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VW prüft Bau eines neuen Werks in Tschechien

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Volkswagen prüft den Bau eines komplett neuen Werkes in Tschechien. Wie auto motor und sport aus VW-Führungskreisen erfahren hat, erwägt der Konzern, eine europäische Version des neuen Einstiegmodells auf Basis der Konzeptstudie VW "Up" im tschechischen Vrchlabi von Band rollen zu lassen.

12.01.2008 Harald Hamprecht

Neben der bestehenden Fabrik der VW-Marke Skoda könne dort ein komplett neues Werk aus dem Boden gestampft werden, dass ausschließlich den neuen Kleinwagen mit Heckmotor produziert und auf das Skoda-Lieferantennetzwerk zurückgreift.

700.000 "New Small Family"

Neben der europäischen Variante soll es ein zweite Version für Schwellenländer geben, die laut jüngsten Szenarien im dem neuen indischen VW-Werk nahe Pune von Band laufen soll. Die Investitionsentscheidung, die der Zustimmung des VW-Aufsichtsrates bedarf, sei zwar noch nicht Thema der ersten Aufsichtsratsitzung des Jahres 2008 Ende Januar, werde aber voraussichtlich noch in der zweiten Sitzung des Kontrollgremiums Anfang März diskutiert, heißt es aus Konzernkreisen. Bislang sprach VW-Produktionsvorstand Jochem Heizmann von einer Entscheidung "im ersten Halbjahr 2008".

Nach Informationen von auto motor und sport plant VW bei der „New Small Family“ mit einem Absatz von rund 700.000 Einheiten im Jahr. Rund 500.000 Einheiten sollen auf die Marke Volkswagen entfallen, weitere 75.000 bis 100.000 Einheiten jeweils auf die Schwestermarken Seat und Skoda. Die Serienfertigung soll nach jüngsten internen Plänen frühestens Ende 2010 beginnen. Ein VW-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren.

Derweil rückt auch die Entscheidung über ein neues Werk in Thailand näher. Wie auto motor und sport bereits berichtete, bewirbt sich der europäische Marktführer dazu in Thailand um staatliche Subventionen. Eine Entscheidung der thailändischen Regierung könnte noch die kommende Woche fallen und den Entscheidungsprozess bei VW positiv beeinflussen, erfuhr das Magazin aus Konzernkreisen. Vor einer Entscheidung wolle die thailändische Regierung allerdings noch persönliche Gespräche mit Vertretern des VW-Vorstands führen. "Unsere Scout-Teams sondieren aber weiterhin die Lage in den anderen ASEAN-Staaten", betont ein Sprecher auf Anfrage.

Die Präferenz der VW-Scout-Teams für das neue Werk in den USA liegen derweil auf dem Südosten der Vereinigten Staaten; die Automobilmetropole Detroit werde definitiv nicht zum Zuge kommen, heißt es aus Konzernkreisen.

Derzeit verfügt der Konzern über weltweit 47 Werke. Die drei potenziell neuen Werke in Thailand, Tschechien und den USA sind ein Teil der Expansionsstrategie des VW-Konzerns. Der VW-Konzern will seinen Absatz bis 2018 von rund sechs auf mehr als zehn Millionen Autos im Jahr ausbauen und langfristig Toyota als weltgrößten Autobauer ablösen. Allein der Absatz der Kernmarke VW soll bis 2018 von 3,4 Millionen (2006) auf mindestens 6,5 Millionen Pkw steigen, der VW-Weltmarktanteil soll sich von 6,3 Prozent (Januar bis November 2007) auf neun Prozent erhöhen.

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