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VW passt Strategie an

Foto: dpa

Update ++ Der Autobauer Volkswagen passt angesichts der Branchenkrise seine Langfrist-Strategie 2018 an und will in den nächsten beiden Jahren neue umweltfreundlicher Autos auf den Markt bringen.

20.11.2008

VW peile neue ökologische Maßstäbe an und veranschlage dafür in den kommenden Jahren jährlich mehr als acht Milliarden Euro an Investitionen in neue Modelle und Technologien, teilte der Autobauer am Donnerstag (20.11.) in Wolfsburg mit. An diesem Freitag kommt der Aufsichtsrat zu seiner jährlichen Planungs- und Strategierunde zusammen. Dann will VW-Chef Martin Winterkorn seine Vorhaben vorstellen.

Die mit der "Strategie 2018" formulierten Ziele blieben aber auch angesichts der Marktbedingungen bestehen und würden vom Vorstand bekräftigt, hieß es in der Mitteilung von VW weiter. Gerade jetzt komme es darauf an, den eingeschlagenen Kurs energisch fortzusetzen und Wettbewerbsvorteile konsequent auszubauen. Das weiter entwickelte Strategieprogramm "Mach 18 plus" solle für alle neun Marken des Konzerns neue Zeichen setzen. Angesichts der Lage auf den Automärkten überprüfe VW zudem konzernweit Investitionen und Ausgaben.

VW war von der Krise zwar bisher noch weniger betroffen als viele seiner Konkurrenten. Aber auch VW blickt mit Sorgen ins nächste Jahr. Winterkorn hatte daher bereits angekündigt, die Kostenbremse müsse konsequent angezogen und nicht unbedingt notwendige Investitionen zurückgestellt werden. Der Konzern werde sich nicht abkoppeln können von der Entwicklung, sagte Winterkorn. Im kommenden Jahr werde auch VW unter den schrumpfenden Märkten leiden.

Winterkorn geht aber dennoch davon aus, den Marktanteil steigern zu können. VW setzt vor allem auf eine moderne Modellpalette, Kleinwagen und verbrauchsarme Varianten der beliebtesten Autos. "Wir werden auf jeden Fall besser als der Wettbewerb abschneiden", sagt der VW-Chef.

Mit der "Strategie 2018" hatte Winterkorn kurz nach seinem Amtsantritt 2007 unter anderem Toyota den Kampf angesagt. VW will den japanischen Konkurrenten sowohl beim Absatz wie auch beim Erlös überrunden. Bis 2018 will VW 11,2 Millionen Autos verkaufen - 2007 waren es 6,2 Millionen. Dabei soll der Absatz der Kernmarke von 3,6 Millionen 2007 auf mindestens 6,5 Millionen Autos wachsen und die Produktivität jedes Jahr um zehn Prozent steigen.

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