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VW-Porsche-Streit

Sonderaufsichtsratssitzungen in Stuttgart

Foto: dpa 71 Bilder

Im Ringen um die Zukunft von VW und Porsche rückt eine Entscheidung immer näher. Volkswagen berief für den 23. Juli eine Sondersitzung des Aufsichtsrats ein. Die Sitzung findet in Stuttgart statt, wie die dpa am Mittwoch (15.7.) aus Konzernkreisen erfuhr. Am selben Tag ist auch eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche geplant.

15.07.2009

Der hoch verschuldete VW-Großaktionär braucht eine Finanzspritze. Das Emirat Katar bietet Porsche laut Bankenkreisen insgesamt rund sieben Milliarden Euro für den Kauf von Stammaktien und VW-Optionen.

Wulff droht Wiedeking

Volkswagen dagegen will knapp die Hälfte der Porsche AG übernehmen und den Sportwagenbauer als zehnte Marke in den Konzern integrieren. Dies aber will Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking mit allen Mitteln verhindern. Die Familien Porsche und Piëch ringen derzeit um eine Lösung.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) kündigte erneut Widerstand gegen eine Übernahme von Volkswagen durch Porsche an. Porsche und VW funktionierten nur im Miteinander und nicht im Gegeneinander, sagte Wulff. Wulff drohte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking indirekt mit seinem Einfluss auf mögliche Geldgeber. "Meine Mittel sind die sehr guten Kontakte zu arabischen Investoren und das VW-Gesetz, wonach Niedersachsen mit 20 Prozent Aktien eine Sperrminorität hat." Der Politiker zeigte sich zuversichtlich, "dass wir in den nächsten Tagen zu einem integrierten Konzern VW/Porsche kommen, in dem die Familien Piëch und Porsche die Mehrheitsaktionäre sind und zu Niedersachsen noch Katar als Aktionär hinzukommt". Dann werde Volkswagen 2018 der größte Automobilkonzern der Welt sein.

Porsche informiert Mitarbeiter

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück wird die Beschäftigten des Sportwagenbauers am Mittwoch (15.7.) bei Betriebsversammlungen über den Stand der Gespräche mit VW und Katar informieren. Hück will zuerst im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Weissach zu den Mitarbeitern sprechen. Am späten Nachmittag ist dann eine nicht-öffentliche Versammlung am Hauptstandort in Stuttgart-Zuffenhausen geplant. Erwartet wird, dass auch der Vorstand mit Porsche-Chef Wendelin Wiedeking bei den Versammlungen auftritt.

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