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VW sucht Käufer für Ducati

Motorradbauer soll wieder weg

Ducati Foto: Archiv

Erst 2012 hatte Audi für den VW-Konzern den italienischen Motorradbauer Ducati gekauft und damit VW-Patriarch Piëcheinen Traum erfüllt. Jetzt soll Ducati wieder aus dem Konzerngefüge verschwinden. Angeblich ist Harley-Davidson interessiert.

22.06.2017 Uli Baumann 1 Kommentar

Mit dem Motorradbauer Ducati war 2012 das Markenportfolio des VW-Konzerns auf 12 Marken gewachsen. Für 860 Millionen Euro hatte die VW-Tochter Audi den italienischen Motorradbauer gekauft. So recht ins Portfolio des Autokonzerns wollte Ducati aber nie passen.

Audi und seine italienischen TöchterNeuzugang Ducati im Porträt

Jetzt ist Ferdinand Piëch bei VW ausgestiegen und der Konzern scheint seinen Kurs zu ändern. Wie die Süddeutsche Zeitung Ende April berichtet hatte, habe der VW-Konzern bereits eine Investmentbank damit beauftragt, einen Käufer für das Unternehmen zu finden. Alles sei noch in einer frühen Phase, noch gebe es weder einen potenziellen Käufer noch einen Zeitpunkt für den Verkauf. Als potenzieller Verkaufspreis werden rund 1,5 Milliarden Euro kolportiert. Wie das Manager Magazin seinerzeit berichtete, soll es einen ersten Kaufinteressenten aus Fernost geben, gut eine Milliarde Euro für die italienische Kultmarke offeriert hätte. Die Bieter hätten allerdings noch keinen Einblick in die Ducati-Bücher gehabt.

Viele Interessenten für Ducati

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Wie das Handelsblatt am Mittwoch (21.6.2017) berichtet, soll es mittlerweile rund ein halbes Dutzend potenzielle Käufer geben. Neben Harley-Davidson sollen auch der indische Bajaj-Konzern sowie die Finanzinvestoren KKR, Bain Capital, Permira und Investindustrial an der italienischen Kultmarke interessiert sein. Bajaj ist bereits mit 48 Prozent am österreichisches Motorradbauer KTM beteiligt. Harley-Davidson hatte es 2008 bereits mit der einem italienischen Motorradbauer versucht und MV Agusta gekauft. Die italienischen Sportmotorräder sollten die Harley-Kultmodelle ergänzen.

Bereits 2010 haben sich die Amerikaner dann aber wieder von MV Agusta getrennt, weil sie selbst finanziell in Bedrängis geraten waren. 2014 ist dann Daimler mit 25 Prozent bei MV Agusta eingestiegen.Wie das Handelsblatt weiter berichtet, soll es erste vorläufige Gebote im Juli zu erwarten. Harley-Davidson habe die Investmentbank Goldman Sachs eingeschaltet. Volkswagen habe keine Eile mit dem Verkauf, hieß es in Konzernkreisen. Vor der Motorradmesse EICMA im November in Mailand werde es wahrscheinlich keinen Abschluss geben. „Uns liegt daran, dass Ducati in gute Hände kommt“, sagte die mit den Plänen vertraute Person.

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Ducati hatte im Jahr 2016 Jahr 55.451 Motorräder gebaut, einen Umsatz von 731 Millionen Euro und einen Gewinn von 51 Millionen Euro erzielt. Die Umsatzrendite lag bei 7,0 %. Ducati beschäftigt heute weltweit 1.558 Mitarbeiter. Das Vertriebsnetzwerk des in Bologna beheimateten Motorradherstellers umfasst 780 Händler in 90 Ländern.

Neuester Kommentar

Im Vergleich zum Umsatz von Audi und erst recht des gesamten VW-Konzerns ist eine einmalige Einnahme von ca. 1,5 Mrd für Ducati schon fast als vernachlässigbar gering zu bezeichnen. Beim Image hingegen profitiert Audi sicherlich vom Besitz von Sportmarken wie Lamborghini und auch Ducati. Verkauft eine Volumenmarke wie Audi aufgrund einer Imageveränderung, hervorgerufen durch einen Firmenkauf oder -verkauf, nur einen geringfügigen Prozentsatz mehr bzw. weniger Autos, wirkt sich dies schon innerhalb relativ kurzer Zeit finanziell wesentlich stärker auf die Bilanz des Konzern aus als die Summe von ca. einer Milliarde, die man einmalig für einen solchen Kauf aufwenden muss bzw. im Falle eines Verkaufs erhält! Für einen Großkonzern rechnen sich deshalb solche Käufe aus Imsgegründen fast immer, für ein kleines Unternehmen dagegen nur eher selten. (Deshalb sind die indischen Kaufinteressenten laut Handelsblatt ja auch schon wieder abgesprungen.)
Ich denke Piëch dachte seinerzeit genauso, die aktuellen VW-Manager bzw. Aufsichtsräte sind möglicherweise zu dumm dafür, sofern sie einem Verkauf von Ducati letztlich tatsächlich zustimmen sollten...

Discuss 22. Juni 2017, 14:41 Uhr
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