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VW

Sparprogramm für China

Nach dem Absatzeinbruch in China hat sich der Volkswagen-Konzern ein Sparprogramm für seinen wichtigsten Auslandsmarkt verordnet. "Die Kosten müssen dramatisch sinken", sagte China-Chef Bernd Leißner am Freitag (22.4.) auf der Automesse in Shanghai.

22.04.2005

"Wir müssen bei den Materialkosten sparen und bei der Logistik." Ein konkretes Einsparvolumen nannte der Präsident der VW-Gruppe China nicht. Die Verkaufsorganisation werde neu strukturiert. Die beiden VW-Gemeinschaftsunternehmen in Changchun und Schanghai sollten
Synergien nutzen.

Der chinesische Marktführer VW hat im Reich der Mitte mit massiven Absatzproblemen zu kämpfen. Im ersten Quartal war der Verkauf nach Leißners Worten um fast ein Drittel auf 116.000 Fahrzeuge und einen Marktanteil von 18,9 Prozent gesunken. Eine Zielmarke für das Gesamtjahr wollte er nicht nennen. 2004 war der Anteil bereits von 30,8 auf 25 Prozent zurück gegangen. VW-Chef Bernd Pischetsrieder hatte am Vortag gesagt, er erwarte 2005 ein ausgeglichenes Ergebnis in China.

Materialkosten müssen runter

"Zuerst konzentrieren wir uns auf die Materialkosten", sagte Leißner. VW werde Komponenten und Teile direkt vor Ort einkaufen. Wichtig sei, dass die Qualität stimme. "Die Chinesen können dasselbe billiger als in Europa machen." Dabei sei auch der Export von Teilen geplant. "Wenn man Teile exportieren kann, kann man auch Autos exportieren", sagte der langjährige China-Chef, der Ende Juni in den Ruhestand geht. Daimler-Chrysler hatte auf der Messe bekannt gegeben, in China gebaute Wagen künftig in die USA zu verkaufen.

Im Gegensatz zum stärksten Konkurrenten auf dem chinesischen Markt, General Motors (GM), denke VW derzeit nicht an Preissenkungen. "Wir müssen den Wert unserer Fahrzeuge wahren", sagte Leißner. "Es wäre nicht fair gegenüber dem Kunden, der heute ein Auto kauft und es morgen billiger haben könnte." Auf dem hart umkämpften chinesischen Markt tobt seit dem vergangenen Jahr eine Rabattschlacht. GM hatte auf der Messe weitere Preissenkungen von acht bis zehn Prozent angekündigt.

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