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VW Polo ab 2008 nur aus Spanien und Belgien

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VW will seinen Kleinwagen Polo künftig nur noch in Spanien und Belgien produzieren und die Polo-Fertigung im slowakischen Bratislava aufgeben.

06.11.2007

Damit würde VW erstmals die Produktion aus einem osteuropäischen Standort wieder komplett zurück nach Westeuropa verlagern. 

Produktionsvorstand Jochem Heizmann erklärte: "Vorbehaltlich der Zustimmung durch unseren Aufsichtsrat Mitte November werden wir den VW Polo ab Frühjahr 2008 nicht mehr wie bisher auch in Bratislava bauen, sondern vollständig nach Pamplona und Brüssel verlagern. Das hat rein wirtschaftliche Gründe. Es lohnt sich nicht, die gesamte Polo-Produktion auf drei Standorte zu zerstreuen."

2006 wurden nach Informationen von auto motor und sport rund 77.400 Polo in Bratislava gefertigt, daneben 232.100 in Pamplona und 6.200 in Brüssel.

Neben dem Polo produziert VW in Bratislava noch die Geländewagen Audi Q7 und VW Touareg sowie weite Teile des Porsche Cayenne. Ob nach dem Abzug der Polo-Fertigung ein neues Modell in Bratislava gebaut werden soll oder die frei werdende Kapazität für die bestehenden Modelle genutzt wird, wollte Heizmann nicht sagen.

Eine generelle Vertiefung der Zusammenarbeit mit Porsche - bis hin zum Abarbeiten von Porsche-Auftragsspitzen in Audi- oder VW-Werken - zieht Heizmann in Erwägung: "Das ist möglich. Schließlich arbeiten wir bereits erfolgreich in Bratislava zusammen."

VW Up zwischen 6.000 und 9.000 Euro

Noch keine Entscheidung gefallen ist, wo der künftig Kleinwagen unterhalb des Polo auf Basis der Studie Up gebaut wird. "Sicher ist, dass wir für eine Produktion dieses Fahrzeugs einen kostengünstigen Standort benötigen", so Heizmann. "Wir prüfen gerade, an welchem Standort eine Fertigung zu wettbewerbsfähigen Kosten möglich ist. Eine Entscheidung steht aber noch nicht fest." Auf keinen Fall werde der Kleinwagen in China oder Indien produziert und nach Westeuropa exportiert. "Nein, nach Westeuropa wäre die Distanz zu groß. Allerdings prüfen wir, ob der Kleinwagen in diesen Ländern gefertigt und regional exportiert werden kann." Der Preis für den Up werde "je nach Markt und Ausstattung zwischen sechs- und neuntausend Euro" liegen.


Ein Billigwagen werde der Up auf keinen Fall. "Auch unser Kleinstwagen wird kein Billigauto, sondern ein echter Volkswagen. Ein Billigauto für 3.000 Euro ist für uns in der heutigen Struktur nicht interessant, denn unsere Mindestansprüche an Qualität und Sicherheit ließen sich nicht kostendeckend einhalten."

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