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VW-Porsche-Übernahme

Katar kauft Optionen auf VW-Vorzugsaktien

Foto: dpa 76 Bilder

Katar hat dem Autobauer Porsche einem Medienbericht zufolge ein großes Paket von Optionen auf VW-Vorzugsaktien abgekauft. Das Emirat habe neben dem Anspruch auf 17 Prozent der Stammaktien von Europas größtem Autobauer auch Optionen auf 50 Prozent der stimmrechtslosen VW-Vorzugsaktien erworben.

19.08.2009

Das schreibt das "Manager Magazin" unter Berufung auf Finanzkreise. Nach Bekanntwerden des Berichts stürzte die VW-Stammaktie kräftig ab, die Vorzugsaktien legten dagegen zu.

Bisher war nicht bekannt, dass Porsche im Zuge des Übernahmeversuchs von Volkswagen auch Optionen auf Vorzugsaktien erworben hatte.

Katar bezahlt für den Einstieg 7,3 Milliarden Euro

Nach dpa-Informationen zahlt Katar für den Einstieg bei VW und Porsche insgesamt etwa 7,3 Milliarden Euro. In der vergangenen Woche hatten das Emirat und Porsche vereinbart, dass das Scheichtum mit zehn Prozent bei der Porsche Automobil Holding SE einsteigt und den Stuttgartern Optionen auf VW-Aktien abkauft. Katar bezahle je Stammaktie etwa 80 Euro und je Vorzugsaktie 63 Euro, zitiert das Magazin Porsche-Kreise. Ein Sprecher der Sportwagenschmiede wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen, mit dem Verhandlungspartner sei Stillschweigen vereinbart worden.

VW-Stammaktien brechen ein

Die VW-Stammaktien sanken bis zum Nachmittag um weitere fast 17 Prozent auf 140,99 Euro. Insgesamt brachen die Papiere damit seit Donnerstag um rund 38 Prozent ein. Vor einer Woche lagen die Papiere noch bei über 200 Euro. VW-Vorzugsaktien zogen dagegen um 6,20 Prozent auf 63,19 Euro an. Ein Börsianer erklärte die Entwicklung so: "Katar zahlt 1,27 Mal so viel für die Stämme wie für die Vorzüge, am Markt kosten die Stämme aber deutlich mehr als das Doppelte. Es gibt also keine Käufer mehr für die Stämme, dafür aber zusätzliche Nachfrage nach den Vorzügen." Im Herbst vergangenen Jahres waren die VW-Papiere kurzzeitig über 1.000 Euro hinausgeschossen, nachdem Porsche die Aufstockung von VW-Anteilen angekündigt hatte.

Die Porsche SE hält derzeit knapp 51 Prozent der Volkswagen-Stammaktien. Außerdem hatte sich der Sportwagenbauer über komplizierte Optionsgeschäfte weitere mehr als 20 Prozent der Volkswagen-Stämme gesichert. Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und sein Finanzvorstand Holger Härter hatten sich bei der geplanten Übernahme massiv verhoben, einen massiven Schuldenberg angehäuft und mussten schließlich Ende Juli ihren Hut nehmen. Porsche soll nun schrittweise in den VW-Konzern integriert werden.

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