VW prüft Bau eines Werks in Thailand

Volkswagen prüft den Bau eines neuen Werkes in Thailand. Wie www.auto-motor-sport.de aus Konzernkreisen erfahren hat, erwägt der europäische Marktführer, mindestens 100.000 Einheiten eines Kleinwagens pro Jahr in Samut Prakan zu produzieren und dafür 27 Milliarden Thailändische Baht zu investieren, also rund 614 Millionen Euro. 

Rund 65 Prozent der Produktion sollen in den Export gehen. Ein VW-Konzernsprecher bestätigt: "Wir suchen ein Werk in Südostasien und prüfen auch die Chancen in Thailand. Eine Entscheidung ist aber noch nicht getroffen."

Steuerliche Vorteile für Spar-VW

Fallen soll die Entscheidung noch im ersten Halbjahr 2008. VW bewirbt sich dazu in Thailand um staatliche Subventionen. Die thailändische Regierung gewährt im Rahmen eines "Eco Car"-Programms unter anderem steuerliche Vorteile, sofern mittelfristig mindestens 100.000 Fahrzeuge pro Jahr produziert werden und das gefertigte Fahrzeug weniger als fünf Liter Benzin pro hundert Kilometer verbraucht. Neben VW bewerben sich auch Tata, Toyota und Mitsubishi mit ähnlichen Vorhaben um die thailändischen Subventionen. Honda, Suzuki und Nissan haben bereits Zusagen seitens des thailändischen Boards of Investment erhalten.

Das neue Werk in Südostasien ist ein Teil der Expansionsstrategie des VW-Konzerns. Allein der Absatz der Kernmarke VW soll bis 2018 von 3,4 Millionen (2006) auf mindestens 6,5 Millionen Pkw steigen, der VW-Weltmarktanteil soll sich von 6,3 Prozent (Januar bis November 2007) auf neun Prozent erhöhen. Erst im November hatte VW die Verhandlungen mit Proton um eine Produktion in Malaysia beendet.

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