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VW-Tarifstreit

Fortschritte

Die Tarifverhandlungen bei VW sind am Dienstag (12.10.) einen deutlichen Schritt vorangekommen. VW erklärte sich bereit, einen Tarifvertrag zur Sicherung der rund 103.000 Arbeitsplätze in den sechs westdeutschen VW-Werken abzuschließen. Dies war die Kernforderung der Gewerkschaft IG Metall.

13.10.2004

VW-Verhandlungsführer Josef-Fidelis Senn sagte, Bedingung für einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung sei eine deutliche Senkung der Arbeitskosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau. "Wir sind in den Details noch sehr weit auseinander", sagte Senn.

Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Hartmut Meine, erklärte, der Preis, den VW verlange, sei aus Sicht der Gewerkschaft noch viel zu hoch. In die Verhandlungen sei Bewegung gekommen, die IG Metall sei aber nicht bereit, die drastischen Einschnitte für die Beschäftigten mitzutragen, die Volkswagen im Gegenzug verlange. "Es liegt noch eine schwierige Strecke vor uns", sagte Meine. Die Verhandlungen wurden auf den 21. Oktober vertagt.

Die Gewerkschaft sei bereit, sich dem Thema Kostensenkung bei VW zu öffnen. Dabei werde es aber keinen Blankoscheck für den Konzern geben. Die IG Metall will erreichen, dass betriebsbedingte Kündigungen für eine bestimmte Zeit ausgeschlossen werden. Über den Zeitrahmen sei mit VW aber noch nicht verhandelt worden, sagte Meine.

VW-Verhandlungsführer Josef-Fidelis Senn verwies noch einmal darauf, dass an den westdeutschen VW-Standorten 20 Prozent höhere Löhne und Gehälter gezahlt würden als im Flächentarif der Metallbranche. Gegenüber ausländischen Standorten gebe es einen Nachteil von bis zu 80 Prozent, gegenüber inländischen Wettbewerbern bis zu elf Prozent.

Weiter Proteste

Auch die dritte Gesprächsrunde wurde von Protestaktionen der Gewerkschaft begleitet. Knapp 4.000 VW-Auszubildende aus allen sechs westdeutschen Werken demonstrierten in Hannover. Sie fordern vor allem, dass VW weiter die Übernahme aller Auszubildenden nach Ende der Lehrzeit garantiert. VW-Verhandlungsführer Senn reagierte auf die Aktionen verärgert. Er warf der IG Metall vor, Arbeitsniederlegungen vor Ende der Friedenspflicht am 28. Oktober seien illegal.

Die IG Metall verlangt neben Arbeitsplatzgarantien, die mit konkreten Produktionsentscheidungen abgesichert werden sollen, vier Prozent mehr Geld. Der Autobauer Volkswagen will die Arbeitskosten bis 2011 um rund zwei Milliarden Euro oder 30 Prozent senken und angesichts der schwierigen Lage des Unternehmens eine zweijährige Nullrunde bei den Löhnen und Gehältern durchsetzen.

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