Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

VW-Schmiergeldaffäre

CIB wird fündig

Foto: VW; Government of Andhra Pradesh

In der VW-Korruptionaffäre hat das indische Bundeskriminalamt CBI bei ersten Durchsuchungen "eine große Anzahl belastender Unterlagen" sichergestellt. Das CBI teilte mit. Ziel der Ermittler sei am Donnerstag (11.8.) die Wohnung des indischen Ex-VW-Berater Ashok Jain gewesen.

11.08.2005

Bereits am Mittwoch seien Wohn- und Geschäftsräume von zwei Direktoren der ominösen indischen Firma Vashishta Wahan durchsucht worden. Die Firma war von dem entlassenen Skoda-Personalchef Helmuth Schuster kontrolliert worden.

Das CBI machte keine Angaben dazu, um was für belastende Unterlagen es sich bei den beschlagnahmten Dokumenten handelte. Die am Mittwoch durchsuchten Objekte hätten den Vashishta-Wahan-Direktoren Bhunesh K. Chaturvedi und Jagadeesh Raja gehört, hieß es in der Pressemitteilung vom Donnerstag. Raja hat seinerseits im Zusammenhang mit der Affäre unter anderem Schuster und Jain bei der Kriminalpolizei in Neu Delhi wegen Betrugs angezeigt.

Zwei Millionen Euro verschwunden

Die Regierung des Bundesstaats Andhra Pradeshs hatte zwei Millionen Euro für den Bau einer VW-Fabrik an Vashishta Wahan überwiesen. Das Geld ist verschwunden. Das CBI teilte nun mit, man untersuche die Geldtransfers, die vom Firmenkonto ausgegangen seien. In der Anzeige Rajas hieß es, 656.100 Euro seien auf Druck Schusters an eine von dessen Tarnfirmen überwiesen worden. Über den Verbleib des Restbetrages gibt die Anzeige keine Auskunft.

VW war in Indien im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre schwer in die Kritik geraten. Der Autobauer hat inzwischen eingewilligt, dem Bundesstaat Andhra Pradesh knapp zwei Millionen Euro zurückzuzahlen. Damit trete der Konzern für den Schaden ein, der durch vermutlich illegale Machenschaften Schusters entstanden sei, hatte es geheißen. Schuster, der für den Bau der Fabrik als VW-Unterhändler auftrat, habe ohne Befugnisse gehandelt und Andhra Pradesh getäuscht.

Die Regierung Andhra Pradeshs ging nach eigenen Angaben davon aus, dass Vashishta Wahan - abgekürzt VW - zu Volkswagen gehörte. Laut dem Autobauer ist der Konzern an einer solchen Firma aber nicht beteiligt. Vashishta Wahan sei eine Projektgesellschaft gewesen, die für VW eine Fabrik hätte errichten sollen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden