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VW

Polo-Produktion geht von Brüssel nach Setubal

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Volkswagen will den Fertigungsverbund für den Kleinwagen Polo neu ordnen. Wie auto motor und sport aus Führungskreisen erfuhr, soll der Polo mit dem Modellwechsel Mitte 2009 aus Kosten- und Kapazitätsgründen nicht mehr länger in Brüssel gefertigt werden, sondern im portugiesischen Setubal.

15.01.2008 Harald Hamprecht

Die Kapazitäten in Belgien will VW statt für den Polo für die beiden Audi-Modelle A3 und A1 nutzen und Brüssel wieder zum reinen Audi-Werk umwandeln. In dem portugiesischen Werk Setubal, in dem bislang nur die VW-Modelle Eos und Sharan von Band laufen, soll eine komplett neue Hochdachvariante des Polo produziert werden.

Pamplona Stammwerk für Polo Drei- und Fünftürer

Das spanische Werk Pamplona soll zum Stammwerk für die drei- und fünftürige Variante des Polo ausgebaut werden. Das südafrikanischen Werk Uitenhage werde sich weiterhin auf die Polo-Produktion von Rechtslenkern für Märkte wie Großbritannien konzentrieren. Ein Konzernsprecher betonte, dass "endgültige Entscheidungen" noch nicht getroffen seien, bestätigte aber, dass die neue Fertigungsstruktur "diskutiert" werde.

Beim aktuellen Polo rechnet VW nach internen Zahlen mit einem Absatz von rund 2,2 Millionen Fahrzeugen über den gesamten Lebenszyklus (2001 bis 2009) hinweg. "Beim Nachfolger rechnen wir mit rund 2,5 Millionen Einheiten allein für den Drei- und Fünftürer. Das Volumen der zusätzlichen Varianten kommt dann noch mal obendrauf", sagte ein VW-Manager, der nicht namentlich genannt werden will, gegenüber auto motor und sport. Der Kleinwagen Polo ist das zweit-absatzstärkste Modell der Marke VW nach dem Kompaktmodell Golf.

Dreitürer mit Coupé-Form

Im Mai 2009 läuft zunächst die fünftürige Variante des erfolgreichen Kleinwagens in der nächsten Generation an. Ein halbes Jahr später folgt der Dreitürer. Entgegen ursprünglicher Planung von Ex-Markenchef Wolfgang Bernhard wird der Dreitürer keine coupéhafte Form bekommen. "Im Zuge der Management-Neuorganisation hat Martin Winterkorn sich für die konservative Karosserieform entschieden", sagte ein Insider. Komplett neu ist die Hochdachvariante des Polos, die 2010 auf den Markt kommen soll und gegen Modelle wie den Opel Meriva positioniert ist. Das Modell, das intern unter dem Projektnamen "Raum" firmiert und später den Namen Polo Plus bekommen soll, wird laut der jüngsten internen Planung ausschließlich im Werk Setubal produziert werden und ein zusätzliches Absatzvolumen von rund 124.000 Einheiten pro Jahr generieren. Anfang kommender Dekade soll die Neuauflage der Offroad-Variante "Polo Cross" auf den Markt kommen, von der die Wolfsburger laut internen Planungen rund 25.000 bis 30.000 Einheiten im Jahr verkaufen wollen.

Die Stufenheck-Variante des Polo, die bislang unter dem Namen "Classic" firmiert, wird es künftig in zwei Varianten mit unterschiedlichem Radstand geben: Die neue Variante mit dem längeren Radstand heißt VW-intern "EM" für Emerging Markets und soll Kunden in Wachstumsmärkten eine größtmögliche Transportkapazität erlauben. Gefertigt werden die beiden Classic-Varianten im russischen VW-Werk Kaluga und im neuen VW-Werk Indien, dessen Grundstein im Frühjahr 2009 gelegt wird. Eine Cabrio-Variante des Polo ist nicht geplant. "Aus Rendite-Gesichtspunkten wäre das durchaus denkbar, allerdings wollen wir unser Portfolio nicht überfrachten", so ein VW-Manager.

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