VW plant starkes Wachstum in Russland

Der Autokonzern Volkswagen plant ein starkes Wachstum im aufstrebenden russischen Automarkt und erwägt eine Erweiterung seines Werks in Russland.

Konzern-Vertriebschef Detlef Wittig sagte am Rande der Automesse in Moskau, in ein bis zwei Jahren werde in dem Werk in Kaluga südwestlich von Moskau die volle Produktionskapazität von 150.000 Autos erreicht. Angesichts der rasant steigenden Nachfrage in Russland müsse VW überlegen, die Fabrik in Kaluga zu erweitern.

Wittig bekräftigte, der VW-Konzern wolle in den kommenden Jahren in Russland Marktführer werden. Dazu sei ein Marktanteil von mehr als zehn Prozent notwendig. Bisher erreicht VW einen Anteil von knapp vier Prozent. Nach einem Konzernabsatz in Russland von rund 80.000 Fahrzeugen im vergangenen Jahr will VW im laufenden Jahr rund 145.000 Autos an Kunden ausliefern. Dabei sollen rund 66.000 Autos aus dem Werk in Kaluga kommen, der Rest wird importiert. 2009 oder 2010 sollen rund 200.000 Autos in Russland verkauft werden, ein oder zwei Jahre später dann 250.000 bis 300.000 Fahrzeuge.

Abgespeckte Polo-Version für Russland

Wittig kündigte an, VW wolle in ein oder zwei Jahren eine "abgespeckte" Version des Polo zu einem günstigen Preis auf den russischen Markt bringen. In diesem Segment sei VW bisher noch nicht gut vertreten. "Mit dem Polo aus Westeuropa kann man hier keinen Blumentopf gewinnen." Mit einer Polo-Version speziell für den russischen Markt komme VW zudem in Preisregionen, in denen der Autobauer bisher nicht vertreten sei.

VW kündigte außerdem an, das Händlernetz in Russland in den kommenden Jahren massiv auszubauen und vor allem auch in die einzelnen Regionen zu gehen. Bisher ist VW vor allem in den Ballungszentren Moskau und St. Petersburg vertreten.

Volkswagen war im Vergleich zu anderen Autobauern erst spät massiv auf den russischen Markt eingestiegen. Dazu sagte Wittig: "Wir sind später dran als andere, aber haben kein Geld versenkt." Im Unterschied zu Wettbewerbern ging VW kein Gemeinschaftsunternehmen mit einem russischen Hersteller ein, sondern hatte ein eigenes Werk gebaut.

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dpa

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