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VW/Porsche-Streit

Osterloh setzt auf Verhandlungen

Nach der Niederlage vor dem Stuttgarter Arbeitsgericht hofft VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh im erbitterten Streit mit Porsche auf eine Verhandlungslösung.

05.05.2008

"Wenn wir uns auf dem Verhandlungsweg einigen könnten, wäre mir das lieber", sagte Osterloh dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Im Machtkampf um die Mitbestimmungsvereinbarung in der künftigen Porsche-Holding drohte er aber auch erneut mit dem Gang durch die juristischen Instanzen bis hin zum Europäischen Gerichtshof. Der VW-Betriebsrat scheiterte am vergangenen Dienstag mit seinen Plänen, die Mitbestimmungsvereinbarung zu kippen.

In der Porsche Holding sollen das operative Geschäft des Sportwagenbauers und nach dem bis Ende Herbst geplanten Ausbau der VW-Anteile auf über 50 Prozent die Tochter Volkswagen geführt werden. Das Management der Sportwagenschmiede mit Porsche-Chef Wendelin Wiedeking an der Spitze hatte mit seinem Betriebsratschef Uwe Hück und der IG Metall Stuttgart die Mitbestimmungsvereinbarung ausgehandelt. Der VW-Betriebsrat war in die Gespräche nicht miteinbezogen worden. Dagegen war Osterloh juristisch vorgegangen. Er kritisiert, dass die 12.000 Beschäftigten des Sportwagenbauers in wichtigen Fragen die gleichen Rechte haben wie die rund 360.000 VW-Mitarbeiter.

Er persönlich hoffe auf eine friedliche Einigung. Wenn sie zustande komme, "ziehen wir die Klage zurück", sagte Osterloh dem Nachrichtenmagazin. "Herr Wiedeking ist kein rotes Tuch für uns." Er drohte aber auch, er sei zwar "kein Prozesshansel", werde den Fall aber durch alle Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof bringen "wenn es sein muss". Wenn man sich nicht einig werde, "geht der Streit vor Gericht und wahrscheinlich auch öffentlich weiter". Der VW-Betriebsrat sei "auf beides vorbereitet: auf Krieg und Frieden".

Der Vorsitzende Richter der Stuttgarter Arbeitsgerichtes hatte am Dienstag zur Begründung gesagt, Porsche habe weder bei den Verhandlungen zu der Vereinbarung Volkswagen beherrscht noch sei das aktuell der Fall. Der VW-Betriebsrat habe daher an den Verhandlungen nicht beteiligt werden müssen. Osterloh hatte daraufhin umgehend Beschwerde beim Landesarbeitsgericht gegen die Entscheidung angekündigt.

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