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VW Polo im Vergleich

Der kleine Golf und seine Konkurrenten

VW Polo gegen Opel Corsa, Skoda Fabia und Ford Fiesta Foto: ams 23 Bilder

Mit dem Trend zum Kleinwagen in Zeiten der Abwrackprämie rückt auch der neuen VW Polo in den Fokus. Lohnt sich der Umstieg auf den Polo oder sind die Konkurrenten Ford Fiesta, Opel Corsa und Skoda Fabia die bessere Alternative?

21.03.2009 Peter Wolkenstein

Obwohl er mit der älteste unter den Kleinwagen war, rangierte der VW Polo bis zum Schluss in seiner Klasse an der Spitze der Zulassungsstatistik. Damit der Nachfolger diese Führungsrolle weiterspielen kann, hat Volkswagen mit dem Modellwechsel einen kleinen VW Golf auf die Räder gestellt. Speziell von vorn sieht er dem großen Bruder sehr ähnlich, und mit dessen Qualitäten in Sachen Effizienz, Komfort und vor allem Wertigkeit soll auch der Polo seinesgleichen in die Schranken weisen.

Noch nicht im Handel erhältlich

Doch noch steht der Neue nicht bei den Händlern, die Markteinführung erfolgt erst Ende Juni. Er ist zwar schon bestellbar, aber vorerst nur als Viertürer mit einem eingeschränkten Motorenangebot. Interessenten müssen sich also noch gedulden - oder sich bei der Konkurrenz umsehen.

Geringes Größenwachstum

An den Abmessungen ändert sich durch den Modellwechsel kaum etwas, trotz geringfügiger Ausdehnung in Länge (plus fünf Zentimeter) und Breite (plus drei Zentimeter) bleibt der neue VW Polo wie Ford FiestaOpel Corsa und Skoda Fabia noch knapp unter der Vier-Meter-Grenze. Ein deutlich verbessertes Platzangebot darf man deshalb nicht erwarten, doch besonders eng ging es auch im Vorgänger nicht zu. Die besten Plätze sind naturgemäß vorn, aber auch im Fond fühlen sich zwei Erwachsene recht kommod untergebracht.

Das Gepäckraumvolumen fasst mit 280 Liter bei nicht umgelegter Rückbank zehn Liter mehr als bisher und bewegt sich damit nach wie vor im klassenüblichen Rahmen - der Konzernbruder Fabia etwa wartet mit 300 Liter auf. Hinsichtlich der Variabilität hat der VW Polo keine Fortschritte gemacht: Bei der Basisversion Trendline kostet eine geteilt umlegbare Rücksitzlehne extra, eine verschiebbare Rückbank gibt es auch nicht gegen Aufpreis. Wer hierauf besonderen Wert legt, muss sein Augenmerk auf Mitstreiter wie den Toyota Yaris oder speziell den Honda Jazz richten. Auf 3,90 Meter Länge stehen im vanartigen Jazz mindestens 428 Liter Gepäckraum und eine hochvariable Rückbank zur Verfügung.
 
Vier Motoren zum Start
 
Wie üblich erweitert Volkswagen nach einem Modellwechsel das Motorenangebot erst nach und nach. So führt die Preisliste des neuen Polo vorerst nur drei Benziner und ein Diesel, wovon lediglich der 75 PS starke 1,6-Liter-TDI mit Common-Rail-Einspritzung brandneu ist. Die beiden Dreizylinder-Benziner mit 60 und 70 PS stammen aus dem Vorgänger, der 85 PS starke Vierzylinder kommt bereits im Konzernbruder Seat Ibiza zum Einsatz. Noch für dieses Jahr sind zwei weitere TDI-Leistungsvarianten mit 90 und 105 PS sowie ein neuer, ebenfalls 105 PS starker TSI-Benziner angekündigt. Dieser turboaufgeladene 1,2 Liter-Vierzylinder glänzt mit einem Normverbrauch von 5,5 Liter auf 100 Kilometer. Abgasseitig erfüllen alle Motoren die Euro 5-Norm, was bei den Konkurrenten noch längst nicht der Fall ist.

Opel Corsa (1.0) und Fabia (1.2) vertrauen bei der Einstiegsmotorisierung ebenfalls auf einen 60 PS starken Dreizylinder, während im Basis-Fiesta ein Vierzylinder die gleiche Leistung entwickelt. 5,5 Liter für den schwächsten Polo-Antrieb sind im Vergleich zum neuen 1.2 TSI keine Glanzleistung, auch wenn Fiesta und Corsa auch nicht sparsamer sind; der 60 PS-Fabia verlangt auf dem Papier gar noch einen knappen halben Liter mehr. In dieser Disziplin zeigt mit 4,9 Liter der Toyota Yaris 1.0 mit 69 PS-Dreizylinder, was derzeit machbar ist. Auch mit dem derzeit stärksten Benziner, dem 1,4-Liter mit 85 PS, kann der neue Polo mit 5,9 Liter Verbrauch im Klassenumfeld keine Akzente setzen.

Sparsamer Common-Rail-TDI

Anders sieht es mit dem neuen Vierzylinder-Diesel aus, bei dem der Partikelfilter nun zum Serienumfang gehört. Hier rangiert der 75 PS starke VW Polo TDI mit einem maximalen Drehmoment von 195 Nm ab 1.500/min und 4,2 Liter pro 100 Kilometer ganz vorn in dieser Leistungsklasse - zusammen mit dem gleich großen Ford Fiesta TDCi. Speziell der Fabia fällt hier aus der Reihe. Er tritt noch mit dem altbekannten, rau klingenden Dreizylinder-TDI mit Pumpe-Düse-Einspritzung an, dem es weniger an Drehmoment (195 Nm bei  2.200/min), sondern vielmehr an Laufkultur mangelt.

Zudem konsumiert er in Kombination mit dem aufpreispflichtigen Partikelfilter im EU-Zyklus über einen halben Liter Diesel mehr als der Polo. Wer den VW in diesem Punkt unterbieten will, muss beim Fabia (als Greenline) wie beim Opel Corsa (mit aufpreisfreiem CO2-Paket) die verbrauchsoptimierte Öko-Version wählen. Der vergleichbare VW Polo Blue Motion mit 75 PS rollt erst 2010 zu den Händlern, markiert dann jedoch mit 3,3 Liter Verbrauch einen neuen absoluten Bestwert in dieser Klasse. Für die noch 2009 folgende 90 PS-Version wird VW ebenfalls ein Blue-Motion-Paket anbieten, das den Verbrauch von 4,2 auf 3,6 Liter senken soll - ein Zehntel weniger als Ford für den gleichstarken Fiesta Econetic angibt.
 
DSG-Getriebe auch im Polo

Mit dem Modellwechsel zieht in den Polo erstmals auch das hochgelobte DSG-Automatikgetriebe ein. Kombinieren lässt es sich - wie übrigens auch beim Seat Ibiza - mit dem 1,4-Liter-Benziner und künftig auch mit dem 1.2 TSI sowie dem 90 PS-TDI. Eine vergleichbare Getriebetechnik bietet sonst keiner der schärfsten Konkurrenten, selbst Skoda als Volkswagentochter kann den Skoda Fabia nur mit einer Wandler-Automatik liefern. Im Gegensatz zu den Selbstschaltern von Ford Fiesta und Corsa verfügt die Fabia-Automatik jedoch über sechs Stufen. Im Opel Corsa steht als preisgünstige Alternative noch das automatisierte Schaltgetriebe Easytronic zur Verfügung.    
 
