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VW

Streiks immer wahrscheinlicher

Bei Europas größtem Autohersteller Volkswagen droht eine Eskalation des Tarifkonflikts um drastische Kostensenkungen. Nach einer ergebnislosen vierten Tarifrunde am Donnerstag (21.10.) in Hannover rücken Arbeitsniederlegungen bei dem Autobauer immer näher.

22.10.2004

Die Verhandlungen wurden auf den 28. Oktober vertagt. An diesem Tag läuft die Friedenspflicht bei VW aus. Sollte es dann zu keiner Einigung kommen, hat die IG Metall für Anfang November Warnstreiks bei VW angekündigt.

IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine sagte am späten Donnerstagabend nach 12-stündigen Verhandlungen für die rund 103.000 Beschäftigten der sechs westdeutschen VW-Werke, er schätze die Chancen auf eine Einigung am 28. Oktober als gering ein. Die Gewerkschaft habe VW in der vierten Tarifrunde ein Lösungspaket vorgeschlagen, in dem die Gewerkschaft unter anderem von ihrer Forderung nach vier Prozent mehr Geld abrückt sei. Dieses Paket habe VW aber abgelehnt. Meine sagte, VW habe die "ausgestreckte Hand" der
IG Metall ausgeschlagen.

VW will sich nicht bewegen

Dagegen kritisierte VW-Verhandlungsführer Josef-Fidelis Senn, die Gewerkschaft sei dem Unternehmen beim Thema Kostensenkungen nicht entgegengekommen. Volkswagen will die Arbeitskosten bis 2011 um rund zwei Milliarden Euro oder 30 Prozent senken, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. Zudem verlangt VW eine zweijährige Nullrunde bei Löhnen und Gehältern. Es gebe keinen Spielraum für Einkommenserhöhungen.

Meine sagte zum Lösungspaket der IG Metall, die Gewerkschaft sei unter anderem bereit, von ihrer ursprünglichen Forderung nach vier Prozent mehr Geld abzurücken. Voraussetzung sei ein "akzeptables Ergebnis" bei der Frage der Arbeitsplatzsicherung, der zentralen IG Metall-Forderung. Dann wolle die Gewerkschaft Einkommenserhöhungen in Höhe des Flächen-Tarifabschlusses der Metallindustrie in diesem Jahr akzeptieren. Dieser sieht Einkommenserhöhungen in zwei Stufen von 1,5 und weiteren 2,0 Prozent sowie zwei Einmalzahlungen von jeweils 0,7 Prozent vor.

Senn sagte, das Lösungspaket der IG Metall würde für VW Mehrbelastungen in dreistelliger Millionenhöhe bedeuten. Eine Sicherung der VW-Arbeitsplätze in Deutschland, zu der sich Volkswagen bereits grundsätzlich bereit erklärt hatte, sei aber nur mit einer deutlichen Senkung der Arbeitskosten zu erreichen.

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