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VW-Porsche

Entscheidungen zu Porsche und Karmann

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Wichtige Entscheidungen bei Europas größtem Autobauer Volkswagen: Auf dem Weg zur Übernahme von Porsche hat VW einen weiteren wesentlichen Schritt gemacht. Der Aufsichtsrat stimmte Durchführungsverträgen zu einer im August vereinbarten Grundlagenvereinbarung mit Porsche zu, wie VW in der Nacht zu Freitag (20.11.) in Wolfsburg mitteilte.

20.11.2009

Außerdem steht Volkswagen vor einem Einstieg beim insolventen Osnabrücker Autozulieferer Karmann.

Der Vorstand habe ein überzeugendes Konzept vorgelegt, hieß es in der Nacht zum Freitag aus Arbeitnehmerkreisen. Der Aufsichtsrat werde darüber am Freitag beraten. Die Stimmen der Arbeitnehmervertreter im Kontrollgremium für einen Einstieg von VW bei Karmann seien sicher, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa. Die Arbeitnehmer seien für einen VW-Standort in Osnabrück.

Einstieg bei Karmann möglich
 
Ein Einstieg von VW bei Karmann wäre ein bedeutender Schritt nach vorne für den insolventen Autozulieferer. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. So war offen, inwiefern die Beschäftigten von Karmann von einem Einstieg profitieren könnten. VW gehörte früher zu den größten Kunden von Karmann. Karmann war wegen der schweren Autokrise in Turbulenzen geraten und musste im April dieses Jahres Insolvenz anmelden.
 
Nach der Sitzung des VW-Kontrollgremiums soll sich am Freitag in Wolfsburg auch der Porsche-Aufsichtsrat mit den Durchführungsverträgen zur Bildung eines integrierten Autokonzerns befassen. Es wird erwartet, dass auch der Aufsichtsrat des Stuttgarter Sportwagenbauers zustimmt.
 
VW will noch in diesem Jahr für rund vier Milliarden Euro mit knapp 50 Prozent beim Sportwagengeschäft von Porsche einsteigen. Dazu plant VW eine Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr 2010. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 3. Dezember sollen die Aktionäre zustimmen. Im Laufe des Jahres 2011 sollen Volkswagen und Porsche miteinander verschmelzen. Porsche wird als zehnte Marke in den VW-Konzern eingegliedert.
 
Porsche hatte sich mit der ursprünglich geplanten Übernahme von VW massiv verhoben und einen riesigen Schuldenberg angehäuft. Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und sein Finanzvorstand Holger Härter mussten Ende Juli wegen der Belastungen durch die missglückte Übernahme von VW ihren Hut nehmen.

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