Auch bei den angebotenen Motoren bietet der Opel das breiteste Spektrum. Bei den Benzinern reicht das Angebot bis zum extrem sportlichen Corsa OPC mit 192 PS, bei den Dieseln bis 125 PS. Wann VW einen Polo GTI nachschiebt, ist noch nicht bekannt, aber auch Ford und Skoda verzichten bislang auf eine besonders leistungsstarke Sportversion. Alternativen zum Corsa gibt es auf diesem Gebiet dennoch reichlich, wie etwa den Alfa Mito, die Fiat Grande Punto Abarth , den Renault Clio Sport oder den Peugeot 207 RC .

ESP zählt jetzt zum Serienumfang
 
Der VW Polo stand bislang nicht in dem Ruf, besonders viel Ausstattung für wenig Geld zu bieten. Die neue Generation kostet trotz eines verbesserten Serienumfangs je nach Motorisierung immerhin etwas weniger als der Vorgänger. So zählt der Schleuderschutz ESP wie beim Fiesta nun zur Grundausstattung, was in dieser Klasse noch keine Selbstverständlichkeit ist. Nicht nur Opel (400 Euro) und Skoda (300 Euro) verlangen hierfür Extrageld. Doch dafür sind beim Fabia seitliche Vorhangairbags im Preis enthalten, die bei Corsa, Ford Fiesta und Polo noch zusätzlich geordert werden müssen. Ein komplettes Sicherheitspaket mit sechs Airbags und ESP wie etwa der Hyundai i20 bietet jedoch keiner der vier Kontrahenten serienmäßig.
 
Teurer als die Konkurrenz
 
Mit einem Einstiegspreis von 12.885 Euro für den 60 PS-Viertürer verlangt VW für den Polo am meisten Geld, der erst im Herbst präsentierte Zweitürer wird 735 Euro weniger kosten. Der Fiesta (ab 12.250 Euro, Zweitürer ab 11.500 Euro) kommt ihm am nächsten, doch der Corsa (11.690 Euro, Zweitürer 10.990 Euro) ist bereits über 1.000 Euro günstiger. Noch größer fällt die Differenz zum serienmäßig mit vier Türen ausgestatteten Konzernbruder Fabia aus. Bei ihm beginnen die Preise schon bei 10.280 Euro, allerdings ohne jede Spur von Komfort an Bord. Selbst elektrische Fensterheber in den Vordertüren oder Zentralverriegelung fehlen beim Basis-Fabia.
 
Wer sich dagegen diese und weitere übliche Komfortextras wie CD-Radio und Klimaanlage gönnen möchte, muss deutlich mehr investieren - vor allem, wenn unter der Haube nicht der kleinste Benziner zum Einsatz kommen soll, der bei Leergewichten um 1.100 Kilo nur wenig Fahrspaß verspricht. Dann summiert sich der Preis für einen viertürigen Polo Comfortline mit 85 PS und sechs Airbags auf 16.750 Euro. Ein vergleichbar ausgestatteter 82 PS-Fiesta Ghia kommt auf 16.505 Euro, ein Opel Corsa Editon mit 80 PS auf 15.170 Euro und ein 86 PS starker Skoda Fabia Ambiente auf 14.780 Euro.

Fabia beim Diesel ohne Preisvorteil
 
Fällt die Wahl jedoch auf den Dieselmotor, ist der Preisvorteil des Fabia dahin. Für den 80 PS-Dreizylinder-TDI inklusive des 600 Euro teuren Partikelfilters verlangt Skoda 15.290 Euro, der Polo mit dem neuen Common-Rail-TDI steht als Viertürer für 15.535 Euro in der Preisliste. Ford Fiesta und Corsa sind jeweils einen Tausender günstiger.
 
Doch der höhere Preis wird dem Erfolg des neuen Polo nicht im Wege stehen, wie die Verkaufzahlen des Vorgängers gezeigt haben. Fürs gleiche Geld bietet der Nachfolger eine frische Optik, einen in dieser Klasse sehr hohen Qualitätseindruck und modernisierte Motoren - ohne die klassischen Polo -Stärken zu vernachlässigen. Es dürfte für die Konkurrenz künftig eher noch schwer werden, den Thron in diesem Fahrzeugsegment zu erobern.

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