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VW-Schmiergeldaffäre

Volkert sagt aus

Foto: Volkswagen

In der Affäre bei Volkswagen um Korruption und die mögliche Begünstigung von Betriebsräten haben die Ermittler erstmals eine Schlüsselfigur vernommen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig und das niedersächsische Landeskriminalamt befragten am Donnerstag (8.9.) sechs Stunden lang Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert.

09.09.2005

"Volkert äußerte sich umfänglich und offen zum Gesamtsachverhalt und den ihn betreffenden Vorwürfen insbesondere im Zusammenhang mit den in den Medien so bezeichneten Lustreisen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Klaus Ziehe am Freitag. Einzelheiten nannte er nicht.

Volkert war zu Beginn der Affäre vor rund zwei Monaten zurückgetreten. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Untreue. Volkert habe sich in der Vernehmung "sehr kooperativ" gezeigt, sagte Ziehe. Die Aussagen hätten den Behörden "eine Vielzahl weiterer Ermittlungsansätze" geliefert.

Anlass für die Ermittlungen gegen Volkert war eine Indien-Reise Anfang 2004. Neben dem Ex-Betriebsratschef sollen unter anderem auch Ex-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer sowie der frühere Skoda-Personalchef Helmuth Schuster teilgenommen haben. Die Reise soll
Medienberichten zufolge bei VW mit 165.000 Euro abgerechnet worden sein. Die Staatsanwaltschaft hat bisher bestätigt, VW habe für die Reise eine sechsstellige Summe bezahlt.

Gegen Schuster und Gebauer ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue. Für deren Vernehmung gebe es noch keinen Termin, sagte Ziehe. Beide hätten aber zu Beginn des Verfahrens signalisiert, aussagen zu wollen. Sie sollen Geld mit Hilfe eines Geflechts von mindestens zehn Firmen in acht Ländern auf eigene Konten umgeleitet haben. An einer dieser Firmen, der tschechischen F-Bel, soll auch Volkert beteiligt gewesen sein. Dazu habe Volkert sich ebenfalls geäußert, sagte Ziehe. Der Anwalt Volkerts, Rainer Hamm, betonte, sein Mandant habe die Vernehmung angeboten. Zum Inhalt der Vernehmung wollte er sich nicht äußern.

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