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VW

Porsche-Deal spart eine Milliarde

Volkswagen erhofft sich von der künftigen engeren Kooperation mit Porsche Einsparungen in Höhe von rund einer Milliarde Euro. An der bisherigen Konzernstrategie, den Sanierungsplänen und den Gewinnzielen von VW werde sich nichts ändern, betonte Konzernchef Bernd Pischetsrieder in einer Telefonkonferenz am Dienstag (11.10.).

11.10.2005

Auch mit Porsche als größtem Aktionär werde Volkswagen alle operativen Entscheidungen eigenständig fällen.

Die endgültige Höhe der Einsparungen dürfte von den gemeinsamen Projekten abhängen, auf die sich die beiden Konzerne letztendlich einigen sollten, sagte der VW-Chef. Über Details möglicher Partnerschaften sagte er nichts. Auch Porsche erwarte Einsparungen in einer ähnlichen Größenordnung. Porsche habe vor allem aus technologischer und finanzieller Sicht ein "vitaleres Interesse" an
einer Kooperation als Volkswagen.

Sollte Porsche seine Anteile an VW irgendwann wieder verkaufen wollen, werde sich Volkswagen den Ausstieg aus den Kooperationen vorbehalten, betonte Pischetsrieder. Dies soll in einem Grundlagenvertrag festgehalten werden, den die beiden Konzerne derzeit aushandeln. Der Vertrag werde in den kommenden Wochen unter Dach und Fach gebracht. Sämtliche Kooperationen sollen zudem durch ein unabhängiges Audit-Team geprüft und von einem Sonderausschuss im Aufsichtsrat überwacht werden.

Module und Komponenten gemeinsam nutzen

Geplant sei eine verstärkte gemeinsame Nutzung einheitlicher Module und Komponenten, sagte Pischetsrieder. Mehr Oberklasse-Modelle in der VW-Palette werde es durch die Zusammenarbeit mit Porsche nicht geben. Auch seinen keine höheren Investitionen, sondern eher eine Reduzierung geplant. Pischetsrieder, der schon seit längerem plant, die Lücke zwischen dem Oberklassenmodell Phaeton und dem Passat durch ein weiteres Modell zu schließen, sagte, hier läge ein mögliches Kooperationspotenzial. VW habe hierüber aber noch nicht mit Porsche gesprochen.

Pressespekulationen zufolge erwägt Porsche, Rohbau und Lackierung seines für 2009 geplanten Luxuscoupes Panamera an VW zu vergeben. VW liefert bereits die Karosserie für das Touareg-Schwestermodell Porsche Cayenne, zudem kündigten die Konzerne unlängst zusammen mit der VW-Tochter Audi eine Kooperation bei Hybrid-Antrieben an.

Pischetsrieder bekräftigte, dass die Zusammenarbeit keine Auswirkungen auf bestehende oder zukünftige Kooperationen mit anderen Herstellern haben solle. Die Zusammenarbeit mit Ford etwa oder mit Daimler-Chrysler bei leichten Nutzfahrzeugen werde nicht angetastet.

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