Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

VW-Schmiergeldäffäre

Skoda frühzeitig gewarnt

Im VW-Konzern gab es nach Informationen des NDR-Magazins "Panorama" bereits im November 2003 Warnungen vor unseriösen Geschäftspartnern des Skoda-Vorstands Helmuth Schuster.

14.07.2005

Im Zusammenhang mit Exporten nach Angola sei Skoda vor einem Geschäftspartner Schusters gewarnt worden, der von der spanischen Polizei mit Haftbefehl gesucht werde, berichtete "Panorama" am Donnerstag (14.7.) vorab. Bei dem Mann habe es sich um einen Serienbetrüger gehandelt. Schuster soll Nachforschungen verhindert haben.

Der VW-Konzern habe entsprechende Warnungen eingeräumt. "Es ist zutreffend, dass es Herrn Schuster gelungen ist, in seiner Eigenschaft als Vorstand von Skoda Zweifel an der Seriosität einzelner Geschäfts- und Gesprächspartner zu zerstreuen", zitierte das NDR-Magazin aus einer Stellungnahme.

Neben dem Angola-Geschäft habe Schuster zusammen mit seinem Geschäftspartner erfolglos ersucht, Gelder des VW-Pensions-Trust bei Banken oder Finanzmaklern anzulegen, um Vermittlungsprovisionen einzustreichen. Auch darauf habe es Hinweise gegeben. Der angebliche Partner Schusters lehnte gegenüber "Panorama" jeder Verantwortung für die VW-Korruptionsaffäre ab.

Recherchen von "Panorama" zufolge wollte Schuster noch im Juni eine Firma mit rechtsgültigen Export-Verträgen für Angola möglichst gewinnbringend verkaufen. Mit den erhofften Erlösen von drei Millionen Euro sollten offenbar verschwundene Gelder in Indien ausgeglichen werden, heißt es. Der entlassene VW/Skoda-Manager Schuster war an einem versprochenen VW-Fabrikbau samt Zulieferpark in der südindischen Provinz Andhra Pradesh beteiligt. Weder Schuster noch dessen Anwalt waren für "Panorama" zu sprechen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden