderte, auf die drehmomentstarken Turbomotoren optimierte Getriebeübersetzungen. Obwohl der VW Passat schon bislang zu den sparsamsten Modellen seiner Klasse gehört, zählt hier jedes Gramm. Immerhin gilt es, die Führungsposition auf dem Flottenmarkt zu verteidigen - und dort nimmt die Bedeutung des CO2-Ausstoßes stetig zu. Falls entsprechende Nachfrage besteht, lässt sich die Motorenpalette an den Rändern noch ausdehnen. Als Ersatz für den im Frühjahr aus dem Programm genommenen 1,6-Liter-Saugbenziner mit 102 PS stünde der 1.2 TSI bereit, den VW etwa auch im ähnlich schweren VW Touran einsetzt. Und als Diesel-Topversion käme - inklusive Siebengang-DSG - der Zweiliter-Vierzylinder mit Doppelaufladung aus dem VW Multivan in Frage, wo er mit derzeit 180 PS längst noch nicht ausgereizt ist.

Bei den Ausstattungslinien entfällt Sportline, das Angebot beschränkt sich künftig auf Trend-, Comfort- und Highline, erweitert um Exclusive- und sportliche R-Line-Pakete. Nicht zum Marktstart Anfang November, sondern erst für 2011 ist mit einem optisch rustikal angehauchten VW Passat Variant 4Motion ein weiterer Ableger angedacht. Mit diesem Rezept - siehe Polo- und Golf Cross - hat VW ebenfalls schon gute Erfahrungen gemacht.

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