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VW

Sparrunde beschlossen

Foto: VW

Europas größter Autohersteller VW fährt angesichts der weltweiten Branchenflaute seine Investitionen bis 2008 um 11 Prozent zurück. Geplant sei, dass der Konzern insgesamt 41,6 Milliarden Euro ausgibt, teilte VW am Freitag (14.11.) in Wolfsburg nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit.

14.11.2003

Der Löwenanteil von 30,9 Milliarden Euro - 7 Prozent weniger als bislang geplant - soll in den Automobilbereich fließen. Ziel sei es weiter, bis 2008 den jährlichen Absatz von knapp 5 Millionen (2002) auf mehr als 6 Millionen zu steigern.

Mehr als 27 Milliarden Euro steckt der Konzern in den neuen Passat, den neuen Audi A6, zusätzliche Varianten von Golf und den Nutzfahrzeugen sowie die nötige Produktion dafür. Auch soll die Modellpalette erweitert werden. Ebenso sind neue Motoren und Getriebe für einen geringeren Treibstoffverbrauch vorgesehen.

Modellplanung bleibt unberührt

Finanzvorstand Dieter Pötsch sagte mit Blick auf die Kürzungen: "Die bestehende Modellplanung des Konzerns bleibt davon unberührt." Möglich werde der geringere Rahmen unter anderem durch bessere Auslastung der Kapazitäten und der konzernweiten Modulstrategie. Sie sieht vor, dass zahlreiche, nicht direkt sichtbare Teile Marken-übergreifend verwendet werden.

Mehr als 21 Milliarden Euro investiert VW in Deutschland, dabei vor allem in den neuen Passat in den Werken Emden und Mosel sowie den Audi A6 in Ingolstadt und Neckarsulm. Weitere Schwerpunkte sind nach Worten eines Sprechers Spanien, Tschechien, aber auch Mexiko und Brasilien. Zunächst seien in dem Finanzplan keine Investitionen in Russland vorgesehen. Immer wieder gibt es Gerüchte, VW wolle dort ein Werk bauen.

In China will VW zusammen mit seinen Joint-Venture-Partnern insgesamt 6 Milliarden Euro investieren. Mit dem Geld sollen auch dort neue Modelle, Aggregate und Fabriken entstehen. Diese Summe taucht allerdings nicht in den Automobilinvestitionen auf, weil das China-Geschäft von VW bei der Bilanzierung ins Finanzergebnis einfließt und VW nicht die gesamte Summe tragen muss.

Die Pläne werden nicht umgeschmissen, nur angepasst

Der Aufsichtsrat habe die Pläne des Vorstandes voll getragen, hieß es in Kreisen. Es sei eine schnell, ruhige und sachliche Sitzung gewesen. VW wechsele keinesfalls den eingeschlagenen Kurs, sondern passe den Fünf-Jahresplan lediglich an die weltweite Marktlage an. Kontrovers sei allerdings um das Brasilien-Geschäft diskutiert worden. Dort will VW auf Grund der dortige Krise 4.000 Stellen abbauen. Schließlich habe aber Einigkeit geherrscht, dass es keine Alternative zu den Plänen gebe.

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